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hei_onlineReihe Überlebensstrategien: Stammzellen – Sensible Alleskönner

Pressemitteilung Nr. 34/2022
9. Mai 2022

Heidelberger Wissenschaftler geben Einblicke in ihre Arbeiten zur Stammzellforschung

Wie vermehren sich Stammzellen und wie verhalten sie sich unter Stress? Welche Rolle können sie bei der Vorhersage von Krebserkrankungen spielen? Antworten auf diese Fragen geben in der nächsten Veranstaltung der Reihe „Überlebensstrategien“ Wissenschaftler der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Sie sind Mitglieder des Sonderforschungsbereichs „Selbsterneuerung und Differenzierung von Stammzellen“ (SFB 873). Einen einführenden Vortrag zum Thema Stammzellen hält der SFB-Sprecher Prof. Dr. Jan Lohmann. Der SFB 873 ist einer von zwölf Sonderforschungsbereichen an der Universität Heidelberg, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden. Diese großen Forschungsverbünde präsentieren sich seit 2018 in der Veranstaltungsreihe „Überlebensstrategien“, die aktuell ein gemeinsames Projekt mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) ist. Die Veranstaltung „Stammzellen: Sensible Alleskönner“ mit Kurzvorträgen und anschließendem Publikumsgespräch findet am 12. Mai 2022 im Karlstorbahnhof statt. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

Plakat Überlebensstrategien Runde 13

Im Mittelpunkt der Arbeiten am SFB 873 „Selbsterneuerung und Differenzierung von Stammzellen“ steht die Frage, welche grundlegenden und organismusübergreifenden Mechanismen den Selbsterhalt und die Differenzierungsprozesse steuern. Dabei geht es insbesondere um die sogenannten adulten Stammzellen. Ziel der Untersuchungen ist es, in einfachen Modellsystemen die Prinzipien der Stammzellsteuerung zu entziffern und dann auf komplexere Lebensformen bis hin zum Menschen zu übertragen. Nach der Einführung von Prof. Lohmann berichtet Juniorprofessor Dr. Lázaro Centanin vom Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg unter der Überschrift „Wachstum: eine Frage der Größe oder der Anzahl?“ aus seiner Arbeit im Forschungsverbund. Prof. Centanin untersucht am SFB 873 die molekularen Mechanismen, die es Stammzellen erlauben, eine sogenannte Stammzellnische zu bilden und zu wachsen. In einem weiteren Kurzvortrag mit dem Titel „Stammzellen und ihr Zuhause unter Stress“ erläutert Dr. Marieke Essers vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), welche Auswirkungen entzündliche Stressreaktionen auf das Verhalten der Zellen haben. Anschließend befasst sich Prof. Dr. Thomas Höfer, ebenfalls Wissenschaftler am DKFZ, in seinem Beitrag „Wie Stammzellen vor Krebs schützen“ mit der Funktion von blutzellbildenden Stammzellen. Durch die Veranstaltung mit den vier Heidelberger Wissenschaftlern führt als Moderator der Journalist Dr. Micha Hörnle.

Sonderforschungsbereiche sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während SFBs in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines Sonderforschungsbereichs gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. Derzeit gibt es zwölf dieser Forschungsverbünde an der Universität Heidelberg, an denen speziell zu Fragestellungen der molekularen Lebenswissenschaften geforscht wird.

Die Präsenzveranstaltung „Stammzellen: Sensible Alleskönner“ wird auf der Basis der aktuellen Corona-Verordnungen durchgeführt. Zurzeit gilt am Veranstaltungsort Karlstorbahnhof FFP2-Maskenpflicht. Die aktuellen Beiträge in der Reihe „Überlebensstrategien“ werden aufgezeichnet, vom RNF ausgestrahlt und sind abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.