hei_INNOVATION Universität Heidelberg: Impulse für technologische Entwicklungen
27. April 2026
Expertenkommission: Forschungsstandort mit Gründungen von besonders hoher unternehmerischer Qualität
Die Universität Heidelberg bringt nicht nur internationale Spitzenforschung hervor, sondern gibt auch konkrete Impulse für technologische Entwicklungen. Das geht aus dem Jahresgutachten 2026 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hervor. Danach werden wissenschaftliche Publikationen, die an der Universität entstanden sind, besonders häufig in Patentschriften zitiert. Dies ist eine wichtige Kennzahl für das Erfindungspotenzial der Ruperto Carola, wie die Prorektorin für Innovation und Transfer, Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, betont. An starken Forschungsstandorten wie Heidelberg sind zudem Gründungen mit einer besonders hohen unternehmerischen Qualität anzutreffen, so die EFI. Die Expertenkommission leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt regelmäßig ein Gutachten zu Innovationspotential und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor.
Mit wissenschaftlichen Arbeiten, die in Patentschriften zitiert werden, steht die Universität Heidelberg laut EFI bundesweit mit Abstand an der Spitze, gefolgt von den beiden Münchner Universitäten sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das Universitätsklinikum Heidelberg belegt Platz fünf. Bei der Zahl der Patente, die zwischen 2012 und 2022 von Hochschulen angemeldet wurden, ist die Ruperto Carola auf Platz acht vertreten. Die dem EFI-Gutachten zugrundeliegende Studie attestiert dem Wissenschaftsstandort Heidelberg eine „besondere Stärke“ beim realisierten Erfindungspotenzial. Wie die Expertenkommission betont, weist Heidelberg zudem eine hohe Qualität bei Unternehmensgründungen aus. Dies unterstreiche „die Rolle von Universitäten und spezialisierten Forschungseinrichtungen als Anker für erfolgreiche Gründungsaktivitäten“, heißt es in dem Jahresgutachten 2026. Auch die Exzellenzfördermaßnahmen von Bund und Ländern haben demnach einen positiven Einfluss auf das Innovationsgeschehen, da Unternehmen über regionale Wissensflüsse von den Förderungen profitieren.
„Der Transfer von Wissen und Technologie in die Gesellschaft ist ein zentrales Anliegen der Universität Heidelberg. Das Expertengremium zeigt in seinem Jahresgutachten, welchen Beitrag unsere Forscherinnen und Forscher hier leisten – und dass die Unterstützung durch die Universität wirkt“, betont Prof. Patzel-Mattern. Die Ruperto Carola fördert ihre Ausgründungen seit mehr als zwanzig Jahren. Dazu wurden umfangreiche Beratungs- und Unterstützungsangebote etabliert und mit der Einrichtung der Transferagentur hei_INNOVATION sowie der Patentverwertungsagentur ScienceValue Heidelberg GmbH weiter professionalisiert. Im Bereich des Technologietransfers sind Schwerpunkte insbesondere die Gründungsberatung, Lehrmodule im Bereich Entrepreneurial Skills und die Förderung von Erfinderinnen und Erfindern.