Aktuelle RegelungenInformationen zum Coronavirus

11. August 2020

Umsetzung der Corona-Verordnung an der Universität Heidelberg

Die nachfolgenden Regelungen an der Universität Heidelberg berücksichtigen die Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg in der ab 6. August 2020 gültigen Fassung.

Es gilt für die Handlungsfelder der Universität Forschung, Lehre und Wissenstransfer der Grundsatz, dass soviel Präsenz wie möglich und wie unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Sicherheitsbedingungen zu verantworten ist, angestrebt wird. Für das noch laufende Sommersemester wird der überwiegende Teil der Lehre digital erfolgen. Für das Wintersemester – der Lehrbetrieb beginnt am 2. November 2020 – werden alle Anstrengungen unternommen, so viel Präsenzlehre zu ermöglichen, wie die Abstands- und Hygieneregeln und die räumlichen Gegebenheiten dieses zulassen.

Allgemeine Regelungen

Zentraler Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus bleiben der Mindestabstand von 1,5 Metern und eine ausreichende Belüftung.

Generell gilt für alle Gebäude und Verkehrsflächen der Universität die Empfehlung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Verpflichtend ist die Mund-Nasenbedeckung dort, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Weiterhin gilt die Handreichung der Arbeitssicherheit der Universität zum Präsenzbetrieb, welche u.a. das Hygienekonzept Corona und die Handlungshilfe Corona einschließt. Die notwendigen Maßnahmen für die jeweiligen Orte und Räumlichkeiten leiten sich somit unverändert von den Gefährdungsbeurteilungen der Einrichtungen ab.

Für die Durchführung von Präsenzveranstaltungen tragen die jeweiligen Veranstaltungsleiter*innen dafür Verantwortung, dass die geltenden Schutzmaßnahmen eingehalten werden.
 

Ansammlungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen

Ansammlungen und Zusammenkünfte bis zu 20 Personen sind generell ohne weitere Auflagen möglich. Es gelten die oben genannten Hygiene- und Abstandsregeln.

Für Veranstaltungen mit über 20 Personen muss ein Hygienekonzept erstellt und eine Datenerhebung durchgeführt werden. Dies betrifft unter anderem Lehrveranstaltungen, Praktika und Prüfungen sowie Gremiensitzungen und Treffen im Rahmen des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs. 

Für diese Veranstaltungen gilt: Bis zum 31. Juli 2020 sind Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmenden erlaubt, danach sind bis zum 31. Oktober 2020 Veranstaltungen bis zu 500 Teilnehmenden bei entsprechenden räumlichen Voraussetzungen durchführbar. Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen sind zudem ab sofort möglich, wenn den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt (z.B. Klausuren oder Mitarbeiterversammlungen).
 

Zutritts- und Teilnahmeregelungen

Das Betreten universitärer Einrichtungen ist nur für diejenigen Personen zulässig, die erklären, dass die in der CoronaVO definierten Ausschlussgründe wie z. B. typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus nicht vorliegen. Dazu wurde ein Plakat entwickelt, das vor Betreten von Räumen und Veranstaltungen auf die geltenden Zutritts- und Teilnahmeverbote hinweist und zum Aushang an Gebäude- und Bereichseingängen (Ausdruck: DIN A5 bis A3) dient.

Bei Besucher*innen und Nutzer*innen, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden und die sich nicht gemeinsam über längere Zeit auf engem Raum aufhalten (z. B. Laufkundschaft in den Universitätsbibliotheken), ist KEINE Datenerfassung erforderlich.

*Update* Die CoronaVO verpflichtet die Universität dazu, bei allen anderen Besucher*innen, Nutzer*innen und Teilnehmenden von Veranstaltungen folgende Daten zu erfassen: Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit, sowie die Telefonnummer. Um diese Aufgabe zu erleichtern, wurden Formulare zur Datenerhebung vorbereitet, die von der jeweiligen Einrichtung im (beschreibbaren) ersten Teil ausgefüllt und danach in der erforderlichen Menge ausgedruckt werden können. Individuell ist der zweite Teil dann von den Besucher*innen, Nutzer*innen und Teilnehmenden der jeweiligen Veranstaltung auszufüllen.

Diese Dokumentationen dienen der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten und müssen vier Wochen lang aufbewahrt und danach datenschutzkonform (in Datenschutzcontainern) vernichtet werden.

Eine Datenschutzerklärung ergänzt die Formulare zur Datenerhebung. Es reicht eine Auslage.

Zusammenfassend werden diese Regelungen in einer Handreichung zur Datenerhebung sowie zum Zutritts- und Teilnahmeverbot dargestellt.

Weitere wichtige Informationen

Verlängerte Regelstudienzeit

Für alle im Sommersemester 2020 immatrikulierten Studierenden in Baden-Württemberg wird die individuelle Regelstudienzeit um ein Semester verlängert und damit auch die Förderhöchstdauer des BAFÖG um ein Semester erhöht. 

Weitere Informationen zum Thema Studium und Lehre

Für das Wintersemester – der Lehrbetrieb beginnt am 2. November 2020 – werden alle Anstrengungen unternommen, so viel Präsenzlehre zu ermöglichen, wie die Abstands- und Hygieneregeln und die räumlichen Gegebenheiten dieses zulassen.

Regelungen für die Arbeit im Homeoffice

Aktuell gilt an der Universität Heidelberg eine Sonderregelung zur Arbeit im Homeoffice. Die jeweiligen Vorgesetzten entscheiden direkt über die Arbeit im Homeoffice. Es muss ein Formular an das Personaldezernat zur Anzeige der vorübergehenden Heimarbeit übermittelt werden. Bei der Einrichtung der IT Infrastruktur kann das URZ behilflich sein (IT-Support: Tel. +49 6221 54-117). Die vorübergehende Heimarbeit ist jederzeit widerruflich und kann derzeit längstens bis zum 30. September 2020 vereinbart werden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite des Personaldezernats.

Erweiterte Notbetreuung für Kinder

Für Mitarbeiter*innen besteht die Möglichkeit, Notbetreuung für ihre Kinder zu beantragen. Voraussetzung ist, dass beide Erziehungsberechtigten beziehungsweise die oder der Alleinerziehende eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sind.

Um für Mitarbeiter*innen Zugang zur erweiterten Notbetreuung zu beantragen, muss der/die Leiter*in der Einrichtung, an der die Mitarbeiter*innen beschäftigt sind, den Vordruck zur dienstlich notwendigen Unabkömmlichkeit ausfüllen und an das Dezernat Personal senden. Das Dezernat Personal stellt dann eine Bestätigung der dienstlichen Unabkömmlichkeit aus und schickt diese an den/die Beschäftigten. Sofern vom Träger der Betreuungseinrichtung ein Vordruck zur Verfügung gestellt wird, kann dieser dem internen Formular beigefügt werden. 

Konferenzen, Tagungen und größere universitäre Veranstaltungen

Konferenzen, Tagungen und Workshops etc. können nach den Bestimmungen der aktuellen Corona-Landesverordnung unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sowie der Zutritts- und Teilnahmeregelungen durchgeführt werden. Dies gilt auch für Antritts- oder Abschiedsvorlesungen und Habilitationsvorträge.

Zentrale Auskunft der Universitätsverwaltung

Neben den bekannten Kommunikationswegen stellt die Universitätsverwaltung für Wissenschaftler*innen und Mitarbeiter*innen das Serviceportal Corona bereit. Hier werden Fragen und Anliegen im Kontext der Corona-Herausforderungen beantwortet oder an die zuständigen internen Ansprechpartner weitergeleitet.

Telefonische Erreichbarkeit:  06221 54-19191
Mo bis Do      8 bis 16 Uhr
Freitag            8 bis 15 Uhr

service.corona@uni-heidelberg.de

Forschungsbetrieb

Es gelten die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Arbeitsschutz und Hygiene sowie die Zutritts- und Teilnahmeregelungen.

Forschungstätigkeiten im Laborbereich

*Update* Vom 01. August 2020 an kann bei Forschungstätigkeiten im Laborbereich (inklusive Abschlussarbeiten) der Abstand von 1,5 m unterschritten werden, sofern ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird und in den Räumlichkeiten den Hygieneanforderungen der Corona Verordnung, insbesondere der ausreichenden Belüftung, Rechnung getragen wird. Es gelten die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Arbeitsschutz und Hygiene sowie die Zutritts- und Teilnahmeregelungen.

Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek in der Altstadt und ihre Zweigstelle Im Neuenheimer Feld sowie die dezentralen Bibliotheken haben stufenweise ihre Servicebereiche, die Ausleihen und Freihandbereiche geöffnet. Buchbestellungen und die Buchabholung vor Ort sind damit wieder möglich. Die Präsenzbereiche der Universitätsbibliotheken sind inzwischen eingeschränkt und unter den geltenden Auflagen geöffnet. Es gelten die Zutritts- und Teilnahmeregelungen.

Alle digitalen Angebote der Universitätsbibliothek stehen wie gewohnt zur Verfügung. Die erweiterten digitalen Angebote werden aufrechterhalten, um Bibliotheksbesuche auf das zwingend erforderliche Maß zu beschränken. Der Dokumentlieferdienst HEDD (Heidelberger Electronic Document Delivery) wird auch weiterhin für Studierende der Universität Heidelberg angeboten. Gleiches gilt für die Bestellung von Büchern aus dem Bestand der Universitätsbibliothek für Mitglieder der Universität mit postalischer Lieferung nach Hause. Zahlreiche Verlage unterstützen die Universität Heidelberg durch die Freischaltung zusätzlicher oder bisher nicht lizenzierter Inhalte während der Coronavirus-Pandemie.

Universitätsarchiv

Der Lesesaal des Universitätsarchivs kann seit Dienstag, 2. Juni 2020, mit Einschränkungen wieder genutzt werden. Maximal drei Personen dürfen nach vorheriger Anmeldung im Lesesaal arbeiten. Es gelten die Zutritts- und Teilnahmeregelungen.

Digitale Dienste

Das Universitätsrechenzentrum hat die derzeit verfügbaren digitalen Dienste auf einer Webseite zusammengestellt, die kontinuierlich um weitere Angebote ergänzt wird.

Dienstreisen

Dienstreisen innerhalb Deutschlands sind möglich. Grundsätzlich ist jedoch zu prüfen, ob Reisen vorschoben oder durch digitale Formate und Veranstaltungen ersetzt werden können. Die Einrichtungen entscheiden selbstständig, ob eine Dienstreise genehmigt wird. Rechtliche Regelungen vor Ort und auf der Dienstreise müssen beachtet werden. Werden Hochschulveranstaltungen – gleich welcher Art – außerhalb der Hochschule durchführt, gelten die Hygiene- und Abstandsregeln der aktuellen CoronaVO, es sei denn vor Ort gibt es strengere Anforderungen, dann gelten diese.

Dienstreisen ins europäische Ausland werden nur für jene Länder genehmigt, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegt. Liegt keine Reisewarnung für das Zielland vor, gelten die vorgenannten Regelungen für Inlandsreisen entsprechend. Dies gilt für Studierende, Doktorand*innen, Mitarbeiter*innen und Wissenschaftler*innen ebenso wie für Gastwissenschaftler*innen.

Rückkehr aus dem Ausland

Für die Ein- bzw. Rückreise in die Bundesrepublik Deutschland gilt die Verordnung des Sozialministeriums zu Quarantänemaßnahmen in der jeweils geltenden Fassung.

Für Beschäftigte, die sich aufgrund der Verordnung in häusliche Quarantäne begeben müssen, erfolgt durch die/den Vorgesetze/n eine Mitteilung an das Dezernat Personal über die behördlich angeordnete Quarantäne sowie den anschließenden Dienstantritt.

Verdachtsfall und Verhaltensempfehlungen

Was ist zu tun bei einem Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben?

Die Frage, ob ein Verdachtsfall vorliegt und ein Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus durchgeführt werden sollte, ist mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zu klären. Es wird dringend davon abgeraten, ohne entsprechende Vorabsprache in die Praxis oder Notfallambulanz zu kommen. Unter der Telefonnummer 06221 522-1881 werden in diesem Zusammenhang Antworten und Hinweise zu Themen wie Symptome und Inkubationszeit gegeben oder zur Frage, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann. Das Telefon ist täglich von 7.30 Uhr bis 19.00 Uhr erreichbar. Kontakt per E-Mail ist möglich unter der Adresse impfen @ rhein-neckar-kreis.de. Ab 21 Uhr wenden sich Erwachsene telefonisch an die neue Infektionsambulanz unter der Telefonnummer 06221 56-8626. Für Kinder und Jugendliche ist die Notfallambulanz der Kinder- und Jugendmedizin zuständig. Sie ist über die Telefonnummer 06221 56-4823 erreichbar.

Was kann jeder Einzelne tun?

Alle Mitglieder der Universität Heidelberg sind aufgerufen, die Hygienemaßnahmen, wie sie zum Beispiel von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für die Bildungsreinrichtungen vorgegeben werden, zu befolgen. Bitte achten Sie im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes auf gute Händehygiene sowie auf die Husten- und Nies-Etikette und halten Sie Abstand zu anderen Personen. Räume sind angemessen zu lüften. Folgen Sie den von der Bundesregierung und den Ländern beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte.