Abendvortrag Von Konfessionseiden und gelehrten Glaubensflüchtlingen, von Konvertiten und heterodoxen Gelehrten

  • Termin in der Vergangenheit
  • Donnerstag, 14. Dezember 2023, 18:15 Uhr
  • Universitätsarchiv, Akademiestraße 4, 69117 Heidelberg
    • Prof. Dr. Matthias Asche, Universität Potsdam, Historisches Institut

Öffentlicher Abendvortrag von Matthias Asche zu „Mobilitätsphänomenen konfessionell devianter Professoren zwischen obrigkeitlicher Duldung, Landesverweis und freiwilligem Abzug“.

Auch die im Prinzip eher immobile Professorenschaft vormoderner Universitäten neigte in bestimmten Phasen zur Mobilität: Zunächst hatte die Implementierung der Reformation an den alten Universitäten in den 1520er bis 1540er Jahren zu konfessionsbedingten Mobilitätsphänomenen geführt. Im Konfessionellen Zeitalter beschleunigten dann einerseits die Neugründungen protestantischer Universitäten und andererseits die konfessionelle Segmentierung infolge der inner-protestantischen Differenzen die Mobilität der Professoren. In einer dritten Phase ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges mit den Machtverschiebungen zu nennen, in dessen Verlauf sich auch der Konfessionsstand einiger Universitäten änderte und damit eine erhöhte Mobilität des Lehrkörpers auslöste.

Die Teilnahme ist vor Ort sowie online via Livestream möglich.

Teilnahme via heiCONF

Zur Person

Matthias Asche ist Professor für Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Potsdam. Er hat in Osnabrück, Wien und Rostock studiert. Promoviert wurde er an der Universität Tübingen mit einer Studie zur Sozial- und Kulturgeschichte Rostocker Studenten in der Frühen Neuzeit. Ebenfalls in Tübingen habilitierte er sich mit einer Arbeit zur Migrations- und Konfessionsgeschichte zum Wiederaufbau kriegszerstörter Landschaften in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zu seinem Forschungsschwerpunkten zählt unter anderem die vergleichende Universitäts-, Studenten- und Wissenschaftsgeschichte.