Nachhaltigkeit Universität Heidelberg eröffnet neuen Klimawandelgarten
30. April 2026
Fläche in Bergheim wurde nachhaltig umgestaltet – Eröffnungsveranstaltung am 6. Mai 2026
Wie städtische Grünflächen in Zeiten des Klimawandels nachhaltig und zukunftsorientiert gestaltet werden können, zeigt der neue Klimawandelgarten der Universität Heidelberg. Die Ruperto Carola hat diesen Begegnungsort mit Unterstützung der Stadt Heidelberg auf dem Gelände der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Heidelberg angelegt. Die grüne Insel liegt auf einer bislang wenig genutzten und sich im Sommer stark aufheizenden Fläche in der Voßstraße 2 in Bergheim, direkt neben der Sammlung Prinzhorn. Sie soll künftig als Lernort ebenso fungieren wie als Aufenthaltsraum für Besucherinnen und Besucher. Zur feierlichen Eröffnung des Klimawandelgartens am Mittwoch, 6. Mai 2026, lädt die Universität Heidelberg ein. Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr.

„Der Klimawandelgarten verbindet zahlreiche Funktionen: Er dient zugleich als Lehr- und Forschungsraum sowie als Schaugarten und Erholungsort für Besucherinnen und Besucher“, erklärt Prof. Dr. Karin Schumacher, Prorektorin für Qualitätsentwicklung und Nachhaltigkeit der Universität Heidelberg. „Insbesondere freue ich mich, dass wir hier einen lebendigen Lernort geschaffen haben, an dem erfahrbar wird, wie die Anpassung von Grünflächen an den Klimawandel gelingen kann.“ Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Sabine Herpertz, Leiterin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, wird die Prorektorin den Garten im Rahmen der Veranstaltung offiziell eröffnen. Im Anschluss bietet eine Führung Einblicke in die Anlage sowie die Ideen hinter dem Projekt.
Die Stadt Heidelberg hat die Errichtung des Klimawandelgartens im Rahmen des Projekts Mittendrinnenstadt finanziert. Die Umgestaltung der Fläche wurde durch das Baudezernat der Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg realisiert. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Ruperto Carola wird das Projekt weitergeführt und durch Forschungs- und Praxispartner mit Leben gefüllt. So können Lehramtsstudierende am Klimawandelgarten erproben, wie sich komplexe Themen – etwa Nachhaltigkeit – erfahrbar machen lassen. Eine Arbeitsgruppe am Heidelberg Planetary Health Hub der Universität Heidelberg erprobt dort ein KI-gestütztes Monitoringsystem zur Erfassung von Umwelt- und Gesundheitsindikatoren. Die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg untersucht auf der Anlage die klimatische und ökologische Wirkung klimaangepasster Pflanzungen unter urbanen Bedingungen.
Darüber hinaus ist der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Ort auf eigene Weise zu entdecken. Dabei helfen sogenannte „Impulse“ – kurze Denkanstöße, die über QR‑Codes abgerufen werden können und dazu anregen, Veränderungen im Zuge des Klimawandels wahrzunehmen, Pflanzen und Tiere zu entdecken und über die zukunftsfähige Gestaltung von Städten nachzudenken.