hei_onlineMücken – Viren – Malaria

Pressemitteilung Nr. 108/2021
29. Oktober 2021

Reihe Überlebensstrategien wird am 4. November 2021 fortgesetzt

Um „Mücken – Viren – Malaria“ dreht sich die nächste Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“. Was stechende Insekten, gefährliche Erreger und tödliche Infektionskrankheiten verbindet, erläutert Prof. Dr. Friedrich Frischknecht, Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Ruperto Carola und Mitglied des Zentrums für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg, gemeinsam mit zwei weiteren Referenten. Die Veranstaltungsreihe wird getragen von den Sonderforschungsbereichen der Universität Heidelberg, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden; sie ist ein gemeinsames Projekt mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF). Die Kurzvorträge mit anschließendem Gespräch finden am 4. November 2021 im Karlstorbahnhof statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Plakat Überlebensstrategien Runde 11

Friedrich Frischknecht ist mit seinen Arbeiten zu Malaria eingebunden in den Sonderforschungsbereich „Integrative Analyse der Replikation und Ausbreitung pathogener Erreger“ (SFB 1129), der im Jahr 2014 seine Arbeit an der Medizinischen Fakultät Heidelberg aufgenommen hat. Im SFB 1129 beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Verbreitung von Viren und Parasiten im Körper ebenso wie mit der Abwehr der Krankheitserreger. Mit einem integrativen Ansatz erforschen sie die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Erreger- und Wirtsorganismen, die zur Vermehrung und Ausbreitung oder aber zur Hemmung einer Infektion führen. Langfristiges Ziel ist es, neue Therapieansätze zu entwickeln. Die Forscher konzentrieren sich auf verbreitete Krankheitserreger wie die von AIDS, Malaria, Hepatitis und Influenza; die untersuchten Mechanismen und Prinzipien lassen sich jedoch auch auf andere Erreger übertragen.

Zum Auftakt der Veranstaltung führt Prof. Frischknecht in die Thematik des Sonderforschungsbereichs ein und erläutert die Komplexität von Stechmücken und den von ihnen übertragenen Erregern. Anschließend stellen die Doktoranden Severina Klaus und Dominik Kiemel ihre Arbeiten vor. Dabei geht es um die Vermehrung der Malaria-auslösenden Parasiten sowie um Untersuchungen zur molekularen Biologie von Viren. Dem Publikum stehen die drei Referenten dann Rede und Antwort bei Fragen rund um das Thema Mücken, Viren und Malaria. Durch die Veranstaltung, die ein Mitglied des Collegium Musicum musikalisch begleitet, führt als Moderator der Journalist Dr. Micha Hörnle.

An der Universität Heidelberg sind aktuell 13 Sonderforschungsbereiche mit Fragestellungen aus den molekularen Lebenswissenschaften angesiedelt. SFBs sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während Sonderforschungsbereiche in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines SFB gefördert werden, behandeln eine

übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren.

Für die Veranstaltung „Mücken – Viren – Malaria“, die in Präsenz durchgeführt wird, steht eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung. Anmeldungen sind per Mail zu richten an veranstaltungen@rektorat.uni-heidelberg.de. Für die Teilnahme gilt die 3G-Regel. Die aktuellen Beiträge in der Reihe „Überlebensstrategien“ werden aufgezeichnet, vom RNF ausgestrahlt und sind abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.