HeidelbergHohe Wertschätzung für Wissenschaft und Forschung

24. August 2021

Bürgerinnen und Bürger der Stadt Heidelberg sehen die Notwendigkeit, dafür Wachstumsflächen vorzuhalten

Von den wissenschaftlichen Einrichtungen in Heidelberg – im Zentrum die Universität als Mittelpunkt eines herausragenden Netzwerkes – profitiert die Stadt in hohem Maße. Darin sind sich die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger einig. Sie teilen in großer Mehrheit auch die Einschätzung, dass Forschung und Lehre Wachstumsflächen brauchen, damit die Konkurrenzfähigkeit des Wissenschaftsstandortes weiterhin erhalten bleibt. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Bürgerbefragung, die im Rahmen der Heidelberg-Studie 2020 durchgeführt wurde.

Neue Universität

Für die repräsentative Studie wurden im Oktober vergangenen Jahres rund 1.100 Bürgerinnen und Bürger der Stadt telefonisch befragt. Einen Schwerpunkt – neben Kommunal­politik, Bürgerbeteiligung oder Verkehrsmittel in Stadt und Region – bildete der Bereich Wissenschaft und Forschung. Nahezu alle Befragten sind überzeugt, dass die Stadt von den wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universität und Forschungsinstituten sehr stark (66 Prozent) oder stark (29 Prozent) profitiert. Zusammen sind dies 95 Prozent. Für die Stadtteile im Detail geben – wenn auch zögerlicher – die Bewohner von Neuenheim, Altstadt, Handschuhsheim und Bergheim mehrheitlich an, einen sehr großen oder großen Vorteil durch die verschiedenen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen zu sehen.

Geht es speziell um die Flächenfrage, stimmt die überwiegende Mehrheit der befragten Bürgerinnen und Bürger – das heißt 81 Prozent – dem Statement voll und ganz (36 Prozent) oder eher (45 Prozent) zu, dass Wachstums­flächen für Wissenschaft und Forschung nötig sind, damit der Wissenschaftsstandort konkurrenzfähig bleiben kann. Grundsätzlich haben sie großes Vertrauen in Wissenschaft und Forschung: Auf einer Skala zwischen –5 (vertraue überhaupt nicht) und +5 (vertraue voll) lag die Einschätzung bei einem hohen Wert von durchschnittlich 3,6.

Generell stoßen Wissenschaft und Forschung bei den Heidelberger Bürgerinnen und Bürgern auf großes Interesse: 63 Prozent der Befragten geben an, dass sie sehr stark oder stark daran interessiert sind. Knapp ein Drittel (30 Prozent) hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren mehrmals einen öffentlichen Vortrag oder eine Veranstaltung einer wissenschaftlichen Einrichtung in Heidelberg besucht, weitere 17 Prozent der Befragten gaben an, zumindest einmal ein solches Angebot wahrgenommen zu haben.

Sind nahezu alle Befragten – auch hier wieder 95 Prozent – der Meinung, dass das Ansehen der Stadt sehr stark oder stark durch die wissenschaftlichen Einrichtungen geprägt wird, sehen 86 Prozent auch einen entsprechenden Einfluss auf den Arbeitsmarkt sowie 79 Prozent auf die Wirtschaftskraft. Was die Unternehmensgründungen in Heidelberg angeht, so glauben 55 Prozent der befragten Heidelbergerinnen und Heidelberger, dass der Wissenschaftsbetrieb darauf sehr stark oder stark ausstrahlt. 62 Prozent sehen einen solchen Einfluss von Wissenschaft und Forschungsinstituten auch im Bereich des kulturellen Lebens.