VortragsreiheWie Blutgefäße die Organfunktion kontrollieren

Pressemitteilung Nr. 76/2019
8. Juli 2019

13. Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“

Wie kontrollieren Blutgefäße die Organfunktion? Was haben sie mit Tumoren zu tun und wie steuern sie ihre Umgebung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 13. Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“. Zum Thema spricht Prof. Dr. Hellmut Augustin, Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum. Getragen wird die Veranstaltungsreihe von den Sonderforschungsbereichen der Ruperto Carola, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden; sie ist ein gemeinsames Projekt mit der Rhein-Neckar-Zeitung. Die Veranstaltung „Blutgefäße“ findet am 11. Juli 2019 im Karlstorbahnhof statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Plakat: Überlebensstrategien Runde 6, Juli 2019

Prof. Augustin ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Wie Blutgefäße die Organfunktion kontrollieren“ (SFB 1366), der im Jahr 2019 seine Arbeit an der Medizinischen Fakultät Mannheim aufgenommen hat. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen die Mechanismen, mit denen Blutgefäße die Funktion von Organen während der Entwicklung und bei Krankheitsprozessen steuern. Fehlfunktionen von Gefäßen sind direkt oder indirekt an mehr als zwei Dritteln aller Todesfälle beteiligt. Die Erforschung der komplexen Blutgefäßfunktionen auf der zellulären und molekularen Ebene verfolgt daher das Ziel, Prozesse lebensbedrohlicher Krankheiten besser zu verstehen und neue Zielstrukturen für die therapeutische Intervention zu identifizieren.

In die Thematik des Sonderforschungsbereichs wird der SFB-Sprecher einführen. Anschließend stellen die Projektleiter Dr. Katharina Schlereth und Prof. Dr. Michael Platten die Arbeiten in ihren Laboratorien vor. Dabei geht es um epigenetische Mechanismen der Gefäßkontrolle sowie die Bedeutung dieser Kontrolle bei entzündlichen Prozessen im Gehirn. Die Referenten stehen dem Publikum Rede und Antwort bei Fragen rund um das Thema Blutgefäße. Die Einführung und Moderation der Veranstaltung mit musikalischer Begleitung durch Mitglieder des Collegium Musicum übernimmt Dr. Micha Hörnle, Leiter der RNZ-Stadtredaktion.

SFBs sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während Sonderforschungsbereiche in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines SFB gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren.

Die Reihe „Überlebensstrategien“ wird im Herbst 2019 fortgesetzt.

Kontakt