Innovation Universität Heidelberg: Mit der NXTGN Startup Factory eine Gründungswelle auslösen

Pressemitteilung Nr. 80/2025
10. Juli 2025

Baden-württembergischer Verbund erhält Millionenförderung von Bund und Wirtschaft – Aufbau einer international sichtbaren Innovationsplattform

Mit einer international sichtbaren Innovationsplattform will das Konsortium NXTGN – ein strategischer Verbund baden-württembergischer Hochschulen und privatwirtschaftlicher Partner unter maßgeblicher Beteiligung der Universität Heidelberg – eine neue Gründungswelle auslösen. Die NXTGN Startup Factory soll als eine zentrale Anlaufstelle für technologiegetriebene Gründungen den Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung beschleunigen und eng mit dem industriellen Mittelstand zusammenarbeiten. Hier wird auch die Ruperto Carola in der Verbindung von exzellenter Forschung und nachhaltigen Transferaktivitäten entscheidende Impulse für Innovationen setzen. Bund und Wirtschaft stellen für den Aufbau dieser Plattform über einen Zeitraum von fünf Jahren Mittel in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung, nachdem sich NXTGN erfolgreich im „Leuchtturmwettbewerb Startup Factories“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgesetzt hat. 

Universität Heidelberg: Mit der NXTGN Startup Factory eine Gründungswelle auslösen

Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, Prorektorin für Innovation und Transfer an der Universität Heidelberg: „In den vergangenen zwei Jahren ist es uns gelungen, mit NXTGN einen lebendigen Verbund zu schaffen. Die beteiligten Universitäten, Hochschulen und Partner aus der Privatwirtschaft haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Impulse zu geben für die Verbindung von exzellenter Forschung, innovativer Gründungskultur und verantwortungsbewusstem Unternehmertum – Impulse, die die Wettbewerbsfähigkeit von Region und Land nachhaltig stärken und gesellschaftlichen Fortschritt befördern.“ Nach den Worten der Prorektorin wird die NXTGN Startup Factory einen Fixpunkt der Transferaktivitäten an der Universität Heidelberg bilden. 

Die NXTGN Startup Factory beruht auf drei Säulen: Neben der Stärkung von Startups auf dem Weg von der Forschung in den Markt will der Verbund mit seiner Innovationsplattform eine strukturierte und effiziente Zusammenarbeit zwischen Gründungen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen. Zudem sollen in der Verbindung von physischen Hubs und digitalen Angeboten landesweit Gründungspotentiale aktiviert werden. Ziel der NXTGN Startup Factory ist es, bis zum Jahr 2030 mehr als 300 Gründungen von Deep-Tech-Startups zu unterstützen und mindestens 1.000 Kooperationsvorhaben mit dem Mittelstand zu vermitteln, in erheblichem Umfang privates Risikokapital zu mobilisieren und damit zu ermöglichen, dass mehr als 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen des Landes Baden-Württemberg geschaffen werden. 

An die NXTGN Startup Factory sind die sechs regionalen INSPIRE BW Hubs angeschlossen. Dr. Raoul Haschke, Teamleiter der Transferagentur hei_INNOVATION der Universität Heidelberg und Koordinator dieser Hubs: „Die Unterstützung der Gründerinnen und Gründer findet direkt vor Ort an den Hochschulen statt. Mit Veranstaltungen, Beratungen oder Austausch werden dafür die Grundlagen gelegt.“ Wie Dr. Haschke betont, sollen die INSPIRE BW Hubs für eine regionale Vernetzung sorgen und durch die Zusammenarbeit ein Startup-Ökosystem Baden-Württemberg schaffen.“ An der Universität Heidelberg fördert hei_INNOVATION den Transfer von universitären Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Transferagentur ist zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung und Umsetzung von Transferaktivitäten.

Beteiligt an dem Konsortium NXTGN – abgeleitet von „Next Generation“ – sind neben der Universität Heidelberg das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Stuttgart, die Universität Ulm, die Hochschule der Medien in Stuttgart, die NXTGN Management GmbH, die Campus Founders und der Innovation Park Artificial Intelligence. Ergänzt wird der Verbund um privatwirtschaftliche Partner sowie Mätch VC, einen neuen Venture-Capital-Fonds für baden-württembergische Startups. Der Bund wird den Zusammenschluss mit bis zu zehn Millionen Euro fördern. Zusätzlich hat die Privatwirtschaft eine Finanzierung in gleicher Höhe zugesagt.

Der „Leuchtturmwettbewerb Startup Factories“ ist Teil der Startup-Strategie des Bundes und zielt auf den Aufbau von neuen zentralen Akteuren des Gründungs-Ökosystems in Deutschland. Bundesweit sollen zehn überregionale und international sichtbare „Leuchttürme“ etabliert werden. Voraussetzung ist eine starke Anbindung an eine oder mehrere gründungsstarke Hochschulen sowie gegebenenfalls auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit hohem Innovationspotential.