Kunst und Populärkultur im Film Amadeus (1984, OmU)

  • Termin in der Vergangenheit
  • Mittwoch, 8. Juli 2026, 21:30 Uhr
  • GLORIA-Kino, Hauptstraße 146, 69117 Heidelberg
    • Moderation: Prof. Dr. Daniel Winkler, Universität Heidelberg, Romanisches Seminar

Miloš Formans amerikanisches Filmdrama „Amadeus“ von 1984 führt in die musikalische Sphäre und erzählt in Form der Adaption einer Theatervorlage mit dem Leben Mozarts von einem der populärsten aller Komponisten. Klassische Musik wird hier als die Pop(ulär)kultur ihrer Zeit aufgefasst und der Film zeigt zugleich, wie künstlerische Inspiration, Rivalität und gesellschaftliche Konflikte einander bedingen können.

Visual Kunst und Populärkultur im Film

Film

Amadeus (GB/I/D, 1984, Regie: Miloš Forman) – OmU
Acht Oscars und der Zeitgeist, sakral Verklärte auf die Erde zurückzuholen, halfen dem passionierten Satiriker Miloš Forman [„Einer flog über das Kuckucksnest“] bei der Popularisierung eines entmystifizierten Mozartbildes. Das Leben des genialen Komponisten, erzählt aus der Sicht des ewigen Rivalen Antonio Salieri, der, inzwischen von Schuldgefühlen gepeinigt, in einem Irrenhaus gelandet ist. Er sieht Mozart als großes Baby, das jedoch – anders als er selbst – geniale Musik schreibt und so seiner eigenen Karriere gefährlich wird … Forman bricht in diesem von Kritikern als „magisches“ Werk gelobten, in Sachen Rhythmus und Tempo perfekt aufeinander abgestimmten Augen- und Ohrenschmaus mit den Traditionen klassischer Biopics und zeigt Mozart als Superstar, was einen seiner Zeitgenossen wiederum inspirierte: Rock me, Amadeus! (Film Archiv Austria – Florian Widegger)

Ticketinformationen

Tickets zu 11 Euro, 9 Euro (ermäßigt) und 8 Euro (für Studierende) sind beim GLORIA-Kino erhältlich.

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Film- und Vortragsreihe

Seit Anbeginn des Films werden Figuren, Motive und Stoffe der Kunst und Literatur im Kino aufgegriffen, dort auf zuweilen innovative Weise miteinander kombiniert und so mit neuen Bedeutungen versehen bzw. popularisiert. Die im Rahmen der Filmreihe „Kunst und Populärkultur im Film“ gezeigten Werke geben einen Einblick in das dabei mögliche Spektrum an Filmgenres und filmischen Transformationen. Es wird deutlich, wie im Film künstlerische Bildsprachen, Themen und avantgardistische Techniken mit massenwirksamen Formen, Symbolen und Erzählweisen verknüpft werden können. Zugleich prägt der Film als Medium selbst die Populärkultur, indem er deren Ikonen bestätigt, neue schafft und künstlerische Ideen einem breiten Publikum über nationalsprachliche Grenzen hinweg zugänglich macht.

Zu der Film- und Vortragsreihe lädt das Institut für Europäische Kunstgeschichte (IEK) der Universität Heidelberg in Kooperation mit dem GLORIA-Kino – Filmkunst in Heidelberg und mit Unterstützug des Sonderforschungsbereichs 1671 Heimat(en) ein. Die Filmvorführungen mit einführendem Vortrag und Publikumsgespräch sind Teil des Auftakts zum neuen interdisziplinären Masterstudiengang Populärkulturen an der Universität Heidelberg. Organisator:innen der Reihe im Sommersemester sind Prof. Dr. Henry Keazor und Dr. Alexandra Vinzenz vom IEK sowie Prof. Dr. Daniel Winkler vom Romanischen Seminar.