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Héctor Álvarez Mella
IBEROAMERIKA-ZENTRUM
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D-69117 Heidelberg
Tel.: +49 - (0)6221 - 54 7219
Mail: h.alvarez@uni-heidelberg.de

 
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Mapping the Spanish Language

Gesellschafts-, Kultur- und Bildungsräume der spanischen Sprache in Europa

Gefördert im Rahmen des Field of Focus 3 "Kulturelle Dynamiken in globalisierten Welten" der Universität Heidelberg (Exzellenzinitiative II).

Projektleiter: Héctor Álvarez Mella

Projektgruppe: Prof. Dr. Óscar Loureda, Prof. Dr. José Luis García Delgado (Universidad Complutense de Madrid), Héctor Álvarez Mella, David Scheffler
 

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Ziel des im Rahmen des Field of Focus 3 geförderten Projekts Mapping the Spanish Language ist es, die demographischen Faktoren zu analysieren, welche die Dynamiken der sozialen Räume des Spanischen als Migrationssprache (in Europa und Lateinamerika), als heritage language (Sprecher der zweiten und dritten Generation) und als Fremdsprache erklären.

Spanisch ist eine Sprache, die sich innerhalb ihrer Grenzen aufgrund zweier Faktoren entwickelt: Sie ist die Gemeinschaftssprache eines weiträumigen kompakten Gebiets (Ibero-Amerika) und weist eine starke demographische Entwicklung (2018: 577 Mio. Sprecher; 2050: 756 Mio. Sprecher) auf. Außerhalb des spanischsprachigen Raums hat die Ausdehnung des Spanischen hauptsächlich zwei Ursachen: zum einen die Migrationsbewegungen und zum anderen die Verbreitung des Spanischen als Fremdsprache (50 Mio. L2-Sprecher weltweit, davon 31 Mio. in Europa). Diese Aspekte tragen dazu bei, dass das Spanische Teil des Human- und Sozialkapitals ist, da es die kommunikativen Fähigkeiten von Individuen für die Integration in andere Kulturräume erweitert und somit die Kooperations- und Affinitätsräume mit den spanischsprechenden Gemeinschaften ausbaut.

Als Human- und Sozialkapital hat eine Sprache drei räumliche Dimensionen: geographische Räume, Bildungsräume und Austauschräume. Die drei Räume der spanischen Sprache werden im Rahmen des Projekts mit Hilfe demolinguistischer Methoden untersucht, um sowohl die Verteilung der spanischsprechenden Gruppen als auch ihre Dynamiken und Transformationen zu analysieren. In diesem Sinne ist das Projekt in der räumlichen Demolinguistik einzuordnen und befindet sich somit in einem interdisziplinären Feld an der Schnittstelle zwischen den Sozialwissenschaften (Demographie, Humangeographie, Sprachökonomie und Sprachsoziologie) und den Sprachwissenschaften (Soziolinguistik, Sprachgeographie und Sprachgeschichte).

Eine der aktuellen Aufgaben der räumlichen Demolinguistik ist es, die Zusammenhänge zwischen globalen Prozessen (wie wirtschaftliche Globalisierung oder Migration) und den Transformationen von Sprachgruppen auf lokaler, nationaler und transnationaler Ebene zu analysieren. Somit ermöglicht die Untersuchung der demolinguistischen Entwicklungen des Spanischen in Europa, die sozialen Auswirkungen einer internationalen Sprache in Ländern zu verstehen, in denen sie keine Amtssprache ist.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 24.04.2019
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