Katharina Worms

Katharina Worms

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Akademischer Werdegang

10/2007–03/2014

Studium der Klassischen Philologie, Germanistik und Bildungswissenschaften an der Universität Trier

03/2014

Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Latein und Deutsch

seit 02/2015

Promotionsprojekt an der Universität Trier, Arbeitstitel „Hypertext der Frühen Neuzeit: Lohensteins Anmerkungen zu seinen Römischen und Afrikanischen Trauerspielen“, Betreuer Prof. Dr. Ulrich Port / Prof. Dr. Stephan Busch

04–09/2015

Kurzzeitstipendium der Universität Trier zum Einstieg in die Promotion

08/2015

Erstes Staatsexamen (Erweiterungsprüfung) für das Lehramt an Gymnasien im Fach Griechisch

10/2015

Teilnahme an der interdisziplinären Herbstschule "Distanz und/oder Close-up: Visualität, Gemeinschaft und Affekt in Geschichtsdarstellungen", JGU Mainz

07/2016

Teilnahme am 21. Weltkongress der International Comparative Literature Association, Universität Wien

seit 07/2016

Akademische Mitarbeiterin (50%) am Frontier-Projekt „Epische   Versdichtungen im deutschen Kulturraum des 17. Jahrhunderts“ bei Prof. Dr. Dirk Werle, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Publikationen

Geschichtsdarstellung und politischer Affekt in Lohensteins Cleopatra und Sophonisbe, (wird erscheinen) in: Karin Peters/Julia Brühne/Lisa Zeller (Hgg.): Distance and/or Close-up: Visuality, Community, and Affect in Representations of History, Beiheft von PhiN - Philologie im Netz 2017. Im Erscheinen.

Verstärkung und Auslöschung. Lohensteins Anmerkungen – ein Interferenzphänomen?, in: Sebastian Donat, Martin Fritz, Monika Raič und Martin Sexl (Hrsg.): Interferenzen – Dimensionen und Phänomene der Überlagerung in Literatur und Theorie. Innsbruck University Press (Reihe: Comparanda). In Vorbereitung für 2017.

Rezeption von Texten des 17. Jahrhunderts im 18. Daniel Wilhelm Trillers editorische Aneignung der "Trostgedichte" von Martin Opitz (1746), in: Zeitschrift für Germanistik NF 28 (2018), H. 1. Im Erscheinen.

 

Kurzexposé

Thema: "Hypertext der Frühen Neuzeit: Lohensteins Anmerkungen zu seinen Römischen  und Afrikanischen Trauerspielen"

 

Die Trauerspiele des deutschen Dichters Daniel Casper von Lohenstein (1635-1683) inszenieren römische Geschichte auf der textuellen Basis von antiker Historiographie (z.B. Tacitus, Livius, Plutarch). Die Rezeption der antiken, vorwiegend lateinischen Texte durch Lohenstein ist zu einem Großteil in den vom Autor selbst verfassten enzyklopädischen Anmerkungsapparaten nachvollziehbar. Die Anmerkungen sind besonders interessant, weil sie Wissensbestände von der Antike über das Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit konservieren. Dabei treten durchaus konkurrierende Traditionskonzepte nebeneinander.

Das beschriebene Dissertationsprojekt macht sich zur Aufgabe, einerseits der außergewöhnlichen Textstruktur der Anmerkungen nachzugehen, die als Frühform eines Hypertextes betrachtet werden kann. Andererseits soll die Funktion der Anmerkungen untersucht werden, d.h. welche Bedeutung ihnen – auf der Ebene des Haupttextes – für die Gesamtinterpretation der Trauerspiele zukommt und inwieweit sie – auf der Paratext-Ebene – als kulturelles Gedächtnis fungieren. Zu fragen ist, warum manche Texte in den Anmerkungsapparaten erinnert und bewahrt werden, andere dagegen keine Erwähnung finden.

Methodisch wird das Projekt, das an der Schnittstelle zwischen Neuerer deutscher Literaturwissenschaft und Lateinischer Philologie angesiedelt ist, den Ansatz verfolgen, philologisch-interpretierendes und statistisches Vorgehen zu kombinieren. Die Interpretation der Anmerkungen wird durch eine quantitativ-statistische Untersuchung der zitierten Autoren und Texte gestützt.

 

 

Seitenbearbeiterin Iris Hoffman: E-Mail
Letzte Änderung: 14.06.2017
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