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hei_onlineWarum Diabetes mehr als Zucker ist

Pressemitteilung Nr. 126/2021
6. Dezember 2021

Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“ findet am 9. Dezember statt

Um die sogenannte Zuckerkrankheit, eine Störung des Zuckerstoffwechsels, und die Frage, warum Diabetes mehr als Zucker ist, dreht sich die nächste Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“. Dazu referiert Prof. Dr. Stephan Herzig, Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Reaktive Metabolite als Ursache diabetischer Folgeschäden“ (SFB 1118) der Universität Heidelberg. Der SFB 1118 ist einer von 13 Sonderforschungsbereichen an der Ruperto Carola, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden. Diese großen Forschungsverbünde präsentieren sich seit 2018 in der Veranstaltungsreihe „Überlebensstrategien“, die aktuell ein gemeinsames Projekt mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) ist. Der Kurzvortrag von Prof. Herzig mit anschließendem Publikumsgespräch findet am 9. Dezember 2021 im Karlstorbahnhof statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Plakat Überlebensstrategien Runde 11

Die am Sonderforschungsbereich „Reaktive Metabolite als Ursache diabetischer Folgeschäden“ beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen der Frage nach, wie es zu den Folgeschäden von Diabetes – etwa Schäden an Organen und Nerven – kommt. Verursacht werden sie durch bestimmte Nebenprodukte des Stoffwechsels, sogenannte reaktive Metabolite. Die Forscher am SFB 1118 wollen herausfinden, wie diese für die Körperzellen giftigen Stoffe bei Patienten mit Diabetes entstehen und auf welche Weise sie Schäden verursachen. Darauf aufbauend geht es auch um Therapieansätze. Prof. Herzig identifiziert und untersucht mit seiner Arbeitsgruppe die bei Diabetes gestörten Stoffwechselwege, die zur Mehrbildung und Ansammlung reaktiver Metabolite führen. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht ein zentraler Genschalter in der Leber, der den Zuckerhaushalt und die Insulinwirkung in anderen Organen des Körpers kontrolliert, wie der Wissenschaftler in seinem Vortrag erläutern wird. Stephan Herzig forschte zunächst in Heidelberg; seit Januar 2015 ist er Direktor des Instituts für Diabetes und Krebs am Helmholtz Zentrum München und Lehrstuhlinhaber an der Technischen Universität München. Als Honorarprofessor ist er der Universität Heidelberg weiterhin eng verbunden. Zudem besteht zwischen seinem Institut in München und dem Universitätsklinikum Heidelberg ein gemeinsames translationales Diabetes-Programm. Durch die Veranstaltung mit Prof. Herzig führt als Moderator der Journalist Dr. Micha Hörnle.

Sonderforschungsbereiche sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während SFBs in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines Sonderforschungsbereichs gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. Derzeit gibt es 13 dieser Forschungsverbünde an der Universität Heidelberg, an denen speziell zu Fragestellungen der molekularen Lebenswissenschaften geforscht wird.

Für die Veranstaltung „Warum Diabetes mehr als Zucker ist“, die in Präsenz durchgeführt wird, steht eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung. Anmeldungen sind per Mail zu richten an veranstaltungen@rektorat.uni-heidelberg.de. Die Präsenzveranstaltungen werden auf der Basis der jeweils aktuellen Corona-Verordnungen durchgeführt. Zur Zeit gelten am Veranstaltungsort Karlstorbahnhof 2G+ mit Maskenpflicht. Die aktuellen Beiträge in der Reihe „Überlebensstrategien“ werden aufgezeichnet, vom RNF ausgestrahlt und sind abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.