Fakultät für Mathematik und Informatik Transzendenz von innen? Theologisch-ethische Perspektiven auf Künstliche Intelligenz
- Tuesday, 1 December 2026, 19:00
- Mathematikon, Hörsaal, Im Neuenheimer Feld 205, 69120 Heidelberg
- Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Theologische Ethik
Theologie und Kirche sind in dreifacher Hinsicht durch KI herausgefordert: Die Lebenswelt ihrer Mitglieder wird durch KI einem tiefgreifenden Wandel unterzogen. Ihre Dienste und Einrichtungen setzen KI in vielfacher Weise selbst ein. Vor allem berühren bestimmte transhumanistische Versprechungen, die manche Akteur:innen mit KI bewusst protegieren und damit den öffentlichen Diskurs bestimmen wollen, unmittelbar das christliche Verständnis des Menschlichen wie des Göttlichen. Theologische Ethik steht vor der Aufgabe, die sich daraus ergebenden wechselseitigen Anfragen an die Menschenbilder und deren normative Implikationen kritisch zu reflektieren. Der Vortrag wird einige dieser Anfragen („transhumanistische Versprechungen“, „Wertschätzung des Imperfekten“ usw.) aufgreifen und unter Rückgriff auf das vatikanische Dokument Magnifica humanitas (Leo XIV.) diskutieren.

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Zur Person
Andreas Lob-Hüdepohl ist seit 1996 Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Dort leitet er als Direktor das Berliner Institut für christliche Ethik und Politik. Von 2016 bis 2024 war er Mitglied des Deutschen Ethikrates und wirkte u.a. an dessen Stellungnahmen zu „Big Data im Gesundheitswesen“ (2018), „Robotik für gute Pflege“ (2020) sowie „Mensch und Maschine. Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“ (2023) mit.