Mon texte à moi

Studierende und Lehrende der Klassischen und Modernen Literaturwissenschaft präsentieren hier Texte, die ihnen besonders am Herzen liegen.

 

Giovanni Pascoli
Aus Myricae (1891)

 

Arano

Al campo, dove roggio nel filare
qualche pampano brilla, e dalle fratte
sembra la nebbia mattinal fumare,

arano: a lente grida, uno le lente
vacche spinge; altri semina; un ribatte
le porche con sua marra pazïente;

chè il passero saputo in cor già gode,
e il tutto spia dai rami irti del moro;
e il pettirosso: nelle siepi s’ode
il suo sottil tintinno come d’oro.

 

Sie pflügen

Im Feld, wo braun das Blätterwerk des einen
zum andern Strauch hinglüht, und aus den Hecken
die Morgennebel aufzudampfen scheinen,

da pflügen sie. Der hier verfolgt das starke
Gespann mit trägem Schrei, der sät, es decken
die das Gefurchte fleißig mit der Harke.

Hat doch der schlaue Spatz schon sein Vergnügen
herunterlugend aus dem Maulbeerbaume!
Und die Rotkehlchen gar... Du meinst, sie schlügen
wie Gold so dünn – dünn längs dem Ackerssaume.

(Übersetzung von Benno Geiger)

 

 

 

 

 

 

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Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 25.11.2019
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