Russischer Abend

Russischer Abend Januar 2025: Menschen im Krieg

Russischer Abend am 28. Januar 2026 ab 17 Uhr in KS II mit simultaner Verdolmetschung: Menschen im Krieg

Unter anderem steht der Vortrag von Albert Kuznetsov auf dem Programm. Er ist Jurist der Menschenrechtsorganisation "Das Team gegen Folter." Zwei Jahre lang leitete er die Ermittlungsabteilung und betreute zudem über mehrere Jahre hinweg die Arbeit der Organisation im Nordkaukasus. Dabei war er unmittelbar an den bekanntesten Menschenrechtsfällen der Region beteiligt, darunter Verfahren zu Verfolgung von LGBTIQ-Personen, erzwungenen Verschwindenlassen sowie einer Serie von Anschlägen auf MenschenrechtsverteidigerInnen – einen dieser Angriffe überlebte er selbst.

Russischer Abend Plakat 2025

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Archiv der vergangenen Russischen Abende

Russischer Abend Juni 2025: "Vorsicht Jugned!" Die Geiseln ihrer Zeit

Russischer Abend: „Vorsicht Jugend!“ Die Geiseln ihrer Zeit

Russischer Abend am 25. Juni 2025 ab 17 Uhr in KS II mit simultaner Verdolmetschung: "Vorsicht Jugend!" Die Geiseln ihrer Zeit

Unter anderem stand der Vortrag von Kevin Lick auf dem Programm. Er war 17 Monate politischer Gefangener in Russland. Der deutschrussische Jugendliche wurde mit nur 17 Jahren zum jüngsten Verurteilten in der modernen russischen Geschichte wegen Staatsverrats. Im August 2024 wurde er im Rahmen eines großen Gefangenenaustauschs zwischen Russland, den USA und anderen westlichen Staaten freigelassen und lebt jetzt in Würzburg.

Russischer Abend Plakat 2025

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Russischer Abend Bild 2025

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Russischer Abend Januar 2025: Kunst hinter Gittern

Russischer Abend: "Kunst hinter Gittern: Freiheit und Diktatur" 

Am 29. Januar 2025 lud die Russische Abteilung zum Semesterthema "Kunst hinter Gittern: Freiheit und Diktatur" ein. U.a. stand der Vortrag der russischen Künstlerin Sascha Skotschilenko auf dem Programm. Im August 2024 war sie eine von 16 Inhaftierten, die im Gefangenenaustausch mit Russland freigekommen sind.

Russischer Abend Januar 2025 – Bild 1

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Russischer Abend Juni 2024: 100 Jahre später

Russischer Abend: Philosophenschiff - Philosophenflugzeug: 100 Jahre später. Zur Geschichte und Soziologie der russischen Migration.

„Wir haben diese Leute ausgewiesen, da es keinen Anlass gab, sie zu erschießen, aber sie noch länger zu ertragen, war unmöglich.“ – Leo Trotzki

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Am Mittwochabend, den 26. Juni 2024 hat die Russische Abteilung am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) der Universität Heidelberg erneut einen „Russischen Abend“ im großen Konferenzsaal des IÜD unter der Federführung der Dolmetschdozentin Daria Shirokova organisiert und alle Interessenten dazu eingeladen. Gäste, Studierende und Dozenten haben gemeinsam den drei Impulsvorträgen gelauscht, die von den Studentinnen des IÜD live in der Kabine verdolmetscht wurden.

 

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Zwei Unterhosen, ein Mantel, kein Schmuck, kein Geld…

Olga Gleiser stellte beindruckend dar, wie die russischen Intellektuellen des frühen 20. Jahrhunderts das Land verlassen mussten. Unter Ihnen auch der Lieblingsphilosoph Putins Iljin. Für sie ging es Widerwillen innerhalb weniger Tage weg auf ein Schiff und dann nach Stettin, Deutschland. Hab und Gut, sowie ihre Heimat mussten diese Menschen verlassen.

 

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Das Chaos im Rücken und den Blick auf eine ungewisse Zukunft gerichtet

Renata von Maydell hat für die Zuhörer ein Bild des Russlands des frühen 20. Jahrhunderts gezeichnet. Unruhen, Proteste, die Ermordung der Zarenfamilie, Enteignung, all diese Ereignisse sorgten für Chaos in Russland. Der Aufbau der Sowjetunion forderte vor allem auch eins zu diesen Zeiten: Einheitliches Denken und Handeln um jeden Preis. Die russische Intelligenz, die Musiker und Juristen, Dichter und Philosophen hatten in so einer Gesellschaft keinen Platz, so schlussfolgerte die Regierung, und stellte Listen zusammen. Listen mit Namen von Menschen, die das Land verlassen sollten. Der Kontrast ist auffällig: Weg von der altbekannten Heimat, raus aus dem Chaos, auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft auf dem ruhigen Meer.

 

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„Anstelle des „Philosophenschiffs“ hebt das „Journalistenflugzeug“ ab. Das ist natürlich eine Metapher, dennoch verlassen heute einige Vertreter dieser und anderer Berufsgruppen Russland“ – Dmitrij Muratow, Redakteur der russischen „Novaja Gazeta“ und Friedensnobelpreisträger 2021

Im letzten Impulsvortrag des Abends spannte Anna Kuleshova den Bogen zwischen dem „Philosophenschiff“ und dem „Journalistenflugzeug“. Sie selbst führte anonym Interviews mit Professoren und Doktoren und schilderte deren Lage. Selbstzensur, Sorge um die eigene Karriere und Existenz, davor bespitzelt und verpfiffen zu werden, ein Gefühl der Abschottung durch die internationale Wissenschaftsgemeinde, dies ist die Realität dieser Menschen. Einige haben Russland verlassen, aber sind aufgrund mangelnder Unterstützung im Ausland wieder zurückgekehrt. Keine Einladungen auf internationale Kongresse, gar Lehrstühle für russische Gelehrte im Ausland. Ein Leben unter Zensur in Russland oder wirtschaftliche und gesellschaftliche Schwierigkeiten im Ausland?

 

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Die tiefgehenden Vorträge haben bei der Podiumsdiskussion und auch unter den Teilnehmern während der Pause und auch nach dem Programm zu spannenden Gesprächen geführt.

Die Ausstellung „Philosophenschiff“ ist in den nächsten Monaten im großen Konferenzsaal (KS II) des IÜD in Heidelberg (Plöck 57a) zu sehen.

Masterstudiengang "Konferenzdolmetschen"

Zum Gelingen des „Russischen Abends“ haben maßgeblich die Studierenden des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen am IÜD beigetragen. Im Verlauf dieses mehr als dreistündigen Abends verdolmetschten sie die Vorträge und die Podiumsdiskussion Deutsch-Russisch simultan in den professionellen Kabinen mit Top-Ausstattung. Beeindruckend war auch ihre Leistung bei den konsekutiven Verdolmetschungen der Rednervorstellungen – das Notieren und die konsekutive Verdolmetschung ganzer Reden mit der Dauer von bis zu 7 Minuten haben die angehenden KonferenzdolmetscherInnen mit Bravour gemeistert. So konnten sie Ihre Fähigkeiten, die sie im Laufe von 4 Semestern im Masterstudiengang Konferenzdolmetschen erworben haben, vor dem großen Publikum unter Beweis stellen.

Die Russische Abteilung wird die Tradition der „Russischen Abende“ in den nächsten Semestern fortsetzen. Auf diese Weise haben alle Interessenten die Möglichkeit, brandaktuelle Informationen aus dem und über das heutige Russland sowie andere postsowjetsiche Länder zu erhalten und mit ExpertInnen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus bieten die „Russischen Abende“ eine wertvolle Ergänzung zum intensiven Studienprogramm der Studierenden im Master Konferenzdolmetschen mit der A-, B- oder C-Sprache Russisch an. Dies ist eine gute Gelegenheit, die Berufsluft zu schnuppern und in einem echten Konferenzsetting zu arbeiten.

Sich jetzt für das Studium bewerben!

Wollen Sie mehr über Konferenzdolmetschen mit Russisch in Heidelberg erfahren oder bei uns studieren? Dann setzen Sie sich mit Frau Daria Shirokova (Fachstudienberatung) in Verbindung: daria.shirokova@iued.uni-heidelberg.de

Die Bewerbungsfrist für den Master Konferenzdolmetschen läuft noch bis zum 30. September!

Russischer Abend November 2023: Menschenrechtsabend

Im Rahmen der R3 – Konferenz „Relate-Rethink-React“ am Institut für Übersetzen und Dolmetschen in Heidelberg fand am 15.11.2023 der russische Menschenrechtsabend mit konsekutiver und simultaner Verdolmetschung statt.

In Russland geltendes (Un)Recht, Protestkunst, Aktivismus und Engagement – das waren die Schwerpunkte der drei Impulsvorträge, die den Abend eröffneten. Die Gastredner – Kirill Koroteev von dem Internationalen Netzwerk der Bürgerrechtsorganisationen INCLO, Olga Gleiser (Mainz/Germersheim), Anna Ivanova-Felauer und Velimira Antropova von der Initiative „PolitZakrytka“ – wurden anschließend zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, an der sich auch zahlreiche Gäste des Abends mit ihren Fragen aktiv beteiligt haben. Dank der simultanen Verdolmetschung in die Sprachen Deutsch, Russisch und Englisch verlief die Kommunikation reibungslos. In den Dolmetschkabinen saßen Studierende des Instituts für Übersetzen und Dolmetschen.

Nach der Diskussion und einer Kaffeepause hatten alle Besucher die Möglichkeit, den Film „Town of Glory“ von Dmitry Bogolyubov zu sehen, sich auszutauschen und eine Postkarte an politische Gefangene in Russland zu schreiben. Die Ausstellung „Stille Proteste. Russland 2022–2023“ war während der gesamten Veranstaltung im Konferenzsaal zu sehen.

Wer den Überfall auf die Ukraine „Krieg“ nennt, wer sich gegen die Politik der russischen Regierung äußert, hat in Russland mit harten Strafen zu rechnen. Protest ist verboten. Mit unserer Konferenz haben wir versucht, diejenigen zu unterstützen, die ihre Stimme erheben.

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Datum: 15. November 2023

Beginn: 16 Uhr

Ort: Raum KS II, IÜD, Plöck 57a, Heidelberg

16–19 Uhr: Impulsvorträge und Podiumsdiskussion

  • Кирилл Коротеев / Kirill Koroteev – „Der Krieg: eine Katastrophe des Rechts“
  • Ольга Глейзер / Olga Gleiser – „Stille Proteste und die unsichtbare Realität im Kontext der Menschenrechtsverletzung“
  • Анна Иванова-Феляуэр und Велимира Антропова – „Kann meine Postkarte etwas bewirken? Politische Gefangene in Russland“

19–21 Uhr: Filmvorführung
„Town of Glory“ („Уездный город Е“), Regie: Dmitry Bogolyubov, Russland
Deutsche Untertitel: Olga Gleiser, Melis Sari

Aushang Menschenrechtsabend

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Letzte Änderung: 27.01.2026
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