Heidelberger Poetikdozentur Clemens Meyer liest aus seinem Werk
- Tuesday, 14 July 2026, 19:00
- Völkerkundemuseum vPST, Hauptstraße 235, 69117 Heidelberg
- Clemens Meyer, Schriftsteller
Im Rahmen der Poetikdozentur 2026 ist der Autor Clemens Meyer zu Gast an der Universität Heidelberg. In drei öffentlichen Vorlesungen sowie einer Lesung im Völkerkundemuseum vPST gewährt der Schriftsteller Einblicke in sein literarisches Schaffen. Seine Poetikvorlesungen tragen den Titel „Zwischen Tradition und Moderne: Wozu Literatur?“

Adresse
Völkerkundemuseum vPST
Hauptstraße 235
69117 HeidelbergVeranstalter
Veranstaltungstyp
Veranstaltungsreihe
Vortrag
Homepage Veranstaltung
Kontakt
Zwischen Tradition und Moderne: Wozu Literatur?
»Warum beginnen Menschen zu schreiben und wann wird es zu Kunst? Wie werden Welten literarisch erfasst, wie verdichtet sich die Sprache immer mehr, wann ist ein Text modern? Hat die klassische Moderne ausgedient? Wie weit ist es von den Phantasmen Karl Mays bis zu den Bewusstseinsströmen von Joyce? Greift Literatur in gesellschaftliche Prozesse ein und ist der Brücke schlag zwischen Moderne und engagierter Literatur überhaupt möglich?
Von den Erfahrungen der Wende zurück zur Literatur der DDR, von der Abenteuerliteratur zur Weltliteratur, vom klassischen Erzählen zu avantgardistischen Formen, all das versucht ›Wozu Literatur – zwischen Tradition und Moderne‹ auszuloten.« Clemens Meyer
Veranstalter der Heidelberger Poetikdozentur ist das Germanistische Seminar der Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Heidelberg. Organisation: Prof. Dr. Tobias Bulang (Germanistisches Seminar).
Zur Person
Clemens Meyer, 1977 in Halle (Saale) geboren, finanzierte sich nach dem Abitur sein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig von 1998 bis 2003 unter anderem als Wachmann, Bauhelfer, Gabelstaplerfahrer und mittels diverser Stipendien. Unterbrochen wurde sein Studium durch einen Aufenthalt in der Jugendarrestanstalt Zeithain. Meyer schrieb zu Beginn unter finanziell prekären Verhältnissen, mit dem Roman »Als wir träumten« gelang ihm 2006 sein literarischer Durchbruch. Für seine unermüdliche künstlerische Tätigkeit als Romancier, Theater- und Filmautor, Librettist und Verfasser von Radioessays wurde er mehrfach mit Literaturpreisen wie dem Clemens-Brentano-Preis (2007), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2008) oder dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen (2025) ausgezeichnet. Sein letzter Roman »Die Projektoren« (2024) wurde dreifach prämiert. 2014 war Meyer am Leipziger Literaturinstitut als Dozent tätig. Unter dem Titel »Der Untergang der Äkschn GmbH« hielt er 2015 die Poetikdozentur in Frankfurt.