Neuphilologische FakultätFranzösisch/Transkulturelle Studien. Literaturen und Sprachkontakte im frankophonen Raum

Die Romanistik beschäftigt sich mit den romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen. Im Fach Französisch liegt hierbei der Fokus auf dem frankophonen Raum.

Die Romanistik beinhaltet die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen. Die wichtigsten romanischen Sprachen, deren gemeinsame Wurzel das Latein ist, sind Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch, Okzitanisch, Katalanisch, Galicisch, Sardisch und Rätoromanisch. Beachtung finden auch die romanischen Sprachvarietäten, Literaturen und Kulturen außerhalb Europas, etwa in Lateinamerika, Kanada sowie Nord- und Westafrika. 

Das Fach Französisch umfasst die drei Teilbereiche Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft. Flankiert werden diese wissenschaftlichen Teilgebiete von der sprachpraktischen Ausbildung, die in Heidelberg ausschließlich durch muttersprachliche Lehrende erfolgt. 

Besonderheiten und Merkmale

  • Erasmuskooperationen mit sieben französischen Universitäten; Universitätspartnerschaft mit der Université Paul Valéry Montpellier 3; spezieller Studierenden- und Lehrendenaustausch mit der École Normale Supérieure in Lyon 
  • inner- wie außeruniversitäre Verknüpfung mit verschiedenen Forschungszentren, beispielsweise dem Europäischen Zentrum für Sprachwissenschaften (EZS) 
  • zahlreiche internationale Forschungskontakte, so in der Sprachwissenschaft beispielsweise mit PRAXILING-UMR 5267 CNRS 
  • spezifische Lehrveranstaltungsformate  

Forschung

Die Forschung in Heidelberg unterteilt sich in Sprach- und Literaturwissenschaft. 

Die Forschungsschwerpunkte der Sprachwissenschaft sind: 

  • Sprachgeschichte, Sprachwandel und Sprachkontakte des Französischen 
  • synchronische und diachronische Untersuchungen der Syntax, Semantik und Morphologie 
  • Variationslinguistik  
  • Historische Soziolinguistik und Pragmatik, Diskurslinguistik 
  • Sprachnormierung und Sprachkritik 
  • Wörterbuchprojekte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften zum Altfranzösischen (DEAF) und Altgaskognischen (DAG) 

Die Literaturwissenschaft ist anthropologisch, poetologisch und komparatistisch ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte sind: 

  • Theater der Klassik und der Aufklärung 
  • Erzählprosa des Realismus und des Naturalismus 
  • Lyrik der Moderne 
  • Rousseau und die französische Aufklärung 
  • Lyrik des 19. Jahrhunderts 
  • Gustave Flaubert 
  • Georges Bataille 
  • Maurice Blanchot 
  • Literaturtheorie 
  • Hermeneutik und Dekonstruktion 
  • Grenzgänge zwischen Literatur und Philosophie 
  • Psychoanalyse und Literatur 
  • Figurative Erkenntnis 

Berufsfelder

Absolventen und Absolventinnen des Fachs Französisch finden Beschäftigung  

  • im Lehramt (Gymnasium) 
  • in Bildungs- und Beratungseinrichtungen 
  • an Hochschulen und Forschungsinstituten 
  • in Medienunternehmen 
  • in Kommunikations- und Übersetzungsagenturen 
  • in Verlagen 
  • im Tourismus 
  • und überall dort, wo vertiefte Kenntnisse der französischen Sprache, Literatur und Kultur von Bedeutung sind 

Insights

Ich habe mich schon immer für die romanischen Sprachen und im Besonderen für die sprachliche und kulturelle Diversität der Romania interessiert. Der neue Masterstudiengang an der Universität Heidelberg hat mich wegen seines interdisziplinären Charakters, des hohen wissenschaftlichen Niveaus und der Möglichkeit, eine zweite romanische Sprache zu erlernen – wie das Katalanische – angesprochen. Der Studiengang ist dabei sowohl auf Kontaktphänomene im Bereich der Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft als auch auf transkulturelle Prozesse ausgerichtet.

Tuba Bozkurt, 23, Französische Philologie, 2. Semester Master

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