GleichstellungVielfalt fördern und Miteinander gestalten

22. Februar 2021

Gleichstellungsbüro startet universitätsweite Kampagne für respektvolles Miteinander

„Respekt leben, Vielfalt fördern, Miteinander gestalten“: Mit ihrer gleichnamigen Campuskampagne beteiligt sich die Universität Heidelberg in diesem Jahr an einer landesweiten Initiative für einen respektvollen Umgang miteinander und gegen sexualisierte Diskriminierung sowie Gewalt an Hochschulen. Die vom Gleichstellungsbüro koordinierten Aktivitäten, die sich an die gesamte universitäre Gemeinschaft richten, umfassen unter anderem Weiterbildungsveranstaltungen, Vorträge und einen Podcast sowie Online-Tutorials und eine Umfrage zum Thema.

„Mit unserer Kampagne möchten wir vor allem bekannter machen, welche Möglichkeiten es an der Universität gibt, sich beraten und helfen zu lassen“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Christiane Schwieren. „Ebenso wollen wir deutlich machen, dass sexuelle Belästigung, Mobbing, Stalking und Diskriminierung an der Universität Heidelberg nicht geduldet werden und Präventionsmöglichkeiten aufzeigen.“ Aufklärungsbedarf besteht nach den Worten von Prof. Schwieren auf allen Ebenen, sowohl bei Studierenden als auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem in Führungspositionen. „Viele sind verunsichert, wenn sie mit derartigen Fällen konfrontiert werden, wissen nicht, was sie tun sollen. Das soll sich ändern.“

Geplant ist auch eine universitätsweite Umfrage zum Thema, mit der erfasst werden soll, ob und welche „Angsträume“ an der Universität Heidelberg bestehen. „Diese Umfrage werden wir wissenschaftlich begleitet auswerten und prüfen, welche Maßnahmen sich daraus ableiten lassen“, so Prof. Schwieren. Weitere Aktivitäten in den kommenden Monaten drehen sich insbesondere um den professionellen Umgang mit sexueller Belästigung, Mobbing, Stalking und Diskriminierung.

Zum Weltfrauentag am 8. März 2021 zeigt das Gleichstellungsbüro in einer Online-Vorführung den Dokumentarfilm „Picture a Scientist – Frauen der Wissenschaft“. Drei US-amerikanische Forscherinnen berichten darin über ihren Werdegang sowie über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung. „Mit unserer Kampagne“, so Prof. Schwieren, „wollen wir auch darauf aufmerksam machen, dass Menschen, die einer Minderheit an der Universität angehören, oft zusätzliche Dinge leisten müssen, weil für sie, anders als für die Majoritätsgruppe, vieles nicht selbstverständlich ist.“

Die Campuskampagne „Respekt leben, Vielfalt fördern, Miteinander gestalten“ an der Universität Heidelberg ist Teil der landesweiten Initiative „Zieh einen Schlussstrich“, die sich gegen sexualisierte Diskriminierung sowie Gewalt an Hochschulen richtet. Im August 2020 wurde dazu die Resolution im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst verabschiedet und von den Vertreterinnen und Vertretern aller Hochschulen sowie von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer unterzeichnet.