Netzwerk Alternsforschung NAR-Seminar: Wohnen und Wohnumfeld im Alter

  • Termin in der Vergangenheit
  • Dienstag, 9. September 2025, 17:00 - 19:00 Uhr
  • Neue Universität, Hörsaal 13, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg
    • Prof. Dr. Frank Oswald, Goethe-Universität Frankfurt, Interdisziplinäre Alternswissenschaft | Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA)
    • Dr. Kathrin Foshag, Universität Heidelberg, Geographisches Institut
    • Dr. Kerstin Conrad, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Forschungsgruppe Mobilität und Raum
    • Moderation: Prof. Dr. Cornelia Wrzus, Universität Heidelberg, Netzwerk AlternsfoRschung

Mit den vielfältigen Zusammenhängen von Altern, Raum und Mobilität beschäftigt sich aus gerontologischer und geographischer Sicht eine öffentliche Veranstaltung, zu der das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg einlädt. Auf dem Programm des NAR-Seminars stehen drei Vorträge von Forscher:innen aus Frankfurt/Main, Heidelberg und Dortmund, in denen es um altersgerechte Wohnumfelder, klimaangepasste Stadträume und gesundheitsfördernde Mobilität geht. Im Anschluss beantworten die Referent:innen Fragen aus dem Publikum. Die Vorträge werden simultan in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht. Der Eintritt ist frei. Für die Online-Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Pressemitteilung

Grün-blaue Infrastruktur reduziert die Wärmebelastung im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt

Anmeldung zur Online-Teilnahme

Vorträge

Prof. Dr. Frank Oswald: Altern und Raum als Thema der ökologischen Alternsforschung – Neue Herausforderungen auch aus konzeptueller und methodischer Sicht

Wie kann eine Teildisziplin der Gerontologie, die Ökologische Alternsforschung, dabei helfen, Fragen des Wohnens, der Mobilität, der Techniknutzung und anderer Herausforderungen des Alltags im Austausch von Menschen und Räumen in der zweiten Lebenshälfte besser zu verstehen, zu erklären und zu verändern? Ziel des Beitrags ist es, einen systematischen Blick auf Konzepte und Zugänge der Ökologische Alternsforschung zu werfen, bekannte und neue Themen zum Austausch von Mensch und Raum zu beschreiben und zu diskutieren.

Dr. Kathrin Foshag: Transdisziplinäre Wege zur Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum

Hitzebelastung in Städten stellt eine wachsende Herausforderung dar – besonders für vulnerable Bevölkerungsgruppen und im Kontext des demografischen Wandels. Der Vortrag beleuchtet aus geographischer Perspektive, wie öffentliche Räume als zentrale Alltagsorte klimaangepasst gestaltet werden können. Anhand transdisziplinärer Forschungsarbeiten in Heidelberg wird gezeigt, wie wissenschaftliche, planerische und zivilgesellschaftliche Akteure gemeinsam resiliente Stadträume entwickeln können, die soziale Teilhabe, Gesundheit und Aufenthaltsqualität fördern. 

Dr. Kerstin Conrad: Mobilität im höheren Lebensalter: Zufußgehen und Erreichbarkeit als Schlüssel zur Gesundheit und Teilhabe 

Die Bedeutung des Zufußgehens und einer guten nahräumlichen Erreichbarkeit ist für die Sicherung von Mobilität im höheren Lebensalter zentral. Aktuelle Daten zur Alltagsmobilität belegen den Stellenwert aktiver Mobilitätsformen für ältere Menschen, die nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch umweltfreundlich und kostengünstig sind. Doch welche Anforderungen müssen insbesondere städtische Räume erfüllen, damit ältere Menschen möglichst lange selbständig und gesundheitsfördernd mobil in ihrem Wohnumfeld bleiben können? Leitbilder wie die „15-Minuten-Stadt“ bieten dabei wertvolle Impulse für eine städtebauliche Gestaltung, die einen wohnortnahen Nutzungsmix, kurze Wege und eine hohe Aufenthaltsqualität verbinden, um eine selbständige Alltagsmobilität bis ins hohe Lebensalter nachhaltig zu sichern und zu fördern.