Ruperto Carola Ringvorlesung: Mensch und Algorithmus – wem gehört die Zukunft? Ruperto Carola Ringvorlesung – Digitaler Animismus: Unser Umgang mit künstlichen Agenten

  • Termin in der Vergangenheit
  • Montag, 15. Dezember 2025, 18:15 Uhr
  • Alte Universität, Aula, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg
    • Prof. Dr. Thomas Fuchs, Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg, Karl-Jaspers-Professor für Philosophie und Psychiatrie

Die zunehmende Menschenähnlichkeit von künstlicher Intelligenz und Ro­botik wirft die Frage auf, ob es möglich ist, mit solchen Systemen tatsächlich zu kom­munizieren, sie zu verstehen oder so­gar empathisch wahrzunehmen. Verstehen im eigentlichen Sinn, so zeigt der Vortrag, setzt jedoch geteilte Intentionen und Gefühle voraus und damit die Subjektivität des Gegenübers. Die Annahme einer möglichen Subjektivität künftiger KI-Systeme lässt sich insofern entkräften, als Bewusstsein an Lebendigkeit gebunden ist, also nur Lebewesen zukommt. Dessen ungeachtet entwickelt sich gegenwärtig ein „digitaler Animismus“, der KI-Systemen menschliche Eigenschaften zu­schreibt und zu Formen von Schein­kommunikation führt. Ihre Konsequenzen werden am Beispiel von Chatbot-Psy­chotherapien illustriert. Die Frage, wie wir mit künstlichen Agenten interagieren, wird von größter Bedeutung für un­sere Gesellschaft sein.

Pressemitteilung

Ruperto Carola Ringvorlesung: Mensch und Algorithmus – wem gehört die Zukunft?

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Mensch und Algorithmus – wem gehört die Zukunft?

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz verändert unsere Welt grundlegend. Sie greift in Wissenschaft und Medizin ebenso ein wie in Politik, Recht, Wirtschaft und Kultur. Was bedeutet diese Entwicklung für unser gesellschaftliches Zusammenleben und unser Selbstverständnis? Und wie kann KI sinnvoll und verantwortungsbewusst eingesetzt werden? 

Die Ruperto Carola Ringvorlesung widmet sich im Wintersemester 2025/2026 den vielschichtigen Fragen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven den aktuellen Stand ihrer Forschung aufzeigen und mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch kommen.