Phönix - Bücherverbrennung 1933

Aktuelles

Am 17. Mai 1933  brannten auf dem Heidelberger Universitätsplatz die Bücher der von den Nationalsozialisten verfemten und verfolgten Autorinnen und Autoren. Anlässlich des Jahrestags hat das Germanistische Seminar am Dienstag, den 17. Mai 2022, im Garten der Germanistik eine kleine Gedenkstunde veranstaltet, bei der unter anderem die originale Gedenkplatte zur Bücherverbrennung enthüllt wurde, die auf dem Universitätsplatz der Witterung nicht mehr standhielt und deswegen dort ersetzt werden musste. Prof. Dietrich Harth hielt eine Festrede, Toni L. war mit einer Performance dabei und Studierende haben aus den verbrannten Büchern gelesen. 

Presseberichte in der RNZ und dem Mannheimer Morgen.   

Mannheim

 

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Am 17. Mai 1933 brannten auf dem Universitätsplatz Heidelbergs die Bücher der von den Nationalsozialisten verfemten und verfolgten Autorinnen und Autoren. Hinter diesem Akt der Kulturvernichtung, der im Mai 1933 in 90 weiteren Städten die Massen mobilisieren sollte, standen die NS-Studentenorganisationen, unterstützt von angepassten Lehrern und Professoren. Bildung und Wissenschaft allein -- zeigt diese Geschichte -- machen gegen Hass und Gewalt nicht immun. Deshalb setzen wir uns dafür ein, jährlich am 17. Mai der infamen Bücherverbrennungen des Jahres 1933 zu gedenken.

Wir, das ist die Phönix-AG, eine von Dietrich Harth ins Leben gerufene Gruppe von Studierenden, Lehrenden, Interessierten. 

Lesempfehlung

Dietrich Harth Die Heidelberger Bücherverbrennung des Jahres 1933 Geschichte und Gedenken (HEIDELBERGER PERSPEKTIVEN. Herausgegeben von der Bürgerstiftung Heidelberg), Heidelberg 2011 (als pdf)

 

Tag des Phönix. Heidelberger Bücher-Jahrmarkt zum Gedenken an die Bücherverbrennungen des Jahres 1933

Der Heidelberger „Tag des Phönix“ ist mehr als ein jährlich wiederkehrendes Gedenkritual, er ist vielmehr eine Gelegenheit, das Buch und die mit ihm verwandten Medien als Garanten der freien Rede zu feiern. Eröffnet wird jeder „Phönix“- Tag mit der Erinnerung an einige exemplarische Lebensgeschichten von Schriftstellerinnen & Schriftstellern. Dieses Erinnern gilt nicht nur jenen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, es gilt auch den Schreibenden in aller Welt, die um ihr Leben und Werk fürchten müssen.

 

BÜCHERVERBRENNUNG 1933 -- Bücherschau

Wir erinnern im Mai 2020 an eine Zeit, in der politischer Terror Kultur und Zivilisation bedrohte und mit Gewalt die freie Rede zum Schweigen brachte. Wir legen in unseren Schaufenstern Bücher aus, deren Titel am 17. Mai 1933 Opfer der von den nationalsozialistischen Studentenbünden auf dem Heidelberger Universitätsplatz organisierten Bücherverbrennung wurden. Und wir zeigen eine Auswahl von Büchern jener Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die von den Nationalsozialisten im Rahmen ihrer kulturzerstörerischen Kampagnen bedroht, verfolgt und vertrieben wurden.

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UNTERSTÜTZER DIESER BÜCHERSCHAU:

Bürgerstiftung Heidelberg, Freunde des Literaturhauses Heidelberg e.V., Heidelberger Geschichtsverein e.V., Heidelberger Lupe e.V., Autorennetzwerk Heidelberg, Germanistisches Seminar (Prof. Dr. Andrea Albrecht), Heidelberg Public History (Prof. Dr. Cord Arendes)

Letzte Änderung: 18.05.2022
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