Gründungsförderung Linq erhält EXIST-Forschungstransfer
17. September 2025
veröffentlicht von hei_INNOVATION
Ein Team aus der Universität Heidelberg schafft die technologische Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe des Quantencomputers. Das Gründungsvorhaben „Linq“ wird mit 1,35 Millionen Euro über zwei Jahre durch einen EXIST-Forschungstransfer gefördert.

Linq ebnet den Weg zum ersten praxistauglichen Quantencomputer. Das Team entwickelt systemkritische Hardware, die Laser, Lichtsteuerung und ultraschnelle Signale zuverlässig zusammenbringt – kompakt, energieeffizient und industrietauglich. So lassen sich viele Quantenbauteile parallel und stabil ansteuern, was zentrale Hürden bei der Skalierung senkt. Aus dem universitären Umfeld heraus werden Laborideen in robuste Produkte überführt, darunter ein Baukastensystem für Quantenlabore und Pilotanlagen. Ziel ist es, Komplexität zu reduzieren, Zuverlässigkeit zu erhöhen und Quantencomputing vom Experiment in die Anwendung zu bringen.
Zum Gründungsteam gehören Rasmus Bankwitz, der an der Universität Heidelberg in Ingenieurswissenschaften promoviert, sowie Julius Römer, Doktorand der Physik an der Universität Heidelberg. Ergänzt wird das Team durch Jade Robinson, die zuvor als Projektmanagerin bei Amazon tätig war und einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Cambridge mitbringt. Als Mentor begleitet Prof. Wolfram Pernice vom Kirchhoff-Institut für Physik das Projekt.
Die Idee zu Linq entstand während der Promotion von Rasmus Bankwitz an der Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Da sich die Licht- und Signalsteuerung als entscheidender Engpass erwies, entwickelte er aus einer pragmatischen Laborlösung ein kompakter Prototyp, der Laser und Steuerung zuverlässig zusammenführt. Starkes Feedback aus Partnerlaboren und erste erfolgreiche Tests gaben den Anstoß, daraus eine Produktlinie zu entwickeln.
„hei_INNOVATION hat uns enorm geholfen: Amina Daca und Michael Gerards haben uns super gecoached und von der Antragseinreichung bis zur finalen Bewilligung unterstützt, wo sie nur konnten“, betont das Gründerteam. Das Projekt wird im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Der Förderzeitraum beträgt zwei Jahre, die Fördersumme liegt bei 1,35 Millionen Euro.
Der EXIST-Forschungstransfer unterstüzt herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit aufwändigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Das EXIST-Förderprogramm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finanziert.
