SFB 1671 Heimat(en) Home and Belonging: Everything Everywhere All at Once (2022, OmU)

  • Mittwoch, 22. April 2026, 19:30 Uhr
  • GLORIA-Kino, Hauptstraße 146, 69117 Heidelberg
    • Dr. Shasha Lin, Universität Heidelberg, SFB 1671 Heimat(en) | Geographisches Institut
    • Valentina López Liendo, Universität Heidelberg, SFB 1671 Heimat(en) | Anglistisches Seminar

Der expansive Film beginnt in einem kleinen Waschsalon in Kalifornien. Im Mittelpunkt steht Evelyn (Michelle Yeoh), an der der Alltag zehrt: ihr Mann versucht, die Scheidung einzureichen, ihr strenger Vater ist unzufrieden mit ihr, und sie weigert sich, die Partnerin ihrer Tochter zu akzeptieren. Zusätzlich erhöht ein angespannter Besuch beim Finanzamt den Druck – an diesem Punkt zerbricht die Realität: Evelyn wird damit konfrontiert, dass es parallele Universen gibt, die vom Untergang bedroht sind und nur durch sie gerettet werden können. Durch den Kunstgriff des Multiversums erkunden die Regisseure Daniel Kwan und Daniel Scheinert die komplexen Beziehungen der chinesisch-amerikanischen Familie Wang. Sie bedienen sich dabei zahlreicher Genre- und Filmtraditionen, von Science Fiction über Martial-Arts bis hin zur Slapstick Komödie. Der preisgekrönte Film regte öffentliche Gespräche um die Sichtbarkeit Asiatisch-Amerikanischer Filme und Schauspieler:innen in Hollywood an.

Foto: altes Abspielgerät mit großen Bildspulen

Tickets

Tickets sind erhältlich zu 11 Euro (ermäßigt 9 Euro), Studierende zahlen 8 Euro (ggf. zzgl. Zuschlag ab 120 Min. Filmlänge).

Ticketvorverkauf

Alle Termine der Veranstaltung 'Home and Belonging'

Filmvorführungen mit Einführung und Publikumsgespräch

Die Filmreihe „Home and Belonging“ widmet sich dem Thema Heimat und Zugehörigkeit in zeitgenössischen US-amerikanischen Filmen verschiedener Genres, von Science Fiction über Coming-of-Age bis hin zum Drama. Heimat und Zugehörigkeit tauchen hier als Entwürfe auf, die anhand der Gedanken- und Gefühlswelt sowie der (oft alltäglichen) Handlungen der Charaktere verhandelt werden. Dabei geht es etwa darum, wie Protagonist:innen Familienbande, Freundschaften oder ihre Beziehung zu identitätsstiftenden Orten reflektieren, neu knüpfen oder verwerfen, und wie sie Heimatsentwürfe entwickeln. Die Charaktere hadern auf unterschiedliche Weise mit den eigenen Sehnsüchten und den Erwartungen ihrer Umgebung, erleben Ausgrenzung, schaffen aber auch selbst Verbundenheit. Die verschiedenen Filmgenres erlauben jeweils eine andere Schwerpunktsetzung, da die Filmschaffenden nicht nur unterschiedliche Orte und soziale Kontexte erkunden, sondern sich auch auf unterschiedliche Erzähl- und Darstellungskonventionen beziehen und dadurch verschiedene Facetten von Heimat und Zugehörigkeit beleuchten.

Die Filmvorführungen werden von einer Einführung und einer anschließenden Diskussion begleitet. Zu der öffentlichen Film- und Vortragsreihe in Kooperation mit dem GLORIA-Kino lädt der Sonderforschungsbereich 1671 Heimat(en) der Universität Heidelberg ein.