Medizin Universität Heidelberg: Klinikverbund schafft Voraussetzung für die Fusion der beiden Medizin-Fakultäten
1. August 2025
Damit entsteht eine der größten medizinischen Fakultäten Deutschlands mit hervorragenden Potentialen für Forschung, Lehre und Transfer
Der Verbund der beiden Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim soll mit Beginn des kommenden Jahres offiziell realisiert werden, nachdem der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg Einzelheiten zur zukünftigen Zusammenarbeit und Beteiligung der beiden Klinika beschlossen hat. Damit sind auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Universität Heidelberg die Fusion der Medizinischen Fakultät Heidelberg und der Medizinischen Fakultät Mannheim weiter vorantreibt. Die beiden Medizin-Fakultäten der Universität sollen zum Januar 2027 in einer gemeinsamen Fakultät aufgehen. Damit entsteht eine der größten medizinischen Fakultäten in Deutschland, die durch die Zusammenführung der Stärken herausragende Bedingungen für Grundlagenforschung, die Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern sowie den Transfer in die klinische Praxis bietet.
Der Verbund der Klinika und die Fusion der Medizin-Fakultäten erlauben eine standortübergreifende Struktur- und Entwicklungsplanung, die mit ihren strategischen Schwerpunktsetzungen den Klinik-Verbund und die neue vereinte Fakultät in Forschung, Lehre und Klinik weiter in die Zukunft führt. Die Verbundlösung stärkt zugleich den Innovationscampus Health & Life Science Alliance Heidelberg Mannheim, der hohe Anziehungskraft für nationale und internationale Spitzenkräfte aus Medizin und Wissenschaft entfalten, die Patientenversorgung auf ein neues Niveau heben und die Gesundheitswirtschaft nachhaltig stärken soll.
Die Rektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frauke Melchior: „Die Universität begrüßt die Verbundlösung und dankt den beteiligten Ministerien und dem Land für diese Richtungsentscheidung. Die Zukunft der biomedizinischen Forschung und der Gesundheitsforschung liegt in der Vernetzung komplementärer Disziplinen und Einrichtungen – und in Strukturen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und fachlichen Austausch fördern, Spitzentechnologien bereitstellen und die besten Forscherinnen und Forscher sowie Studierenden ebenso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem In- und Ausland anziehen.“
„Die Entscheidung des Landes für den Verbund der Universitätsklinika ist ein wichtiger Schritt, die Region weiterzuentwickeln. Das Innovationsökosystem Heidelberg – Mannheim bietet eine einzigartige Grundlage, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schneller und zielgerichteter in die klinische Versorgung zu überführen und exzellente, forschungsnahe Lehre auf höchstem Niveau zu betreiben. Damit leisten wir einen zentralen Beitrag zur Profilbildung der Exzellenzuniversität und zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele“, betont der Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg, Prof. Dr. Michael Boutros.
Der Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim, Prof. Dr. Sergij Goerdt, erklärt: „Mit dem Zusammenschluss der Universitätsklinika entsteht ein Verbund von enormer Strahlkraft, der zwei traditionsreiche Standorte mit ihren hohen Potentialen vereint. Im Zusammenspiel mit der Fusion der beiden medizinischen Fakultäten werden das internationale Standing und die Sichtbarkeit der Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar und in Baden-Württemberg entscheidend gestärkt. Durch die Weiterführung der renommierten und an beiden Standorten komplementär ausgerichteten Studiengänge MaReCuM und HeiCuMed in der Humanmedizin wird auch die für die Versorgung der Bevölkerung essentielle Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten zukunftsfähig aufgestellt.“