Neuphilologische FakultätEditionswissenschaft und Textkritik – Master

Der Masterstudiengang Editionswissenschaft vermittelt den Studierenden die Praxis der Quellenerschließung und die anwendungsbezogene Grundlagenforschung im Bereich der literarischen Überlieferung des europäischen Mittelalters und der Neuzeit. Die Studierenden erhalten eine solide philologische Ausbildung, in der editorisches Handwerkszeug und die Fähigkeit intensiver Interpretation geschult wird.

Fakten & Formalia

AbschlussMaster of Arts
StudiengangstypKonsekutiv
StudienbeginnWinter- und Sommersemester
Regelstudienzeit4 Semester
Lehrsprache(n)Deutsch
Gebühren und Beiträge169.25 € / Semester
BewerbungsverfahrenVerfahren für konsekutive Masterstudiengänge mit Zugangsbeschränkung
BewerbungsfristenInformationen zu Bewerbungsfristen erhalten Sie, nachdem Sie sich einen Studiengang zusammengestellt haben.

Inhalt des Studiums

Im Masterstudiengang Editionswissenschaft und Textkritik arbeiten Lehrende und Studierende besonders enge zusammen. Gemeinsam werden Quellen erschlossen und Grundlagenforschung betrieben. Der Studiengang führt die Ausbildung „ad fontes“ – also zu den Quellen und Originaltexten – und bildet die drei ursprünglichen Tätigkeitsbereiche der Philologie – Edition, Kommentar und Interpretation – im Studienprogramm ab. Neben grundlegenden Fähigkeiten wie der Erschließung materialer Überlieferung, dem Lesen unterschiedlicher Schreibschriften, der Handschriftenbeschreibung und Textdarstellung, erlernen die Studierenden die Kommentierung und Interpretation von Texten und Manuskriptentwürfen.

Die Studierenden erwerben verschiedene, komplementäre Fähigkeiten, die in dieser Konstellation nur selten anzutreffen sind. Sie lernen:

  • an konkreten Detailfragen der historischen Überlieferung allgemeine Fragen von deren Darstellung systematisch zu artikulieren
  • an Einzelfällen praktisch erworbenes Wissen abstraktiv auf andere Sachverhalte anzuwenden
  • editorische Sachverhalte aus verschiedenen Gegenstandsbereichen plausibel zu beschreiben sowie die technische Kompetenz in der medialen Vermittlung dieser Beschreibung
  • die spezifischen Anwendungsformen editorischer Arbeit in Verlagen, Archiven, Bibliotheken und Museen

Aufbau des Studiums

Der Studiengang gliedert sich in

  • 3 Basismodule (obligatorisch). Vermittlung von sprachhistorischen Grundlagen, Editionstheorie und -praxis, Fragen der Textkritik und Hermeneutik
  • 1 Praktikum (in Bibliotheken, Verlagen, Archiven, Museen)
  • 5 Ergänzungsmodule (fakultativ zu wählen, zwei davon obligatorisch). Diese bieten die Möglichkeit zur Vertiefung in Schrift- und Handschriftenkunde, zur Spezialisierung von Editionstheorie und -praxis in verwandten Fächern (Musikwissenschaft, Geschichtswissenschaften) und zur ergänzenden Qualifizierung in Aufgaben des Verlagsbereichs und des Journalismus

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