Jellinek-Dialoge zu Professionsethiken Jellinek-Dialoge: Ko-produktive Forschung mit vulnerablen Gruppen
- Termin in der Vergangenheit
- Montag, 19. Januar 2026, 16:00 Uhr
- Historisches Seminar, Hörsaal, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg
- Prof. Dr. Dr. Eva Winkler, Universität Heidelberg, Institut für Medizin- und Datenethik
- Prof. Dr. Tabea Bork-Hüffer, Universität Heidelberg, Geographisches Institut
Ko-produktive Forschung bezeichnet einen Forschungsansatz, bei dem verschiedene Beteiligte gemeinsam an der Entwicklung von Wissen und Lösungen arbeiten. Ziel ist es, durch die Kombination von unterschiedlichen Perspektiven und Expertisen neue Erkenntnisse und leicht umsetzbare Ansätze zu generieren. Dabei stellen sich besondere ethische Fragen: Wie können Forschungsformate so angepasst werden, dass sie unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigen, um echten Raum für Ko-Produktion zu schaffen? Wie gehen Forscher:innen mit Belastbarkeit, Schutzbedürftigkeit und asymmetrischen Abhängigkeitsverhältnissen um? Und welche Verantwortung besteht, wenn man im Forschungsprozess auf strukturelle Probleme und Grenzen der Verantwortbarkeit stößt? Aus ihren jeweiligen Perspektiven präsentieren die Referentinnen ihren Umgang mit diesen Fragen und diskutieren deren Bedeutung für die wissenschaftliche Professionalität.

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Alle Termine der Veranstaltung 'Jellinek-Dialoge zu Professionsethiken'
Wie viel Ethik steckt in den Wissenschaften?
Die Jellinek-Dialoge erkunden die Vielfalt ethischer Frage in den Wissenschaften. Der Fokus liegt dabei auf der ethischen Reflexion der wissenschaftlichen Berufe, allen voran der Forschung. In den meisten Disziplinen werden normativ relevante Fragen durch den Forschungsgegenstand aufgeworfen, aber auch durch die Methoden und die Forscher:innen selbst; etwa die internationale Zusammenarbeit, militärisch nutzbare Forschung, Machtverhältnisse, Karrierewege, partizipative Methoden oder Nachhaltigkeit – mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Leerstellen.
Zu jedem Termin geben zwei Vertreter:innen unterschiedlicher Fachrichtungen kurze Impulse zu einem gemeinsamen Thema und kommen miteinander und dem Publikum ins Gespräch. Dabei werden Aspekte der Forschung und die professionellen Rollen kritisch beleuchtet. Ziel ist ein offener Dialog über Herausforderungen und Chancen ethischer Reflexion. Die Reihe wendet sich an Studierende und Forscher:innen aller Karrierestufen sowie an die interessierte Öffentlichkeit.
Veranstaltet wird die Dialogreihe vom Camilla-und-Georg-Jellinek-Zentrum für Ethik der Universität Heidelberg.