Namen und Nachrichten

Juli 2026

EINEN RUF NACH HEIDELBERG HAben ANGENOMMEN

Prof. Dr. Veit Buchholz, Deutsches Krebsforschungszentrum, auf die W3-Professur „Immunologie“, gemeinsame Berufung mit dem DKFZ (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Priv.-Doz. Dr. Aurélie Ernst, Deutsches Krebsforschungszentrum, auf die W3-Heisenberg-Professur „Genominstabilität in der Krebsentwicklung“, gemeinsame Berufung mit dem DKFZ (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Dr. Johannes Gessner, Toulouse School of Economics, auf die W1-Juniorprofessur „Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Ressourcenökonomik“ (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)

Dr. Joseph-Simon Görlach, Bocconi University, Mailand, auf die W3-Professur „Arbeitsmarkt / Neue Politische Ökonomik“ (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)

Prof. Dr. Claudio Llosa Isenrich, Universität Luxemburg, auf die W3-Professur „Reine Mathematik“ (Fakultät für Mathematik und Informatik)

Prof. Dr. Jun Oh, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, auf die W3-Professur „Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie, Hepatologie und Transplantationsmedizin“ (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Prof. Dr. Jan Rehwinkel, Universität Oxford, auf die W3-Alexander-von-Humboldt-Professur „Molekulare Immunologie“ (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Prof. Dr. Phan Thành Nam, LMU München, auf die W3-Professur „Mathematische Physik“ (Fakultät für Mathematik und Informatik)

Zum honorarprofessor wurde bestellt

Dr. Daniel Dahlmeier, SAP (Neuphilologische Fakultät)

DIE BEZEICHNUNG „AUSSERPLANMÄSSIGER PROFESSOR“ WURDE VERLIEHEN AN
(FÜR DIE DAUER DER LEHRBEFUGNIS)

Priv.-Doz. Dr. Alexander Häge (Medizinische Fakultät Mannheim)

Priv.-Doz. Dr. Manuel Neuberger (Medizinische Fakultät Mannheim)

ALEXANDER VON HUMBOLDT-STIFTUNG PREISTRÄGER / STIPENDIATEN AN DER UNIVERSITÄT HEIDELBERG

Prof. Dr. Nathan Youngblood (Optik, Quantenoptik und Physik der Atome, Moleküle und Plasmen), University of Pittsburgh (USA)
Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis
Gastgeber: Prof. Dr. Wolfram Pernice, Universität Heidelberg, Kirchhoff-Institut für Physik

EHRUNGEN – AUSZEICHNUNGEN – ERNENNUNGEN

Deutscher Studienpreis

Der Heidelberger Physiker Dr. Thomas Arne Hensel wird für seine Dissertation zur Entwicklung eines optischen Verfahrens, das die Proteindynamik in Zellen sichtbar macht, mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Für die an der Universität Heidelberg entstandene Doktorarbeit hat er am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften geforscht. Thomas Arne Hensel erhält den mit 25.000 Euro dotierten ersten Preis in der Sektion Natur- und Technikwissenschaften. In der Endrunde des Wettbewerbs hatten 30 Finalistinnen und Finalisten in drei Kategorien ihre Forschungsarbeiten vor einer Jury präsentiert. Thomas Arne Hensel ist aktuell Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften (MPI-NAT) in Göttingen. Er studierte Physik an der Universität Hannover und schloss dort 2020 ein Masterstudium in Physik sowie im Folgejahr ein Masterstudium in Philosophy of Science ab. 2022 wechselte er als Doktorand an die Ruperto Carola, an der er der Heidelberg Graduate School for Physics angehörte. Seine Dissertation fertigte er zu großen Teilen in der von Prof. Dr. Stefan Hell geleiteten Abteilung für BioNanophotonik am MPI-NAT sowie am Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg an. Der Deutsche Studienpreis wird jährlich an Promovierte verliehen, die in ihrer Dissertation gesellschaftlich relevante Themen bearbeitet haben. In den drei Sektionen Sozialwissenschaften, Natur- und Technikwissenschaften sowie Geistes- und Kulturwissenschaften vergibt die Körber-Stiftung jeweils einen Spitzenpreis in Höhe von 25.000 Euro sowie zwei zweite Preise in Höhe von jeweils 10.000 Euro. Die Auszeichnungen werden im Dezember in Berlin verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 wurden am 23. Juli 2026 bekannt gegeben.

Deutscher Studienpreis: Auszeichnung für Heidelberger Physiker

Bundesverdienstkreuz

In Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um die Wissenschaft in Deutschland ist Prof. Dr. Matthias Hentze mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Mit ihrem Verdienstorden würdigt die Bundesrepublik Deutschland außergewöhnliches Engagement für das Gemeinwohl. Matthias Hentze ist Direktor des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg und Professor für Molekulare Medizin an der Ruperto Carola. Er studierte Medizin an der Universität Münster sowie den Medical Schools in Southampton, Glasgow, Oxford und Cambridge. Nach der Promotion in Münster und einem Forschungsaufenthalt am National Institute of Child Health and Human Development in Bethesda (USA) habilitierte er sich 1990 an der Universität Heidelberg für das Fach Medizinische Molekularbiologie. An der Universität Heidelberg wurde er 2005 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Bereits seit 1989 forscht Matthias Hentze am EMBL; seit 2013 hat er die Funktion des Direktors inne. Gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Kulozik, Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg, gründete er 2002 die Molecular Medicine Partnership Unit (MMPU), eine Kooperation zwischen dem EMBL und den beiden Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Matthias Hentze mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt – unter anderem mit der Otto-Warburg-Medaille (2025), dem Lautenschläger-Forschungspreis der Universität Heidelberg (2007) und dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis (2000), dem wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland. Das Bundesverdienstkreuz ist die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl vergibt. Sie wird im Auftrag des Bundespräsidenten verliehen. Matthias Hentze erhielt die Ehrung von Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im Rahmen einer Feierstunde am 2. Juli 2026 in Heidelberg.

Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich, Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Ruperto Carola, ist als Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften bestätigt worden. In ihrer Plenarsitzung wählten die Mitglieder der Akademie den Virologen für eine zweite dreijährige Amtszeit an ihre Spitze. Die neue Amtszeit von Prof. Kräusslich beginnt am 1. Oktober 2026. Hans-Georg Kräusslich ist Direktor der Abteilung Virologie des Zentrums für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg; bis 2026 war er zudem Sprecher des Zentrums für Infektiologie. Er studierte Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der er auch promoviert wurde. Als Postdoktorand forschte er an der State University of New York in Stony Brook (USA) und etablierte 1989 eine eigene Forschungsgruppe zum Thema HIV am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 folgte er einem Ruf an das damalige Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie, dessen Direktor er von 1996 bis 1999 war. Mit seiner Berufung an die Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg im Jahr 2000 wurde Hans-Georg Kräusslich Leiter der Virologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Der vielfach ausgezeichnete Virologe wurde 2023 erstmals zum Präsidenten der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt. Von 2019 bis 2023 war er Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg. Die Wiederwahl von Hans-Georg Kräusslich zum Präsidenten der Heidelberger Akademie der Wissenschaften hat am 18. Juli 2026 in Heidelberg stattgefunden.

Hans-Georg Kräusslich

Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Die Biologin Prof. Dr. Karin Schumacher ist in den Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt worden. Die Wissenschaftlerin vom Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg wird dort die Pflanzenwissenschaften vertreten. Die Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler vom Zentrum für Ostasienwissenschaften der Ruperto Carola wird dem DFG-Senat – zuständig für den Bereich Außereuropäische Kulturen – für eine zweite Amtszeit angehören. Karin Schumacher ist Professorin für Entwicklungsbiologie der Pflanzen am Centre for Organismal Studies. Barbara Mittler lehrt und forscht als Professorin für Sinologie am Zentrum für Ostasienwissenschaften. Während der DFG-Mitgliederversammlung, die Anfang Juli 2026 in Bonn stattgefunden hat, wurden insgesamt vier Senatsmitglieder in ihrem Amt bestätigt; außerdem stand die Wahl von acht neuen Mitgliedern an. Der Senat ist das zentrale wissenschaftliche Gremium, in dem über alle Angelegenheiten der DFG von wesentlicher Bedeutung beraten und beschlossen wird. Der DFG-Senat besteht aus 39 wissenschaftlichen Mitgliedern, 36 von ihnen werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Die Amtszeiten der neu- und wiedergewählten Senatsmitglieder dauern drei Jahre. Sie beginnen zum 1. Januar 2027.

Karin Schumacher
Porträt Barbara Mittler