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Aktuelles

22.10.2019
Vortrag von Prof. Dr. Thomas Maissen (DHI Paris): "Frankreich und Deutschland – historische Dimensionen, aktuelle Herausforderungen" im Rahmen der Vortragsreihe "Ziemlich gute Freunde. Mit Schwert, Charme und Esprit: Frankreich und der deutsche Südwesten" im Schloss Heidelberg

 

Prof. Dr. Susan Richter - Forschung

Schwerpunkte der Forschung
Abgeschlossene Forschungsprojekte

Betreute Dissertationen (Erstbetreuung)
Betreute Dissertationen (Zweitbetreuung)
Abgeschlossene Dissertationen (Erstbetreuung)
Abgeschlossene Dissertationen (Zweitbetreuung)

 

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Schwerpunkte der Forschung                                                             

  • Europäische Ideengeschichte
  • Rechtsgeschichte
  • Geschichte der Globalen Verflechtungen
  • Universitätsgeschichte
  • Verwaltungsgeschichte

 

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte                                                

 

  • Wissen und politische Entscheidungsfindung in der Frühen Neuzeit am Beispiel  des österreichisch-habsburgischen Auslandsgeheimdienstwesens im späten 16. Jahrhundert (Bearbeiter: Tobias Graf)
     

    Politische Handlungsfähigkeit beruht in der Regel auf Wissensasymmetrien zwischen verschiedenen Akteuren. Vor diesem Hintergrund ist die Erlangung und Bewahrung entsprechender Wissensvorsprünge Grundzweck nachrichtendienstlicher Aktivität. Diese Aufgabe ist nicht allein Gegenstand moderner, weitestgehend bürokratischer Organisationen wie BND und CIA, sondern wurde, wenn auch in andere Organisationsformen eingebettet, bereits in der Vormoderne wahrgenommen. Allerdings lassen die öffentlichen Debatten der vergangenen Jahre über die Aktivitäten westlicher Nachrichtendienste ein Bewusstsein für deren historische Dimension weitestgehend vermissen. Daher widmet sich dieses von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Projekt der Erforschung des frühneuzeitlichen Auslandsgeheimdienstwesens und dessen Bedeutung für die politische Entscheidungsfindung am Beispiel des österreichisch-habsburgischen Geheimdienstwesens in der Regierungszeit Kaiser Maximilians II. (r. 1564-1576). Dabei will das Vorhaben nicht nur einen Beitrag zur Geheimdienstgeschichte, sondern auch zu einer Kulturgeschichte politischer Entscheidungsfindungsprozesse leisten.

 

  • Ideas and Language of Welfare
    Gemeinwohl transkulturell - Ideen und Semantik
    (Bearbeiter: Steve Bahn)

    Forschungsprojekt gefördert durch Field of Focus 3 der Exzellenzinitiative: cultural dynamics in globalised worlds
       
    Jacob van Meurs, Spinnhaus für alleinstehende Frauen in Batavia (Jakarta), 1682


    Im Fokus des Forschungsprojektes steht das Gemeinwohlverständnis, also die staatliche Sorge um Untertanen und ihre substantiellen Bedürfnisse, in Kolonialgesellschaften vom 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Diese waren einerseits durch Vorgaben des Mutterlandes geprägt. Andererseits trafen die Europäer auf indigene Vorstellungen und Praktiken. Da sich in den Kolonialstädten multikulturelle Gesellschaften entwickelten, stellt sich die Frage, inwieweit Kolonialregierungen diese Realitäten in ihre Gemeinwohlkonzepte integrieren mussten oder wollten und welche neuen (im Sinne der Verflechtung) transkulturellen Konzepte sich nach der Annäherung oder der strikten Abgrenzung entwickelten. Ziel ist, die Frage nach der Herausbildung einer politisch-technischen Sprache zu und über Gemeinwohl/Welfare der Kolonialregierungen zu klären. Es handelt sich um ein Projekt, das frühneuzeitliche Gemeinwohlvorstellungen sowie ihre Realisierung im Rechtsakt als nicht mehr nur staatliche, sondern kulturelle Kategorie untersucht. Im Blickfeld stehen nicht nur die Inhalte der offiziellen Kommunikationsakte, sondern auch die Fragen ihrer Konstruktion und ihrer Prägung, der Bruch mit Routinen sowie sprachliche oder andere Verstärkungstechniken.

    In diesem Forschungsprojekt werden Qualifikationsarbeiten entstehen, die auf diesem Gebiet eine fächerübergreifende Grundlagenforschung leisten können. Zudem wird ein internationaler und interdisziplinäres Netzwerk von wissenschaftlich etablierten Kolleginnen und Kollegen sowie Nachwuchsforschern aufgebaut, welches die Thematik der transkulturellen Gemeinwohlvorstellungen über mehrere Jahre fokussiert verfolgt und sich intensiv austauscht. Die beteiligten Historiker wollen sich dem Thema vor allem mit Hilfe der sogenannten Historischen Semantik annehmen. Im Zuge dessen wird eine Datenbank entstehen, die in semantisch-statistischer Perspektive transkulturelle Gemeinwohlkonzepte in ihrer linguistischen Vielfalt, ihren Transformationen und Einflüssen erfasst.

 

 

Mitarbeiter: Sebastian Meurer
Junior Research Group Leader: PD Dr. Susan Richter

 

Betreute Dissertationen (Erstbetreuung)                                                                     

  • Steve Bahn
    "Dem Gemeinwohl dienlich? Das Konzept der Sträflingskolonie am Beispiel Australien 1787–1868" (Arbeitstitel)

  • Anil Domenic Paralkar
    "Spicing up life – Changes in European dietetics following the European spice trade with Asia"
  • Francesco Rosada
    "Die Geburt der Demokratie - Der genferische politische Diskurs und die genferischen „Revolutionen“ im 18. Jahrhundert als Geburtsstätte der modernen demokratischen Idee"

  • Michael Roth
    "Primum lapidem posuit. Grundsteinlegungen zu öffentlichen Gebäuden in der Frühen Neuzeit"

  • Simon Schmitz
    "Aufsteigen und Obenbleiben – Etablierungsstrategien neunobilitierter reichsadeliger Familien im 16. und 17. Jh." (Arbeitstitel) (Abstract)

  • Sebastian Schütte
    "Gemeinschaftsvorstellungen, Zeitdiagnostik und Geschichtskritik im langen 18. Jahrhundert" (Arbeitstitel)

  • Gregor Stiebert
    "Reichweite und Anwendungsmöglichkeiten Ökonomischen Wissens in der frühneuzeitlichen Verwaltungspraxis Österreichs" (Arbeitstitel)

  • Kevin Wunsch
    "The Book of Orders. Anson's Voyage Around the World during the Years 1740–1744" (Arbeitstitel)

 

Betreute Dissertationen (Zweitbetreuung)

  • Kai Gräf
    "Atheismus und moralische Weltordnung. Zur Säkulaisierung des Politischen in der Spätaufklärung" (Arbeitstitel)

  • Theresa Möke
    "Briefwechsel von Reformatoren aus Württemberg" (Arbeitstitel)

 

Abgeschlossene Dissertationen (Erstbetreuung)                               

  • Nicolas Schillinger
    "Governing New Armies. Body and Masculinity in the Chinese Military, 1895–1916" (abgeschlossen 2013)
  • Sebastian Meurer
    "The Language of Administrative Reform in the British Empire, 1780–1830" (abgeschlossen 2014)

  • Max Schlenker
    "Fördern, Feiern, Verbote. Studien zum Wallfartswesen in der Markgrafschaft Baden-Baden, 1535–1771" (abgeschlossen 2019)

Abgeschlossene Dissertationen (Zweitbetreuung)                              

  • Stefan Gaarsmand Jacobson
    University of Aarhus/DK: China – a model for all States? (abgeschlossen im Dezember 2011)
     
  • Charles Philippe Dijon de Monteton
    "Das Haus Digeon in Frankreich (1096–1856) Eine genealogische Studie im adelsrechtlichen Kontext des Ancien Régime" (abgeschlossen im Dezember 2013)
     
  • Pascal Firges
    "On Silent Feet. French Revolutionary Politics and Culture in the Ottoman Empire, 1792–1798" (abgeschlossen im Mai 2014)
     
  • Urte Weeber
    "Die Zukunft gestalten. Venedig, die Vereinigten Provinzen der Niederlande und die Eidgenossenschaft als Fluchtpunkte des Sagbaren in einem politischen Diskurs der Frühaufklärung" (abgeschlossen im Juni 2014)
     
  • Henning Murmann
    "Die Herrschaft über das Ganze. Die kurpfälzische Konfessionspolitik zwischen 1685 und 1728 als Schauplatz rechtlicher und institutioneller Konflikte“ (abgeschlossen im Juni 2014)
     
  • Anne Charlotte Scherer
    ""To negotiate with the enemy under the helmet”. The central role of diplomacy in Swedish foreign policy under Gustav II Adolph from 1617 to 1630” (abgeschlossen im Dezember 2014)
     
  • Johan Lange
    "Richtig studieren!  – Der deutsche normative Diskurs über Studium und akademische Freiheit im Jahrhundert der Aufklärung (1693–1811)" (abgeschlossen im Mai 2016)

 

Seitenbearbeiter: Nicolas Schmitt
Letzte Änderung: 09.07.2019
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