Promotion

Promotionsordnung

Gültig für Promotionen an der Neuphilologischen Fakultät ist die Promotionsordnung der Universität Heidelberg für die Philosophische Fakultät und die Neuphilologische Fakultät vom 2. November 2015.

Sie enthält für die Studienfächer der Neuphilologischen Fakultät keine fachspezifischen Regelungen. Es ist deshalb ratsam, sich frühzeitig von dem Betreuer oder der Betreuerin einschlägige Informationen über die fachspezifischen Besonderheiten geben zu lassen.

Die Promotionsordnung ist im Internet einzusehen. Eine englische Version der Promotionsordnung finden Sie hier.

Promotionsberechtigte

Als Prüfer können nur Professoren, Hochschul- und Privatdozenten bestellt werden.

Den Professoren stehen nach dem Eintritt in den Ruhestand die mit der Lehrbefugnis verbundenen Rechte zur Beteiligung an Prüfungsverfahren zu.

Promotionsfächer

Deutsche Philologie, Englische Philologie, Romanische Philologie (Französisch, Spanisch, Italienisch, sonstige), Slavische Philologie, American Studies (Literatur-, Sprach-, Kulturwissenschaft), Deutsch als Fremdsprachenphilologie, Deutsch als Zweitsprache, Germanistik im Kulturvergleich, Computerlinguistik, Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft.

Zulassungsvoraussetzungen

Die Zulassung zur Promotion setzt in der Regel den erfolgreichen Abschluss eines Studiengangs an einer Universität voraus, für den eine Regelstudienzeit von mindestens vier Studienjahren festgesetzt ist.

Dieser Abschluss soll mindestens mit der Gesamtnote "gut" erfolgt sein. Für Absolventen von Studiengängen an Fachhochschulen (Musikhochschulen, Kunsthochschulen) gilt eine Gesamtnote von "sehr gut" und der Besuch eines Kolloquiums, in dem der Nachweis erbracht wurde, dass die Befähigung zu wissenschaflticher Arbeit in gleicher Weise vorhanden ist wie bei promotionsfähigen Universitätsabsolventen/innen.

Ist die Gesamtnote schwächer als "gut", müssen zwei befürwortende Gutachten von Hochschullehrern der Fakultät über die wissenschaftliche Qualifikation des Bewerbers vorgelegt werden.

Voraussetzung für die Promotion ist eine mindestens mit "ausreichend" bewertete Dissertation und der erfolgreiche Abschluss einer Disputation.

Der Doktorgrad wird erst verliehen, wenn die Dissertation in angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht ist. 3 Exemplare dieser Dissertation müssen der Universität zur Verfügung gestellt werden.

Der Antrag auf Zulassung zur Promotion ist an den Dekan der Neuphilologischen Fakultät zu richten und beim Dekanat der Neuphilologischen Fakultät einzureichen.

Latinum als Zulassungsvoraussetzung

Für die Einleitung des Promotionsverfahrens an der Neuphilologischen Fakultät ist in verschiedenen Fächern der Nachweis des Latinums erforderlich. Sofern das Reifezeugnis nicht den Nachweis des Latinums enthält, ist der Nachweis über die Ergänzungsprüfung dem Gesuch um Einleitung des Promotionsverfahrens beizufügen.

Ein Antrag auf Erlass des Latinums kann dann gestellt werden, wenn der Bewerber oder die Bewerberin aus einem anderen Kulturkreis kommt, dort nicht die Möglichkeit hatte, das Latinum zu erwerben, und die Kenntnisse einer dem Latein vergleichbaren alten Literatursprache nachweisen kann. Der Antrag ist an den Dekan der Neuphilologischen Fakultät zu richten. Über den Antrag entscheidet der Promotionsausschuss der Neuphilologischen Fakultät.

Annahme als Doktorand

Vor der Annahme durch die Fakultät ist der Abschluss einer Promotionsvereinbarung zwischen dem Doktoranden und seinem Betreuer, einem Professor oder Privatdozenten der Fakultät, erforderlich. Wer eine solche Promotionsvereinbarung abgeschlossen hat, muss sich im Online-Portal heiDocs registrieren und seine Angaben aktuell halten. Danach sollte der Promotionsaspirant unverzüglich die Annahme als Doktorand im Dekanat der Neuphilologischen Fakultät (Voßstr. 2, Gebäude 37, 69115 Heidelberg) bei Vorlage seines Lichtbildausweises beantragen. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  1. Nachweise der Zulassungsvoraussetzung gemäß § 4 der Promotionsordnung (Abschlusszeugnisse der vorangegangenen Studiengänge (Bachelor und Master einschließlich transcript of record; Staatsexamen; Kopie und Original, welches Ihnen zurückgegeben wird. Bei ausländischen Zeugnissen ist eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche oder Englisch nötig.))
  2. Konzept der in Aussicht genommenen Dissertation (3-10 Seiten), welches vom Betreuer abgezeichnet wurde
  3. Tabellarischer Lebenslauf (einschl. Kontaktdaten) mit Darstellung des persönlichen und beruflichen Werdegangs

Das Antragsformular (Promotionsvereinbarung zwischen Betreuer und Doktorand) für die Annahme als Doktorand ist im Sekretariat des Dekanats der Neuphilologischen Fakultät erhältlich.

Immatrikulation in die Promotion

Informationen zur Immatrikulation in die Promotion fnden Sie auf den Seiten der Studierendenadministration.

Einreichung der Dissertation / Abschluss der Promotion

Nach Fertigstellung der Dissertation wird diese in drei Exemplaren beim Dekanat eingereicht. Zusätzlich müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:

Es ist notwendig, dass Sie Ihre Online-Promotionsakte im Online-Portal heiDocs vor der Einreichung vervollständigen.

Der Doktorgrad darf erst nach Ablegung der Disputation und Einreichung der publizierten Fassung der Dissertationen mit dem Vermerk, dass es sich um eine Heidelberger Dissertation handelt, geführt werden. Für die Publikation ist die Erteilung der Imprimaturen beider Gutachter erforderlich.

Formular Imprimatur

Graduiertenförderung

Die Universität vergibt einmal im Jahr Stipendien nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz (LGFG). Überdies gibt es an der Universität Institutionen, die Promovierende mit Informationen und Beratungsangeboten unterstützen. Dazu gehörten die Graduiertenakademie der Universität sowie die Heidelberger Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (HGGS). Für weibliche Doktoranden besteht zudem ein selbst organisiertes Interdisziplinäres Doktorandinnen-Kolloquium.

Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis/Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten

Um die Verantwortung der Universität Heidelberg in der Forschung und den damit unmittelbar verknüpften Aufgaben in Lehre und Nachwuchsförderung wahrzunehmen, hat der Senat der Universität eine „Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten“ eingerichtet.

Ombudsperson für Promovierende

Den Promovierenden wie den Promotionsbetreuern und -betreuerinnen der Universität Heidelberg stehen seit März 2011 zwei Ombudspersonen als vertrauliche Ansprechpartner zur Seite. Im Falle von Konflikten, die sich aus der Arbeit an der Dissertation ergeben können, stellen sie eine unabhängige Instanz dar, an die sich sowohl Promovierende als auch Betreuer/innen wenden können. Die Ombudspersonen verstehen sich als Beratungs- und Vermittlungsstelle.
Das Amt der Ombudsperson wird derzeit von zwei Personen übernommen:

  • Frau Prof. Dr. Christiane von Stutterheim (Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie - IDF)
  • Herr Prof. em. Dr. Hans-Werner Wahl (Seniorprofessor, Netzwerk Alternsforschung - NAR; Psychologisches Institut)
Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 28.09.2018
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