Philosophische FakultätReligionswissenschaft – Bachelor 75%

Studierende der Religionswissenschaft befassen sich mit empirisch-kulturwissenschaftlich mit religiösen Vorstellungen, Praktiken und Materialitäten, die es in ihrem jeweiligen geschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontext zu erfassen gilt.

Fakten & Formalia

AbschlussBachelor of Arts
StudiengangstypGrundständig
StudienbeginnWinter- und Sommersemester
Regelstudienzeit6 Semester
Lehrsprache(n)Deutsch und Englisch
Gebühren und Beiträge169.25 € / Semester
BewerbungsverfahrenStudienanmeldung für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung und ohne Aufnahmeprüfung
BewerbungsfristenInformationen zu Bewerbungsfristen erhalten Sie, nachdem Sie sich einen Studiengang zusammengestellt haben.
TeilzeitoptionJa

Inhalt des Studiums

Zu den Inhalten des Heidelberger Bachelorstudiengangs Religionswissenschaft gehört die analytische Beschäftigung mit unterschiedlichen Religionen in Geschichte und Gegenwart. Dabei fragt Religionswissenschaft nicht nach der Wahrheit oder Richtigkeit religiöser Aussagen, sondern nach der Rolle, die religiöse Akteure, Institutionen, Narrationen und Praktiken für die Kultur ihrer Zeit spielen. Beachtung finden dabei unter anderem Rituale und Ritualgegenstände, die Aussagen von religiösen Akteuren in Interviews, die Präsentation von Religion in unterschiedlichsten Medienformaten sowie schriftliche und archäologische Überlieferungen. Bei religionswissenschaftlichen Untersuchungen wird eine möglichst wertneutrale Beschreibung der Entstehung und Veränderung religiöser Traditionen anhand empirischer Befunde angestrebt, die Studierende dieses Studiengangs analysieren. Die empirisch-kulturwissenschaftlich ausgerichtete Heidelberger Religionswissenschaft beschreibt und untersucht komplexe religiöse Konstellationen in Vergangenheit und Gegenwart und stellt damit – gerade auch für Gegenwartsszenarien – eine Zeitdiagnostik für bedeutende gesellschaftspolitische Fragen bereit beispielsweise in den Feldern Fundamentalismus, Gewalt und Religion, Migration und Integration.

Aufbau des Studiums

Der Bachelorstudiengang Religionswissenschaft 75% setzt sich aus einem theoretisch-methodischen und einem religionshistorischen Teil zusammen:

  • Theorie und Methoden:

Basis- und Aufbaumodule bieten den Studierenden Kenntnisse über die Theorien und Methoden, die sie dazu befähigen, sich mit den religiösen Traditionen der Welt in Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen. Auch lernen die Studierenden Methoden kennen, mit denen Daten über religiöse Traditionen gesammelt werden, wie z. B. historisch-philologische, archäologische oder sozialwissenschaftliche und ethnologische Methoden. Daneben bieten die einführenden Lehrveranstaltungen auch einen Überblick über den Umgang mit Hilfsmitteln und Techniken der Recherche. Zudem kann das Lehrangebot der Universität Heidelberg für ein breites Spektrum an Quellensprachen, das von den klassischen und modernen Sprachen Europas über die alten und neuen Sprachen des Vorderen Orients bis zu denen Süd- und Ostasiens reicht, genutzt und dadurch spezifische sprachliche Kenntnisse erworben werden. Diese können dann mit regionalwissenschaftlichen Kenntnissen zu der jeweiligen Region und Epoche, auf deren religiöse Traditionen sich die Studierenden spezialisieren wollen, verbunden werden.

  • Religionsgeschichte:

Überblicksveranstaltungen offerieren den Studierenden Wissen über die großen religiösen Traditionen und ihre aktuellen Entwicklungen und bieten Einführungen in spezifische Themenfelder. Die Studierenden können zusätzlich zum Angebot des Instituts für Religionswissenschaft aus dem großen Angebot an Modulen des Interdisziplinären Lehrangebots Religionswissenschaft wählen, das sich aus dem facettenreichen Lehrangebot der angrenzenden Nachbardisziplinen speist. Dies ermöglicht es den Studierenden im Verlauf ihres Bachelorstudiums selbständig Schwerpunktsetzungen vorzunehmen und damit Kompetenzprofile aufzubauen, die dem jeweiligen Berufsziel möglichst adäquat angepasst sind.

Studienbegleitende Prüfungsleistungen sind auf der einen Seite Teilprüfungen wie Referate oder Essays und auf der anderen Seite Modulabschlussprüfungen wie Hausarbeiten, mündliche Prüfungen und (selten) Klausuren.

Zum Abschluss des Studiums fertigen die Studierenden im sechsten Semester eine Bachelorarbeit an.

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