Institutionelle Rahmenbedingungen Transferkodex
Die Universität Heidelberg sieht es als ihre Aufgabe an, Erkenntnisse, Wissen und Technologien für die Gesellschaft nutzbar zu machen und zugleich gesellschaftliche Bedarfe in Forschung und Lehre aufzugreifen. Dadurch trägt sie durch bidirektionalen Austausch zur Lösung der großen Herausforderungen der Menschheit bei. Der Transfer ist in den Disziplinen der Volluniversität ein strategisches Ziel, um nachhaltige Wirkung und Mehrwert in allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu generieren. Innovationen und Transfer der Universität Heidelberg und ihrer Mitglieder beruhen auf folgenden Grundsätzen.
Gesellschaftlicher Mehrwert
Transfer bedeutet für die Universität einen bidirektionalen Austauch. Dieser inspiriert einerseits Akademia durch praxisrelevante Impulse und gesellschaftliche Herausforderungen und vermittelt andererseits wissenschaftliche Erkenntnisse zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Der Erfolg der Transferaktivitäten orientiert sich für die Universität vorrangig am Nutzen für Mensch, Gesellschaft und Natur.
Ethische Verantwortung
Die Transferaktivitäten sind darauf auszurichten, Nutzen für Mensch, Gesellschaft und Natur zu erbringen. Sie haben hohen ethischen Standards zu genügen und sollen den verantwortungsvollen, schonenden Umgang mit Ressourcen unterstützen. Technikfolgen sind frühzeitig begleitend zu bedenken.
Governance
Die universitären Transferaktivitäten werden durch transparente und effektive Governance-strukturen mit eindeutigen Verantwortlichkeiten gestützt. Diese Strukturen dienen vorrangig der Unterstützung von Transfervorhaben. Alle Wissenschaftler:innen der Universität Heidelberg verpflichten sich zur Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen sowie Compliance-Regelungen ihrer Fachdisziplinen. Interessenskonflikte werden möglichst vermieden und bei Bedarf gemäß der Governancestrukturen entschieden.
Transferleistung
Die Universität berücksichtigt und würdigt Transferaktivitäten ihrer Mitglieder als eigenständige Leistungsdimension. Neben Forschung und Lehre unterliegt der Transfer als gleichberechtigte Aufgabe der Universität eigenen Leistungs- und Qualitätskriterien.
Chancengleichheit und Vielfalt
Die Universität fördert die Vielfalt und unterstützt Chancengleichheit in der Gestaltung und Umsetzung von Transferaktivitäten für alle Mitglieder der Universität. Insbesondere Transferaktivitäten von bisher im Transfer unterrepräsentierten Gruppen werden durch spezifische Angebote im Rahmen der universitären Strukturen befördert.
Fairness
Die Transferaktivitäten folgen dem Gebot der gegenseitigen Fairness und der höchstmöglichen Transparenz mit den Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Kooperationen werden so strukturiert, dass sie allen Parteien zum Vorteil gereichen und gemeinsam das Ziel des gesellschaftlichen Mehrwerts verfolgen.
Qualitätssicherung
Zur Sicherung guter Transferpraxis bezieht die Universität ein unabhängiges sowie fachlich und gesellschaftlich vielfältiges, mit internen und externen Mitgliedern besetztes Beratungsgremium in die strategische Planung und Evaluation ihrer Transferaktivitäten ein. Dieses unterstützt die Universität in der Weiterentwicklung des Handlungsfeldes Transfer, vermittelt im Konfliktfall und bewertet, wenn notwendig, die Handlungen im Rahmen von Transferaktivitäten.
Dieser Kodex bildet die Grundlage der Transferstrategie und der Intellectual Property (IP) Policy der Universität.