Universität HeidelbergLaufende Ausstellungen

Show & Tell

Studierende bieten Einblick in die Privatsammlung Erik Jayme

15. Mai 2019 bis 16. Februar 2020

Ort:
Universitätsbibliothek
Plöck 107–109
69117 Heidelberg

Öffnungszeiten:
Täglich 10:00–18:00 Uhr

Bilder und Objekte aus der Sammlung des Heidelberger Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Erik Jayme sind in einer Sonderausstellung an der Universitätsbibliothek Heidelberg zu sehen. Das Konzept dafür erarbeiteten Studentinnen und Studenten am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Ruperto Carola unter der Leitung von Prof. Dr. Henry Keazor.

Für die Ausstellung wählten die Studierenden mehr als 50 Gemälde und Grafiken sowie Objekte des Kunsthandwerks – von der Frühen Neuzeit über die Moderne bis hin zu zeitgenössischen Werken – aus der Sammlung Jayme aus. Unter den Exponaten finden sich Werke der Maler Otto Dix, Anselm Feuerbach, Wilhelm Trübner und Walter Ophey. Zu sehen sind auch Arbeiten der Grafiker Max Klinger, Ludwig von Hofmann, Jules Chéret und Giulio Turcato. Fachveröffentlichungen aus dem Bestand der Universitätsbibliothek sollen den Besucherinnen und Besuchern dabei helfen, die Werke in den aktuellen Kontext der Forschung einzuordnen. „Bilder sind für mich Erinnerungsstützen“, sagt Erik Jayme. Als Sammler sieht er seine Verantwortung darin, Kunstwerke zu erhalten und sie zugänglich zu machen.

Homepage der Ausstellung

Kunstwerke aus der Sammlung Erik Jayme

Searching for the Music

The CHIME Collection for Chinese Music Research at the CATS Library

13. Juli 2019 bis 4. April 2020

Ort:
Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS)
Vossstraße 2, Gebäude 4131
69115 Heidelberg

Öffnungszeiten:
Mo.–Fr. 09:00–20:00 Uhr
Sa. 12:00–20:00 Uhr

"In fact nobody (myself included) knows a damn thing about Chinese music. We know a few things, but mostly we have no clue what we are listening to, or only in very rudimentary ways." – Frank Kouwenhoven, CHIME Foundation

Die CHIME-Collection, die seit kurzer Zeit in der CATS Bibliothek untergebracht ist, ist eine der wichtigsten Sammlungen chinesischer Musik weltweit. 1986 als Privatbibliothek von den niederländischen Musikforschern Antoinet Schimmelpenninck und Frank Kouwenhoven begonnen beherbergt sie nicht nur zahlreiche seltene Partituren und Aufnahmen, sondern auch über 4000 Bücher und musikethnologische Zeitschriften zu den verschiedenen Ausprägungen chinesischer Musik.

Vom 13. Juli 2019 bis zum 4. April 2020 werden im Foyer der CATS-Bibliothek wichtige Exponate der Sammlung ausgestellt sowie exemplarisch – u.a. in eindrücklichen Multimediapräsentationen – die Geschichte der CHIME-Sammlung, die Besonderheiten der klassischen chinesischen Griffbrettzither Guqin sowie die Entwicklung einer neuen Musikbewegung in den 1980ern in China beleuchtet.

Wir laden Sie herzlich ein, die vielfältige Musik Chinas kennen zu lernen und die neue CATS Bibliothek zu besuchen!

Homepage der Ausstellung

CHIME CATS Poster

Statistiker, Pazifist, Publizist

Universitätsmuseum zeigt Ausstellung zu Emil Julius Gumbel

16. Juli bis 19. Oktober 2019

Ort:
Universitätsmuseum
Grabengasse 1
69117 Heidelberg

Öffnungszeiten:
Di.–So., feiertags 10:00–18:00 Uhr

Ein exzellenter Wissenschaftler, der zugleich als politischer Autor und Justizkritiker in Erscheinung trat: Leben und Werk des Mathematikers Emil Julius Gumbel stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die das Universitätsmuseum der Ruperto Carola zeigt. Zunehmend angefeindet und noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus der Universität Heidelberg herausgedrängt, wird er 1933 formal aus dem „Dritten Reich“ ausgebürgert und muss später in die USA fliehen. Historische Dokumente zeigen wichtige Lebensstationen und Weggefährten im Leben Gumbels. Die Ausstellung „Emil Julius Gumbel (1891 bis 1966) – Statistiker, Pazifist, Publizist – Im Kampf gegen Extreme und für die Weimarer Republik“ wird am 15. Juli 2019 eröffnet.

Die Ausstellung wurde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität München sowie des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin kuratiert. Im Zuge eines dreijährigen Projekts forschten sie in Europa und den USA, führten Interviews mit Zeitzeugen und erschlossen neue Dokumente zum Leben Gumbels. Mit seinem Werk und Wirken befasst sich auch eine Tagung, die am 22. Juli 2019 im Universitätsarchiv Heidelberg stattfindet.

Homepage des Universitätsmuseums

Emil Julius Gumbel, Porträt

Karl Jaspers

Kabinettausstellung im Universitätsarchiv erinnert an den Philosophen Karl Jaspers

1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019

Ort:
Universitätsarchiv
Akademiestraße 4-8
69117 Heidelberg

Öffnungszeiten:
Di.–Mi. 9 bis 18 Uhr
Do. 9 bis 12.30 Uhr

Der Todestag von Karl Jaspers (1883 bis 1969), einem der wichtigsten deutschsprachigen Philosophen des 20. Jahrhunderts und Wissenschaftler an der Ruperto Carola, jährte sich 2019 zum 50. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Archiv der Universität Heidelberg eine Kabinettausstellung und nimmt mit einer Auswahl von Dokumenten Spuren aus seiner Heidelberger Zeit in den Blick.

Die Kabinettausstellung präsentiert Dokumente von und über Karl Jaspers, die im Universitätsarchiv verwahrt werden, unter anderem zu seiner Studienzeit und seiner Lehrtätigkeit an der Ruperto Carola, aber auch zu seiner Rehabilitierung nach dem Ende des Nationalsozialismus. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf seiner studentischen Hörerschaft, unter der sich zahlreiche berühmte Namen wie Hannah Arendt und Dolf Sternberger wiederfinden.

Karl Jaspers lebte von 1906 bis 1948 in Heidelberg. Promoviert in Medizin, habilitiert für Psychologie, war er von 1922 an bis zu seiner Entlassung durch das NS-Regime 1937 Ordinarius für Philosophie an der Universität Heidelberg. Seine Frau Gertrud entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie und konnte nur dank der Ehe mit Jaspers trotz erheblicher Repressalien für beide überleben. Nach Kriegsende gehörte Karl Jaspers dem sogenannten Dreizehnerausschuss an, der den Neuaufbau der Universität organisierte. Er nahm seine wissenschaftliche Tätigkeit an der Ruperto Carola wieder auf, die ihm 1946 die Ehrensenatorenwürde verlieh. Auch aus Enttäuschung über die politische Entwicklung in der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der keine ernsthafte Diskussion über die NS-Zeit stattfand, wechselte Jaspers 1948 an die Universität Basel und wurde 1967 Schweizer Staatsbürger.

Homepage zur Ausstellung

Karl Jaspers