Covid-19-TestverfahrenCoronatest der Universität Heidelberg

Studierende und Mitarbeiter*innen der Universität Heidelberg haben jetzt die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Studie regelmäßig auf SARS-CoV-2 testen zu lassen. Ein neues Covid-19-Testverfahren wurde am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Knop und Dr. Simon Anders in Zusammenarbeit mit dem Center for Integrative Infectious Diseases Research (CIID) des Universitätsklinikums Heidelberg und der virologischen Diagnostik entwickelt. Es basiert auf einer Gurgelprobe mit einer Kochsalzlösung und einem Nachweis der viralen SARS-CoV-2 RNA mittels einer isothermalen enzymatischen Reaktion.

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Sensitivität des Heidelberger Testverfahrens dabei nahezu den handelsüblichen PCR-Tests entspricht, die aktuell für die Diagnostik eingesetzt werden, und weit sensitiver ist als kommerzielle Antigentests. Der Test wurde während der ersten Welle der Pandemie entwickelt und in Peer-Review-Journalen publiziert.

Coronavirus

Der Test dauert rund acht Stunden, die Proben werden zentral analysiert. Dabei können Personen häufig schon ca. zwei bis drei Tage nach erfolgter Ansteckung identifiziert werden, bevor sie wirklich infektiös werden, zudem lässt sich das Virus noch lange nach der Infektion nachweisen. Dadurch eignet sich der Test besonders gut, um Infektionsketten aufzudecken und so die Verbreitung des Virus zu stoppen. Für einen effizienten Einsatz des Tests haben wir die Mitarbeiter und Studenten in drei Programme eingeteilt.

Der Coronatest ist ein experimenteller Test, der nur für Forschungszwecke zugelassen ist (Ethikvotum der Kommission liegt vor). Das Testlabor ist nicht akkreditiert und nicht für die klinische Diagnostik zugelassen. Ein falsch positives bzw. falsch negatives Ergebnis ist daher möglich. Die Teststation kooperiert mit dem Diagnostik-Labor des Universitätsklinikums und dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises.

Der Test trägt noch kein CE-Kennzeichen und kann derzeit nicht in der EU käuflich erworben werden.

Der Test hat ein Limit of detection (LoD) zwischen CT von 33 bis 35.