Wiederauferstehung alter Gespenster? 76 Jahre „danach“

  • Montag, 19. Juli 2021, 15:00 Uhr | 
  • Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Historiker, München

Vor 100 Jahren wurde Otto Meyerhof (1884 bis 1951) der Nobelpreis für Medizin zugesprochen, der ihm im darauffolgenden Jahr 1922 für seine bahnbrechenden Arbeiten zum Glykogenstoffwechsel verliehen wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus verlor der Heidelberger Biochemiker seine Lehrbefugnis, musste angesichts immer schwieriger werdender Lebensbedingungen Deutschland verlassen und floh schließlich in die USA. Mit der Ruperto Carola Ringvorlesung „Otto Meyerhof – Ein Wissenschaftlerleben zwischen Ruhm und Vertreibung“ will die Universität Heidelberg an die Forscherpersönlichkeit erinnern und gleichzeitig das Thema Antisemitismus und Diskriminierung in historischer und aktueller Perspektive an eine breite Öffentlichkeit herantragen. Dazu werden im Sommersemester 2021 im Rahmen des Fokusthemas „Freund und Feind“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen in der mit Professor Michael Schmitt, Medizinische Fakultät Heidelberg, konzipierten Vortragsreihe aus der Sicht ihrer Disziplin beitragen.

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