Scientific Software Center Neuer Bio-Structure Hub unterstützt Forschung auf dem Gebiet der computerbasierten Strukturbiologie
31. Juli 2025
Innovativer Dienst erleichtert Zugang zu modernen Methoden und trägt zu tieferem Verständnis biologischer Molekülstrukturen bei
Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Zugang zu modernen Methoden der computergestützten Strukturbiologie zu erleichtern, hat das Scientific Software Center (SSC) der Universität Heidelberg ein neues innovatives Angebot geschaffen. Der Bio-Structure Hub unterstützt die KI-basierte Vorhersage der dreidimensionalen Strukturen von Biomolekülen. Damit leistet der von der Klaus Tschira Stiftung geförderte Service einen wichtigen Beitrag für Forscherinnen und Forscher, die ein tieferes Verständnis der fundamentalen Prozesse des Lebens gewinnen wollen.

Protein-, DNA- und RNA-Moleküle bilden komplexe gefaltete, dreidimensionale Strukturen aus, deren Gestalt grundlegende Einblicke in die Funktion der Moleküle liefert. Eine Vorhersage dieser Strukturen ist somit von zentralem Interesse für zahlreiche Forschungsfelder – von der Grundlagenforschung über die Arzneimittelentwicklung bis zur Biotechnologie. Dank rasanter Fortschritte im Maschinellen Lernen stehen dafür heute leistungsfähige Verfahren zur Verfügung. Gleichzeitig stellen die Komplexität dieser Methoden und die hohen Anforderungen an Software und Hardware Forscherinnen und Forscher vor neue Herausforderungen.
Der Bio-Structure Hub bietet hier ein umfassendes Unterstützungsangebot, das von individuellen Beratungen und gezielter Projektbegleitung über maßgeschneiderte Softwarelösungen bis hin zu praxisnahen Schulungen reicht. Das Angebot richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Heidelberg sowie außeruniversitäre Einrichtungen und fördert den nachhaltigen Ausbau von Kompetenzen im Bereich der computergestützten Strukturbiologie.
Initiiert wurde der Bio-Structure Hub von der Biophysikerin Prof. Dr. Rebecca Wade. Sie forscht am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) und am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg sowie am Heidelberger Institut für Theoretische Studien. Das Konzept des Hubs entstand in Zusammenarbeit mit dem Team des Scientific Software Center, das am IWR angesiedelt ist. Das SSC hat sich auf die Entwicklung nachhaltiger wissenschaftlicher Software spezialisiert, um exzellente und reproduzierbare Forschung zu ermöglichen. Umgesetzt wird das neue Angebot des Bio-Structure Hub von Dr. Christine Schulz, die als Entwicklerin für Forschungssoftware am SSC arbeitet.
Der Bio-Structure Hub wurde mit Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung eingerichtet. Die Stiftung fördert den Hub im Rahmen ihrer Förderlinie „Naturwissenschaftliche Software“ für zunächst drei Jahre.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich für den neuen Dienst interessieren, können sich über die folgende Website an Dr. Schulz wenden: