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Studienführer und Studienplan der Islamwissenschaft in Heidelberg (Magisterstudiengang)

I. Gegenstand des Studiums

Islamwissenschaft ist diejenige kulturwissenschaftliche Disziplin, die sich auf der Basis der Kenntnis der Sprachen des islamischen Kulturraumes mit der Erforschung der islamischen Welt vom Auftreten Muhammads bis heute befaßt. Da der Islam im arabischen Sprachraum entstanden ist, stellt das Hocharabische seither die primäre Sprache der islamischen Bildung dar. Seine Bedeutung für die islamische Kultur läßt sich mit der des Latein im abendländischen Mittelalter vergleichen.

Sehr bald jedoch griff der Islam über den arabischen Sprachraum hinaus auf Völkerschaften nicht-semitischer Zunge über, die wichtige Beiträge zur Ausbildung der islamischen Gemeinschaftskultur lieferten, darunter Iraner und Türken. Heute umfaßt die islamische Welt Regionen Europas, Asiens und Afrikas von der Atlantikküste bis zu den Philippinen und von den Gestaden Ostafrikas bis zu den Strömen Sibiriens. Dabei umschließt der arabische sowie iranisch-türkische Sprachraum die historischen Kernländer des Islams wie die Arabische Halbinsel, Syrien, das Zweistromland, Ägypten, Iran mit Afghanistan sowie Anatolien, die Wiege des Osmanischen Reiches. Hier, im Osmanischen Reich, waren neben dem Osmanisch-Türkischen, Persischen und Arabischen auch verschiedene Sprachen (und Alphabete) nichtmuslimischer Bevölkerungsgruppen weit verbreitet, darunter das Slawische, Griechische und Armenische.

In thematischer Hinsicht befaßt sich die Islamwissenschaft mit einem breiten Spektrum von Methoden und Inhalten, wie sich dies aus der Beschäftigung mit Geschichte, Religionen, Sprachen, Literaturen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht, Philosophie, Kunst, Archäologie und Historischer Landeskunde der islamischen Welt ergibt. All die erwähnten geographischen und thematischen Bereiche jedoch gleichrangig zu pflegen, ist an keiner Universität möglich. Eine geographische und inhaltliche Schwerpunktbildung in Forschung und Lehre ist daher unerläßlich. An der Universität Heidelberg sind dies ein arabistischer und ein osmanistischer Studienschwerpunkt.

1. Der arabistische Schwerpunkt widmet sich im Rahmen der Beschäftigung mit islamischer Kulturgeschichte besonders der Erforschung der arabischen Sprache, des arabischen Schrifttums sowie der Literatur- und Kulturgeschichte der arabischen Welt ab dem 7. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Er basiert auf dem Studium der klassischen wie der modernen arabischen Sprache und der Beschäftigung mit Texten und Quellen, wobei selbstverständlich die vorislamische Periode der arabischen Geschichte miteinbezogen ist.

2. Der osmanistische Schwerpunkt umfaßt die Geschichte und Kultur des Osmanischen Reiches und angrenzender Gebiete in Südosteuropa, Kaukasien und Iran. Im Mittelpunkt stehen besonders die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der sogenannten "nachklassischen" Jahrhunderte (ab ca. 1600), die Urkundenlehre (Diplomatik) und die Schriftenkunde (Paläographie) sowie die Geistesgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Für den osmanistischen Schwerpunkt ist die Erlernung des Türkischen in seiner moderenen und klassischen Sprachstufe (Osmanisch) Grundlage.

Islamwissenschaft I und II (s. u.) unterscheiden sich nicht inhaltlich nach arabistischem oder osmanistischem Schwerpunkt.

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II. Studienanforderungen und Studienvoraussetzungen

Das Studium der Islamwissenschaft setzt ein breites Interesse an Geschichte, Literatur und Gesellschaft des islamischen Kulturraums voraus. Es verlangt die Fähigkeit und Ausdauer des oder der Studierenden, sich in vergleichsweise kurzer Zeit in mindestens eine der klassischen islamischen Literatursprachen Arabisch, Persisch und Türkisch einzuarbeiten, die untereinander nicht verwandt und in der Regel von der Schule her auch nicht bekannt sind. Der Arbeitsaufwand, den jeder Studierende hierfür im Unterricht zu erbringen hat, ist groß und vergrößert sich noch durch die Notwendigkeit zu intensiver und kontinuierlicher Vorbereitung auf den Unterricht. Darüber hinaus wird die Kenntnis des Englischen und Französischen vorausgesetzt, da diese Sprachen zur Benutzung der Fachliteratur unumgänglich sind. Für die Bearbeitung bestimmter Themen mögen darüber hinaus Kenntnisse im Griechischen, Italienischen oder einer slawischen Sprache von Vorteil sein.

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III. Studiengänge

In Heidelberg bestehen drei Möglichkeiten, Islamwissenschaft zu studieren:
1. Als Hauptfach Islamwissenschaft I mit zwei Nebenfächern (z. B. Politologie und Slawistik) bzw. einem weiteren Hauptfach (z. B. Geschichte), wobei zwei der drei islamischen Kultursprachen (Arabisch/Persisch/Türkisch) erlernt werden müssen;
2. Als Nebenfach Islamwissenschaft I mit einem weiteren Nebenfach und einem Hauptfach, wobei von den drei o. g. Sprachen eine (Arabisch oder Türkisch, nicht Persisch) erlernt werden muß;
3. Als Hauptfach Islamwissenschaft I kombiniert mit dem Nebenfach Islamwissenschaft II und einem weiteren Nebenfach (z. B. Soziologie). Das Nebenfach Islamwissenschaft II kann nur in Verbindung mit dem Hauptfach Islamwissenschaft I studiert werden, wobei in diesem Fall alle drei islamischen Kultursprachen erlernt werden müssen.

(1) Hauptfach Islamwissenschaft I

Das Studium im Hauptfach Islamwissenschaft I gliedert sich in das Grundstudium vor der Zwischenprüfung, vor der bis zum Ende des 2. Semesters eine Orientierungsprüfung abzulegen ist. Die Zwischenprüfung wird grundsätzlich nach dem 4. Semester abgelegt. Als zweiter Studienabschnitt folgt das Studium nach der Zwischenprüfung (Hauptstudium); das 9. Semester der Regelstudienzeit ist als Prüfungszeitraum vorgesehen. Allerdings werden Studienzeiten bis zu zwei Semestern, in denen die für die Islamwissenschaft erforderlichen speziellen Sprachkenntnisse erworben werden (Latein oder eine andere von der Fakultät ersatzweise zugelassene klassische Sprache), nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet (s. § 5, Abs. 1 u. 4 der Allgemeinen Magisterprüfungsordnung).

Im Grundstudium steht die wissenschaftliche Aneignung der Sprachen im Vordergrund. Daneben soll sich der oder die Studierende ein Grundwissen im umfangreichen Stoff des Faches erwerben und sich in das wissenschaftliche Arbeiten einführen lassen.

Das Grundstudium umfaßt im Hauptfach pro Semester mindestens acht Semesterwochenstunden.

Im Verlauf des Grundstudiums muß der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Sprachkurs Arabisch I bis III oder Türkisch I bis III erbracht werden, ebenso der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an mindestens einer Vorlesung mit Abschlußprüfung und einem Proseminar "Einführung in die Islamwissenschaft" (mit Referat, Klausur und Hausarbeit). Die bis zum Ende des 2. Semesters abzulegende Orientierungsprüfung findet studienbegleitend statt und besteht im Haupt- wie im Nebenfach Islamwissenschaft I aus der erfolgreichen Teilnahme am o.g. Proseminar. Diese Nachweise sind Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischenprüfung.

Mit dem weiteren Spracherwerb über das Arabische bzw. Türkische hinaus ist frühestmöglich zu beginnen. Das Grundstudium wird mit der obligatorischen Zwischenprüfung im Rahmen eines Lektürekurses Arabisch IV bzw. Türkisch IV abgeschlossen. Die Einzelheiten regelt die Zwischenprüfungsordnung.

Im Hauptstudium werden die Sprach- und Sachkenntnisse, die im Grundstudium erworben wurden, durch den Besuch weiterführender Lehrveranstaltungen vertieft und erweitert.

Dem Selbststudium kommt in dieser Phase erhöhte Bedeutung zu. Angeboten wird eine möglichst breite Palette an Vorlesungen, Hauptseminaren und Übungen, aus der der oder die Studierende auswählen und Schwerpunkte im Sinne der o.g. Studienschwerpunkte bilden soll. Die Scheine, die für die Zulassung zur Magisterprüfung erforderlich sind, werden in der Regel über die erfolgreiche Teilnahme an drei Hauptseminaren (mit Referat und Hausarbeit bzw. vergleichbaren Leistungen) erworben. Jedoch ist auch der in den Vorlesungen gelehrte Stoff prüfungsrelevant.

Hauptfachstudenten oder Hauptfachstudentinnen im Fach Islamwissenschaft haben im Laufe des Hauptstudiums einen "Sprachschein" in einer weiteren klassischen Islamsprache (Arabisch, Persisch oder Türkisch) zu erwerben.

Die Sprachscheine erhält man durch die erfolgreiche Teilnahme an der benoteten Abschlußklausur des Lektürekurses der jeweiligen Sprachkurse (z.B. nach Persisch IV). Bei Nichtbestehen kann diese Klausur in den folgenden Semestern wiederholt werden.

Für die Zulassung zur Magisterprüfung sind folgende Nachweise zu erbringen:
1. bestandene Zwischenprüfung;
2. die erfolgreiche Teilnahme an drei Hauptseminaren
3. ein "Sprachschein" in einer der drei klassischen Islamsprachen, wobei diese nicht mit der vor der Zwischenprüfung gewählten Sprache identisch sein darf.

Die Einzelheiten der Prüfungsanforderungen regelt die Magisterprüfungsordnung.

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(2) Nebenfach Islamwissenschaft II

Das Studium im Nebenfach Islamwissenschaft I gliedert sich in das Grundstudium vor der Zwischenprüfung, vor der bis zum Ende des 2. Semesters eine Orientierungsprüfung abzulegen ist, falls diese nicht im anderen Nebenfach abgelegt wird. Die Zwischenprüfung wird grundsätzlich nach dem 4. Semester abgelegt. Als zweiter Studienabschnitt folgt das Studium nach der Zwischenprüfung (Hauptstudium); das 9. Semester der Regelstudienzeit ist als Prüfungszeitraum vorgesehen. Allerdings werden Studienzeiten bis zu zwei Semestern, in denen die für die Islamwissenschaft erforderlichen speziellen Sprachkenntnisse erworben werden (Latein oder eine andere von der Fakultät ersatzweise zugelassene klassische Sprache), nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet (s. § 5, Abs. 1 u. 4 der Allgemeinen Magisterprüfungsordnung).

Im Grundstudium steht die wissenschaftliche Aneignung der Sprachen im Vordergrund. Daneben soll sich der oder die Studierende ein Grundwissen im umfangreichen Stoff des Faches erwerben und sich in das wissenschaftliche Arbeiten einführen lassen.

Das Grundstudium umfaßt pro Semester mindestens fünf Semesterwochenstunden.

Im Verlauf des Grundstudiums muß der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Sprachkurs Arabisch I bis III oder Türkisch I bis III erbracht werden, ebenso der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an mindestens einem Proseminar "Einführung in die Islamwissenschaft" (mit Referat, Klausur und Hausarbeit). Die bis zum Ende des 2. Semesters abzulegende Orientierungsprüfung findet studienbegleitend statt und besteht im Haupt- wie im Nebenfach Islamwissenschaft I aus der erfolgreichen Teilnahme am o.g. Proseminar. Diese Nachweise sind Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischenprüfung.

Das Grundstudium wird mit der obligatorischen Zwischenprüfung im Rahmen eines Lektürekurses Arabisch IV bzw. Türkisch IV abgeschlossen. Die Einzelheiten regelt die Zwischenprüfungsordnung.

Im Hauptstudium werden die Sprach- und Sachkenntnisse, die im Grundstudium erworben wurden, durch den Besuch weiterführender Lehrveranstaltungen vertieft und erweitert.

Dem Selbststudium kommt in dieser Phase erhöhte Bedeutung zu. Angeboten wird eine möglichst breite Palette an Vorlesungen, Hauptseminaren und Übungen, aus der der oder die Studierende auswählen und Schwerpunkte im Sinne der o.g. Studienschwerpunkte bilden soll. Die Scheine, die für die Zulassung zur Magisterprüfung erforderlich sind, werden in der Regel über die erfolgreiche Teilnahme an zwei Hauptseminaren (mit Referat und Hausarbeit bzw. vergleichbaren Leistungen) erworben. Jedoch ist auch der in den Vorlesungen gelehrte Stoff prüfungsrelevant.

Für die Zulassung zur Magisterprüfung sind folgende Nachweise zu erbringen:
1. bestandene Zwischenprüfung;
2. die erfolgreiche Teilnahme an zwei Hauptseminaren.

Die Einzelheiten der Prüfungsanforderungen regelt die Magisterprüfungsordnung.

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(3) Hauptfach Islamwissenschaft I kombiniert mit dem Nebenfach Islamwissenschaft II

Diese Kombination empfiehlt sich besonders für diejenigen Studierenden, die eine akademische Laufbahn der Fachrichtung Islamwissenschaft anstreben. Das Nebenfach Islamwissenschaft II existiert nur in dieser Kombination; es kann also nicht selbstständig studiert werden.

Das Studium in der Kombination Hauptfach Islamwissenschaft I und Nebenfach Islamwissenschaft II gliedert sich in das Grundstudium vor der Zwischenprüfung, vor der bis zum Ende des 2. Semesters eine Orientierungsprüfung abzulegen ist, falls diese nicht im anderen Nebenfach abgelegt wird. Die Zwischenprüfung wird grundsätzlich nach dem 4. Semester abgelegt. Als zweiter Studienabschnitt folgt das Studium nach der Zwischenprüfung (Hauptstudium); das 9. Semester der Regelstudienzeit ist als Prüfungszeitraum vorgesehen. Allerdings werden Studienzeiten bis zu zwei Semestern, in denen die für die Islamwissenschaft erforderlichen speziellen Sprachkenntnisse erworben werden (Latein oder eine andere von der Fakultät ersatzweise zugelassene klassische Sprache), nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet (s. § 5, Abs. 1 u. 4 der Allgemeinen Magisterprüfungsordnung).

Im Grundstudium steht die wissenschaftliche Aneignung der Sprachen im Vordergrund. Daneben soll sich der oder die Studierende ein Grundwissen im umfangreichen Stoff des Faches erwerben und sich in das wissenschaftliche Arbeiten einführen lassen.

Die Anforderungen im Hauptfach Islamwissenschaft I wurden bereits oben genannt.

Die aus der Kombination mit dem Nebenfach Islamwissenschaft II resultierenden Anforderungen belaufen sich auf mindestens fünf Semesterwochenstunden.

Im Verlauf des Grundstudiums muß im Nebenfach Islamwissenschaft II der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Sprachkurs I bis III in einer zweiten klassischen islamischen Kultursprache erbracht werden, ebenso der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Proseminar (mit Referat, Klausur und Hausarbeit bzw. vergleichbaren Leistungen). Die Orientierungsprüfung findet studienbegleitend statt und besteht aus der erfolgreichen Teilnahme an der Lehrveranstaltung "Arabisch I", "Türkisch I" oder "Neupersisch I". Diese Nachweise sind Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischenprüfung.

Das Grundstudium wird mit der obligatorischen Zwischenprüfung abgeschlossen. Die Einzelheiten regelt die Zwischenprüfungsordnung.

Im Hauptstudium werden die Sprach- und Sachkenntnisse, die im Grundstudium erworben wurden, durch den Besuch weiterführender Lehrveranstaltungen vertieft und erweitert.

Dem Selbststudium kommt in dieser Phase erhöhte Bedeutung zu. Angeboten wird eine möglichst breite Palette an Vorlesungen, Hauptseminaren und Übungen, aus der der oder die Studierende auswählen und Schwerpunkte im Sinne der o.g. Studienschwerpunkte bilden soll. Die Scheine, die für die Zulassung zur Magisterprüfung erforderlich sind, wird in der Regel über die erfolgreiche Teilnahme an einem Hauptseminar (mit Referat und Hausarbeit bzw. vergleichbaren Leistungen) erworben. Jedoch ist auch der in den Vorlesungen gelehrte Stoff prüfungsrelevant.

Für die Zulassung zur Magisterprüfung sind folgende Nachweise zu erbringen:
1. bestandene Zwischenprüfung;
2. die erfolgreiche Teilnahme an einem Hauptseminar.

Die Einzelheiten der Prüfungsanforderungen regelt die Magisterprüfungsordnung.

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IV. Studienabschlüsse und Studienkombinationen

Das Studium der Islamwissenschaft I kann durch die zum akademischen Grad eines Magister Artium - M. A. - führende Magisterprüfung oder durch die Promotion zum Dr. phil. abgeschlossen werden. Die jeweiligen Prüfungen sind durch die "Ordnung für die Magisterprüfung", bzw. die "Promotionsordnung" der Philosophischen Fakultät geregelt.

Zu einem Magisterstudiengang gehören entweder zwei Hauptfächer oder ein Hauptfach und zwei Nebenfächer. Eine Promotion ist sowohl mit zwei Hauptfächern als auch mit einem Hauptfach und zwei Nebenfächern möglich. Die Verbindung von Islamwissenschaft I und Islamwissenschaft II als Haupt- und Nebenfach ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der oder die Studierende eine akademische Laufbahn erwägt. Werden das Hauptfach Islamwissenschaft I und das Nebenfach Islamwissenschaft II gewählt, müssen alle drei Sprachen (Arabisch, Persisch, Türkisch) erlernt werden. Grundsätzlich sollte der oder die Studierende bei der Fächerkombination sein künftiges Berufsziel im Auge behalten, wenigstens ein nichtorientalistisches Fach hinzunehmen und die Häufung allzuvieler Sprachen vermeiden, wenn er oder sie nicht außergewöhnlich sprachbegabt ist.

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V. Allgemeine Hinweise

Ein Studienbeginn ist zum Winter- wie zum Sommersemester möglich. Doch ist ein Beginn im Wintersemester vorzuziehen, da die Kurse in den beiden Hauptsprachen Arabisch bzw. Türkisch in der Regel im Wintersemester beginnen. Der Persischkurs dagegen beginnt im allgemeinen im Sommersemester. Für Studienanfänger bestehen keine Zulassungsbeschränkungen.

Die Anmeldung zu Übungen und Seminaren erfolgt beim Veranstalter.

Die Seminarbibliothek ist eine Präsenzbibliothek; es kann also grundsätzlich nicht ausgeliehen werden. Einzelheiten der Benutzung sind der Benutzungsordnung zu entnehmen.

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VI. Tätigkeitsfelder und Berufschancen

Ein einheitliches Berufsbild des Islamwissenschaftlers existiert nicht, ebensowenig eine festliegende Berufslaufbahn. Mögliche Tätigkeitsfelder, die bei der Fächerkombination berücksichtigt werden sollten, sind: Wirtschaft, Medien, diplomatischer Dienst, internationale Organisationen, Sprachendienst, Dokumentation, Bibliothekswesen, Kulturinstitute im Ausland, Universitäten sowie außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen.

Das Fach Islamwissenschaft hat im wesentlichen zu folgenden Fächern inhaltliche Beziehungen: Semitistik, Iranistik, Geschichte (alte, mittelalterliche, neuere), Osteuropäische Geschichte, Geschichte Südasiens, Historische Hilfswissenschaften, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Europäische Literaturwissenschaften, Vergleichende Religionswissenschaft, Ethnologie, Politische Wissenschaft, Kunstgeschichte, Judaistik, Rechtswissenschaft, Kunstgeschichte, Klassische Philologie und Archäologie.

Verantwortlich: Webmaster
Letzte Änderung: 01.11.2012