SFB 1671 Heimat(en) Home and Belonging: Lady Bird (2017, OmU)

  • Mittwoch, 17. Juni 2026, 19:30 Uhr
  • GLORIA-Kino, Hauptstraße 146, 69117 Heidelberg
    • Dr. Anna-Lena Eick, Universität Mainz, Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien | Visiting Scholar SFB 1671 Heimat(en)
    • Anna Koehler, Universität Heidelberg, Heidelberg Center for American Studies

Für die gleichnamige Protagonistin des Films „Lady Bird“ (Saoirse Ronan) steht fest, dass sie nicht in das gebürtige Kalifornien gehört. Sie steht kurz davor, die High School abzuschließen und möchte in New York studieren, ein Vorhaben, das ihre Mutter angesichts der schwierigen finanziellen Lage der Familie kritisch sieht. Während ihrer letzten Schultage, versucht Lady Bird, sich neu zu erfinden: Sie gibt sich einen neuen Namen, nimmt an dem Musical-Casting ihrer Schule teil, distanziert sich von ihrer besten Freundin und freundet sich mit zwei beliebten Mitschülerinnen an. In Greta Gerwigs Filmdebut geht es um eine Protagonistin, die ein neues Selbstbild skizziert. Gleichzeitig zeigt die Regisseurin auf, wie dieser Prozess paradoxerweise oft an genau jene Umstände gebunden ist, von denen sich die Hauptfigur zu lösen versucht.

Foto: altes Abspielgerät mit großen Bildspulen

Tickets

Tickets sind erhältlich zu 11 Euro (ermäßigt 9 Euro), Studierende zahlen 8 Euro (ggf. zzgl. Zuschlag ab 120 Min. Filmlänge).

Ticketvorverkauf

Alle Termine der Veranstaltung 'Home and Belonging'

Filmvorführungen mit Einführung und Publikumsgespräch

Die Filmreihe „Home and Belonging“ widmet sich dem Thema Heimat und Zugehörigkeit in zeitgenössischen US-amerikanischen Filmen verschiedener Genres, von Science Fiction über Coming-of-Age bis hin zum Drama. Heimat und Zugehörigkeit tauchen hier als Entwürfe auf, die anhand der Gedanken- und Gefühlswelt sowie der (oft alltäglichen) Handlungen der Charaktere verhandelt werden. Dabei geht es etwa darum, wie Protagonist:innen Familienbande, Freundschaften oder ihre Beziehung zu identitätsstiftenden Orten reflektieren, neu knüpfen oder verwerfen, und wie sie Heimatsentwürfe entwickeln. Die Charaktere hadern auf unterschiedliche Weise mit den eigenen Sehnsüchten und den Erwartungen ihrer Umgebung, erleben Ausgrenzung, schaffen aber auch selbst Verbundenheit. Die verschiedenen Filmgenres erlauben jeweils eine andere Schwerpunktsetzung, da die Filmschaffenden nicht nur unterschiedliche Orte und soziale Kontexte erkunden, sondern sich auch auf unterschiedliche Erzähl- und Darstellungskonventionen beziehen und dadurch verschiedene Facetten von Heimat und Zugehörigkeit beleuchten.

Die Filmvorführungen werden von einer Einführung und einer anschließenden Diskussion begleitet. Zu der öffentlichen Film- und Vortragsreihe in Kooperation mit dem GLORIA-Kino lädt der Sonderforschungsbereich 1671 Heimat(en) der Universität Heidelberg ein.