Neuerscheinungen

HistorischeGraffiti_Lohmann

Polly Lohmann (Hrsg.)Historische Graffiti als Quellen. Methoden und Perspektiven eines jungen Forschungsbereichs

Das Bedürfnis, ein Zeichen der eigenen Anwesenheit zu hinterlassen, ist eine Kulturkonstante, die sich durch alle Epochen der Menschheitsgeschichte zieht. Namen, Berufssymbole, Porträtzeichnungen oder Handabdrücke sind Ausdruck der eigenen Identität und kennzeichnen Plätze, die von Menschen besucht wurden oder an denen sich Menschen aufgehalten haben. Solche Erinnerungsgraffiti verbinden Schicksale mit Orten und liefern Informationen über die Menschen, die z. B. das antike Pompeji belebten, mittelalterliche Pilgerorte bereisten oder im Gestapogefängnis in Köln gefangen gehalten wurden. Mit jeglichen gerade verfügbaren Schreibmaterialien angefertigt, geben sie Einblicke in spezifische Situationen und Lebensumstände, die sich aus anderen Quellengattungen in dieser Form nicht erschließen lassen: Sie verweisen auf die Bedeutung bestimmter Orte oder geben Einblicke in das Alltagsleben. Erstmals zeigen die Autorinnen und Autoren mit dieser diachronen Zusammenstellung historischer Graffiti auf, für welche unterschiedlichen Lebensbereiche, Personen oder Gruppen die informellen Inschriften als Quellen fungieren können.

 

Mit Beiträgen von
Polly Lohmann, Julia Dorothea Preisigke, Kordula Gostenčnik,
Angelos Chaniotis, Ulrike Heckner, Thomas Wozniak, Romedio
Schmitz-Esser, Simon Dietrich, Detlev Kraack, Ulrike Götz,
Daniel Schulz, Werner Jung

 

330 Zeiten mit 74 s/w-Fotos, 5 Farb- und 92 s/w-Abbildungen., 3 Tabellen

Franz Steiner Verlag
Kartoniert
UVP *€ [D] 58,00 / *US$ 65 / *GBP £51.00
ISBN 978-3-515-12204-7

eBook
ISBN 978-3-515-12205-4

Zu beziehen über:
http://www.steiner-verlag.de/reihe/view/titel/61548.html


Zenzen_diss_2018

Nicolas Zenzen, DAS EDLE UNGEHEUER. Die Semantik des Löwen in Bildwerken des antiken Vorderen Orients und Griechenlands

Der früher im vorderasiatischen Raum weit verbreitete Löwe war und ist ein für den Menschen sehr eindrucksvolles Tier, dessen Ausstrahlung überlegener Ruhe eine imposante Erscheinung von faszinierender Eleganz abgibt und das zugleich für Leib und Leben des Menschen eine ernste Gefahr darstellt. Die hier betrachteten Löwendarstellungen decken rund 3.000 Jahre Kulturgeschichte zwischen Italien und Oxus ab und enthalten doch nur ein sehr überschaubares Spektrum an Motiven und Bedeutungen, die sich in den fünf Kapiteln des Bandes widerspiegeln [Raubtier, Löwenjagd, Löwenbezwinger, Wächter, Zeichen von Stärke und Hoheit]. Allen Löwenbildern ist gemein, dass sie die Position des Menschen in der Welt definieren. Der Löwe ist Sinnbild für die bedrohliche Unberechenbarkeit der wilden Natur im Gegensatz zur Sicherheit vermittelnden Ordnung der Kultur. Indem er dem Menschen unterliegt, präsentiert er dessen dominierende Position in der Welt. Zugleich kann er Metapher für die Qualitäten herausragender Menschen sein. Schließlich markiert der Löwe als Wächter Bereiche, in denen bestimmte menschliche Regeln gelten und warnt vor der Verletzung derselben.

 


426 Seiten, 229 Abbildungen, Maße: 21,8 x 30,2 cm

 

Gebunden
Deutsch
Verlag: VML Verlag Marie Leidorf
ISBN-10: 3896469177
ISBN-13: 9783896469175

Erscheinungsdatum: August 2018

Zu beziehen über:
https://www.vml.de/d/detail.php?ISBN=978-3-89646-917-5&hl=Zenzen


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Tonio Hölscher, VISUAL POWER IN ANCIENT GREECE AND ROME. Between Art and Social Reality

“The most daring attempt ever made to present Greek and Roman art as a single coherent system of representation, amenable to systematic (synchronic) analysis. It has farreaching ramifications for our understanding of ancient society, its art, and its monuments.”—Chris Hallett, Professor of Roman Art, University of California, Berkeley "A bold and visionary book, one that teems with original and provocative ideas about the place of images in Greek and Roman cultures. Hölscher has given his readers new ways to conceptualize the relationships between ancient art and social life, between representation and reality, and I look forward to the many responses this important work will surely inspire."—Seth Estrin, Assistant Professor of Art History, University of Chicago Visual culture was an essential part of ancient social, religious, and political life. Appearance and experience of beings and things was of paramount importance. In Visual Power in Ancient Greece and Rome, Tonio Hölscher explores the fundamental phenomena of Greek and Roman visual culture and their enormous impact on the ancient world, considering memory over time, personal appearance, conceptualization and representation of reality, and significant decoration as fundamental categories of art as well as of social practice. With an emphasis on public spaces such as sanctuaries, agora and forum, Hölscher investigates the ways in which these spaces were used, viewed, and experienced in religious rituals, political manifestations, and social interaction.


426 pp. 7 x 10 Illus: 162 b/w images, 36 b/w maps

 

Gebunden:
UVP *US$ 49.95 / *GBP 40.00
ISBN 9780520294936

Erscheinungsdatum: Juni 2018

Zu beziehen über:
https://www.ucpress.edu/book/9780520294936/visual-power-in-ancient-greece-and-rome


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Nikolaus Dietrich, DAS ATTRIBUT ALS PROBLEM. Eine bildwissenschaftliche Untersuchung zur griechischen Kunst

Als scheinbar unverfänglicher terminus technicus ist der Begriff des Attributs in den Bildwissenschaften bisher theoretisch unterschätzt. Ziel dieses Buches ist es, grundsätzliche Problematiken in griechischen Bildern aufzuzeigen, welche sich am Attribut kristallisieren und mit denen die Bilder (und ihre modernen Interpreten) in immer neuen Strategien einen Umgang finden mussten: die Zeit(lichkeit)en im Bild und die Frage nach der Identität. Die Untersuchung ist nicht auf eine einzige Denkmälergattung beschränkt, sondern greift in gezielten, nahsichtigen Fallstudien auf unterschiedliche Bildmedien zu, mit einem Schwerpunkt auf der attischen Vasenmalerei und der Rund- und Bauplastik. Der Untersuchungszeitraum ist auf das 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. fokussiert, mit einzelnen Rückbezügen auf frühgriechische und Ausblicken auf hellenstisch-römische Bilder. Auf Fragen des diachronen Wandels liegt ein besonderes Augenmerk. Bezogen auf ein im bildwissenschaftlichen Diskurs marginalisiertes Bildelement, wirft die Untersuchung grundlegende Fragen der Geschichte der Bilder und der Methode ihrer Interpretation auf, und wendet sich damit über die Klassische Archäologie hinaus auch an die Kunstgeschichte.

 

Image & Context 17
XIII, 384 Seiten , 190 Abbildungen (sw)

 

Gebunden:

Ladenpreis *€ [D] 99.95
UVP *US$ 114.99 / *GBP 91.00
ISBN 978-3-11-049100-5

eBook:

Ladenpreis *€ [D] 99.95
UVP *US$ 114.99 / *GBP 91.00
PDF ISBN 978-3-11-049730-4
EPUB ISBN 978-3-11-049511-9

Erscheinungsdatum: Mai 2018

Zu beziehen über:
https://www.degruyter.com/view/product/475872


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Nikolaus Dietrich, Michael Squire (Hrsg.), ORNAMENT AND FIGURE IN GRAECO-ROMAN ART. Rethinking Visual Ontologies in Classical Antiquity

How does ‘decoration’ work? What are the relations between ‘figurative’ and‘ornamental’ modes? And how do such modern western distinctions relate to other critical traditions? While these questions have been much debated among art historians, our book offers an ancient visual cultural perspective. On the one hand, we argue, Greek and Roman materials have proved instrumental in shaping modern assumptions. On the other hand, those ideologies are fundamentally removed from ancient ideas: an ancient perspective can therefore shed light on larger aesthetic debates about what images are – or indeed what they should be. This anthology of specially commissioned essays explores a variety of case studies (both literary and art historical alike): it discusses materials from across the ancient Mediterranean, and from Geometric art all the way through to late antiquity; the book also tackles questions of ‘figure’ and ‘ornament’ in relation to different media – including painting, free-standing statues, relief sculpture, mosaics and architecture. A particular feature of the volume lies in bringing together different national academic traditions, building a bridge between formalist approaches and broader cultural historical perspectives.

 

XII, 422 Seiten, 130 Abbildungen (sw),
35 Abbildungen (Farbe)

 

Gebunden:

UVP *€ [D] 119.95 / *US$ 137.99 / *GBP 109.00
ISBN 978-3-11-046015-5

eBook:

UVP *€ [D] 119.95 / *US$ 137.99 / *GBP 109.00
PDF ISBN 978-3-11-046957-8
EPUB ISBN 978-3-11-046883-0

 

Erscheinungsdatum: März 2018

Zu beziehen über:
https://www.degruyter.com/view/product/466793


Lohmanncover

Polly Lohmann, GRAFFITI ALS INTERAKTIONSFORM: Geritzte Inschriften in den Wohnhäusern Pompejis.

Aus Pompeji stammen mehrere tausend informeller Wandinschriften, die bei den Ausgrabungen zwar dokumentiert, aber nur sehr selektiv untersucht wurden. Für die damals neuartige Inschriftengattung prägte man im 19. Jahrhundert den Begriff "Graffiti", der heute für eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Schrift und Textformen verwendet wird. Assoziationen zu modernen Graffiti-Writings und Taggings werden dabei häufig leichtfertig auf antike Graffiti übertragen. Dabei stammt ein Großteil der pompejanischen Ritzinschriften aus den Innenräumen von Wohnhäusern und wirft damit die Frage nach ihrer Akzeptanz und Wahrnehmung auf. Polly Lohmann nähert sich den antiken Graffiti im Vergleich mit ihren modernen Namenspendants einerseits, mit anderen antiken Inschriften, Texten und Bildern andererseits. Fallstudien stellen einzelne Wohnhäuser mit ihren Graffiti vor, und in kontextübergreifenden Vergleichen werden Bezüge zu anderen Text- und Bildgattungen des urbanen Raums aufgezeigt. Sie machen deutlich, dass die pompejanischen Graffiti vielfach von dem geprägt waren, was man im Alltag sah und erlebte.

 

Materiale Textkulturen 16
X, 486 Seiten, 129 Abbildungen (sw),
56 Abbildungen (Farbe), 5 Tabelle (sw)

Gebunden:

Ladenpreis *€ [D] 119.95
UVP *US$ 137.99/ *GBP 108.99
ISBN 978-3-11-057036-6

eBook:
PDF ISBN 978-3-11-057428-9
EPUB ISBN 978-3-11-057435-7

 

Erscheinungsdatum: Dezember 2017

Zu beziehen über:
https://www.degruyter.com/view/product/488442

 

 

 

 


Objekte Geschichte Cover



Objekte erzählen Geschichte(n). 150 Jahre Institut für Klassische Archäologie,
Begleitband zu einer Ausstellung im Universitätsmuseum Heidelberg, 26. Oktober 2016 bis 18. April 2017


Herausgegeben von Nicolas Zenzen

Der Katalog behandelt die Geschichte der Klassischen Archäologie in Heidelberg. Diese wurde von Personen gestaltet, durch die historischen Rahmenbedingungen maßgeblich geprägt und spielte sich an mehreren Orten innerhalb der Stadt ab. All dies kommt hier zur Sprache. Im Vordergrund stehen aber Objekte aus den Sammlungen des Instituts für Klassische Archäologie. Schließlich machen diese die bis heute ungebrochene Faszination des Fachs aus. Doch wissen sie eben nicht nur vom Leben in der Antike zu berichten, sondern auch von den Umständen ihrer Erwerbung, von der Geschichte ihrer Erforschung und von ihrem Missbrauch zu propagandistischen Zwecken. In 17 Episoden lassen sie so die Entwicklung des Instituts für Klassische Archäologie im Lauf der vergangenen 150 Jahre plastisch werden. Die ausführlichen Katalogtexte wurden weitgehend von Studierenden des Instituts verfasst.
Ergänzt werden sie durch sechs Aufsätze von Doktoranden und Mitarbeitern des Instituts, die ausgewählte Aspekte der Institutsgeschichte in diachroner Perspektive betrachten.

Die Autoren:

Sarah Cappel Franziska Nober
Gina Frenz Patricia Petersen
Franziska Fritzsche Anaïs Recken
David Hack Dr. Caroline Rödel-Braune
Sarah Herzog Agnes Röger
Victoria Klein Ourania Stratouli
Katharina Kroll Ellen Suchezky
Miriam Mann Nicolas Zenzen
Rebecca Mann Ramona Ziesmer
Verena Müller  

© 2016 Universität Heidelberg
Zentrum für Altertumswissenschaften
Institut für Klassische Archäologie

ISBN: 978-3-00-054315-9

Preis:  29€
(Versandkosten 5,- €, international 9 €)

zu beziehen über:

Institut für Klassische Archäologie
Marstallhof 4
69117 Heidelberg
Tel. +49 (0) 6221 542512
Fax. +49 (0) 6221 543385

klassische.archaeologie@zaw.uni-heidelberg.de

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 19.11.2018
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