Bereichsbild

Studium, Praktikum, Beruf

Sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengang „Islamwissenschaft“ sind vor allem im allgemeinen Sinne bildende Studiengänge. An ihrem Ende steht kein festes Berufsbild mit eindeutig definierten Qualifikationen.

Vielmehr erwirbt man im BA-Studium grundlegende und im MA-Studium bereits spezialisierte Kenntnisse im Bereich von Kulturen, Sprachen und Geschichte des islamisch geprägten Vorderen Orients sowie Fertigkeiten der Recherche, Analyse, Problemlösung und Präsentation. Die Studiengänge zielen in erster Linie auf akademische Qualifikation und selbständiges wissenschaftliches Arbeiten, etwa im Rahmen einer Promotion.

Mit Blick auf Tätigkeitsfelder im außerakademischen Bereich ist daher eine sinnvolle und zielgerichtete Studienplanung wichtig. Man sollte sich also eigene Schwerpunkte innerhalb des Faches (z. B. erlernte Sprachen, bestimmte Themenfelder usw.) erarbeiten und sich durch Aktivitäten auch außerhalb des engeren Studienprogramms (Praktika, Auslandsaufenthalte etc.) entsprechende praxisorientierte Fähigkeiten aneignen.

Vor allem in der Bachelorphase ist auch die auf die späteren Berufs- und Karriereziele hin orientierte Wahl des Zweitfaches von großer Wichtigkeit. Jedoch vermittelt erst das auf dem BA-Studium aufbauende MA-Studium Kenntnisse und Fähigkeiten, die höher qualifizierte Arbeits- und Karrierefelder auch im außerakademischen Bereich eröffnen.

Absolventinnen und Absolventen des BA finden vor allem im Bereich „ausführender Tätigkeiten“ etwa in befristeten Projekten Anstellungen, während nach dem MA in den jeweiligen Berufsfeldern leitende und gestaltende Positionen in fachnaher Tätigkeit erreichbar sind. Umso mehr gilt dies natürlich für die Promotion, die einen MA-Abschluss voraussetzt. Im Öffentlichen Dienst wird die Unterscheidung zwischen BA und MA am deutlichsten, denn hier ermöglicht ein Bachelorabschluss nur den Eintritt in den „gehobenen“, ein Masterabschluss jedoch in den „höheren Dienst“, nicht zuletzt auch im Bereich der Sicherheitsbehörden.

Typische außerakademische, aber fachnahe Berufsfelder für Islamwissenschaftlerinnen und Islamwissenschaftler sind:

mit Bachelor-Abschluss:

  • Öffentlicher Dienst, gehobener Dienst
  • Sicherheitsbehörden, gehobener Dienst
  • Tourismus
  • Sprachlehre (Volkshochschulen, private Sprachschulen usw.)
  • Erwachsenenbildung im In- und Ausland (ausführende Tätigkeiten)
  • Interkulturelle Kooperation und Kommunikationen (v. a. in befristeten Projekten)
  • Integrationsarbeit, z. B. auf Kommunal- und Landesebene (ausführende Tätigkeiten)
  • Kulturelle Institutionen (wie z. B. Museen), vor allem ausführende Tätigkeiten z. B. im Depot
     

mit Master-Abschluss und Promotion:

  • Medienberufe (z. B. Journalismus, Auslandskorrespondenzen usw.)
  • Nichtregierungsorganisationen, humanitäre Organisationen
  • Internationale Zusammenarbeit (z. B. GIZ u. a.)
  • Außenhandel (z.B. internationale Handelskammern, international operierende Unternehmen)
  • Politik- und Wirtschaftsberatung (z. B. sog. Think Tanks, Stiftungen usw.)
  • Sicherheitsbehörden, höherer Dienst (z. B. Landes- und Bundeskriminalämter, Verfassungsschutz, Bundespolizei usw.)
  • Internationale und supranationale Organisationen (z. B. EU, UNO, UNESCO, NATO usw.)
  • Öffentlicher Dienst, höherer Dienst (Kommunalverwaltungen, Landesministerien, Bundesämter und -ministerien usw.)
  • Kulturelle Institutionen (z. B. Museen), gehobene Tätigkeiten wie z. B. Kurator/-in
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Letzte Änderung: 01.08.2018
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