Auszeichnung Stefan Pfister für wegweisende Beiträge zur Erforschung kindlicher Hirntumoren ausgezeichnet
25. März 2026
Der Heidelberger Wissenschaftler und Kinderonkologe erhält den Thomas und Doris Ammann-Preis
Für seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung kindlicher Hirntumoren hat der Heidelberger Wissenschaftler und Kinderonkologe Prof. Dr. Stefan Pfister den gleichnamigen Preis der Thomas und Doris Ammann Stiftung erhalten. Das Universitäts-Kinderspital Zürich (Schweiz) vergibt die mit 200.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung für herausragende Leistungen in der pädiatrischen Neuroonkologie. Gewürdigt werden damit Prof. Pfisters Arbeiten zur Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren. Stefan Pfister ist Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Professor an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und einer der drei Direktoren des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ). Als Kinderonkologe ist er auch am Universitätsklinikum Heidelberg tätig.

Mit seiner Forschung hat Prof. Pfister grundlegende neue Erkenntnisse zu den molekularen Eigenschaften von kindlichen Hirntumoren hervorgebracht, so das Universitäts-Kinderspital Zürich. Dazu gehört die Identifizierung mehrerer bislang unbekannter genetischer Veränderungen, die zur Entstehung verschiedener Hirntumorarten bei Kindern und Jugendlichen beitragen. Darunter sind Mutationen, die neue therapeutische Angriffspunkte eröffnen, ebenso wie genetische Veränderungen, die auf eine erbliche Krebsveranlagung hinweisen. Darüber hinaus hat Stefan Pfister zusammen mit Kolleginnen und Kollegen ein KI-basiertes Verfahren zur Klassifikation von Hirntumoren entwickelt. Es wird heute weltweit eingesetzt, um kindliche Tumoren präzise zu diagnostizieren und die jeweils bestmögliche Therapie empfehlen zu können. Mit seinen Arbeiten hat er den Weg für präzisionsmedizinische Behandlungsansätze geebnet, wie es in der Begründung zur Verleihung des Preises heißt.
Stefan Pfister studierte Humanmedizin an den Universitäten Hamburg und Tübingen. Nach der Promotion in Tübingen und einem Forschungsaufenthalt als Postdoktorand an der Harvard Medical School in Boston / Massachusetts (USA) absolvierte er seine Ausbildung in der Pädiatrie am DKFZ sowie an den Universitätsklinika in Heidelberg und Mannheim. Im Jahr 2010 habilitierte er sich an der Universität Heidelberg im Fach Kinderheilkunde. Seit 2012 leitet Stefan Pfister am DKFZ die Abteilung Pädiatrische Neuroonkologie. Eine gleichnamige Professur hat er seit 2014 an der Medizinischen Fakultät Heidelberg inne. Im dreiköpfigen Direktorium des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg ist er Direktor des Präklinischen Programms. Prof. Pfisters Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland.
Die Preisverleihung hat am 12. März 2026 in Zürich stattgefunden.


