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Neuphilologische FakultätGermanistik: Literatur – Wissen – Sprache – Master

Studierende des Fachs Germanistik beschäftigen sich mit der deutschen Sprache und Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, in ihren sozialen und kulturellen Beziehungen sowie mit ihrer theoretischen Grundlegung.

Fakten & Formalia

AbschlussMaster of Arts, Double Degree
StudiengangstypKonsekutiv
StudienbeginnWinter- und Sommersemester
Regelstudienzeit4 Semester
Lehrsprache(n)Deutsch
Gebühren und Beiträge174.35 € / Semester
BewerbungsverfahrenVerfahren für konsekutive Masterstudiengänge mit Zugangsbeschränkung
BewerbungsfristenInformationen zu Bewerbungsfristen erhalten Sie, nachdem Sie sich einen Studiengang zusammengestellt haben.
TeilzeitoptionJa
Als Begleitfach wählbarJa
Internationaler StudiengangJa

Inhalt des Studiums

Der Masterstudiengang Germanistik: Literatur – Wissen – Sprache an der Universität Heidelberg vermittelt vertiefte Kenntnisse in den Fachgebieten Germanistische Linguistik, Neuere deutsche Literaturwissenschaft oder Sprache und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Eingebunden in den Kontext eines traditionsreichen, exzellent vernetzten Forschungsumfelds, gilt der Masterstudiengang der Auseinandersetzung mit zentralen Fragen aktueller germanistischer Forschung in einer interdisziplinären und internationalen Perspektive.

Im Schwerpunktgebiet „Germanistische Linguistik“ hat der Studiengang einen forschungspraktischen Fokus auf den thematischen Komplex „sprachliches Wissen“. Im Schwerpunktgebiet „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ steht jenes literaturgeschichtliche Kontinuum im Vordergrund, das vom Humanismus über Aufklärung, Klassik und Romantik, den Realismus des 19. Jahrhunderts und den Avantgardismus des frühen 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart reicht. Paradigmen der neueren deutschen Literaturgeschichte werden in ihren historisch-sozialen Kontexten vermittelt. Intertextuelle Bezüge, interdisziplinäre und komparatistische Aspekte, wissensgeschichtliche Dimensionen und poetologische Traditionen werden in vertiefenden Modulen behandelt.

Im Schwerpunktgebiet „Sprache und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ liegt der Akzent auf der gesamten Sprach- und Literaturgeschichte vom 8. bis zum 18. Jahrhundert.

Ziel des Studiengangs ist es, anhand repräsentativer Ausschnitte zu einer wissenschaftlich fundierten Beschäftigung mit der deutschen Sprache und Literatur der Vor- und Frühmoderne anzuleiten. Dabei wird im Verlauf des Studiums die Möglichkeit einer Spezialisierung auf das Mittelalter oder auf die Frühe Neuzeit angeboten.

Aufbau des Studiums

Der Studiengang setzt sich zusammen aus einem:

  • Hauptfach Germanistik: Literatur – Wissen – Sprache (bestehend aus Lehrveranstaltungen in einem der drei Schwerpunktgebiete, aufgeteilt in ein Grundlagenmodul, ein Vertiefungsmodul, ein Examens- und Forschungsmodul, ein Prüfungsmodul und die Master-Arbeit)
  • Begleitfach (bestehend aus einem Kompaktmodul).

Als Begleitfach zum Hauptfach Germanistik kann grundsätzlich jedes Fach gewählt werden, für das ein entsprechendes Studienangebot im Masterbereich besteht (siehe Fächerkatalog), ausdrücklich ist auch die Kombination mit einem der anderen germanistischen Schwerpunktgebiete möglich.

Das Studium verlangt den Erwerb des Latinums, das bis zum Ende des 2. Fachsemesters nachgereicht werden kann. 

Internationale Verlaufsvariante

Der Masterstudiengang Germanistik: Literatur – Wissen – Sprache kann im Hauptfach bei Wahl des Schwerpunktbereichs „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ auch als internationale Variante in einer deutsch-französischen institutionellen Kooperation zwischen dem Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg, dem Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg und der Unité de formation et de recherche (UFR) d‘Études germaniques et nordiques der Sorbonne Université mit dem Abschluss eines Double Degree studiert werden. Der Studiengang vermittelt durch die binationale Ausrichtung sowohl neue Perspektiven auf die Theorie und Praxis der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung als auch eine vertiefte Kenntnis der wissenschaftlichen und kulturellen Traditionen und Ideenkonstellationen in Frankreich und Deutschland. Die Studierenden haben die Möglichkeit zu individuellen Schwerpunktsetzungen, die die kritische Reflexion über die Wirkmächtigkeit kultureller Prägungen fördern und nachhaltig die interkulturelle Kommunikationsfähigkeit stärken. Die direkte Auseinandersetzung mit den beiden kulturellen wie wissenschaftlichen Traditionen schärft den Blick der Studierenden für Individualität, Alterität und kulturelle Diversität und befähigt sie zum flexiblen und sicheren Handeln in interkulturellen Kontexten. Der erfolgreiche Abschluss des Studiums wird durch die deutschen und französischen Urkunden bestätigt. Darüber hinaus kann die internationale Variante ebenfalls zur Vorbereitung auf die Promotion genutzt werden, insbesondere im Rahmen eines angeschlossenen binationalen Promotionsstudiums (Cotutelle de thèse) („PhD-Track“).