Deutsch-Japanischer AustauschHohe Ehrung aus Japan für den Rektor der Universität Heidelberg

25. November 2021

Prof. Dr. Bernhard Eitel erhält Orden für seinen herausragenden Beitrag zur Förderung des deutsch-japanischen Austauschs

„Mit Ihrem langjährigen Engagement als Rektor der Universität Heidelberg haben Sie einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des deutsch-japanischen Austausches und des gegenseitigen Verständnisses zwischen Japan und Deutschland geleistet.“ Das betonte Nobukata Maekawa, Japanischer Generalkonsul in München, bei der Übergabe einer hohen Auszeichnung an Prof. Dr. Bernhard Eitel. Er erhielt den „The Order of the Rising Sun, Gold and Silver Star“ – den „Orden der Aufgehenden Sonne mit Stern, goldene und silberne Strahlen“, der von der japanischen Regierung an Persönlichkeiten aus dem Ausland vergeben wird. Besonders gewürdigt wird mit der Verleihung des Ordens Prof. Eitels Einsatz für die Gründung und den Aufbau des deutsch-japanischen Universitätskonsortiums HeKKSaGOn, dem sechs forschungsstarke Universitäten in Deutschland und Japan angehören.

Auszeichnung des Rektor vom Japanischen Generalkonsul

Der Japanische Generalkonsul verwies in einer kurzen Ansprache auf die besondere Bedeutung von HeKKSaGOn, einem Zusammenschluss der Universität Heidelberg, der Universität Göttingen und des Karlsruher Instituts für Technologie mit drei der führenden Universitäten in Japan – der Kyoto University, der Osaka University und der Tohoku University in Sendai. Das Konsortium habe wesentlich dazu beigetragen, den akademischen Austausch für eine Vielzahl von Disziplinen in den Naturwissenschaften, den Sozialwissenschaften und den Geisteswissenschaften zu vertiefen und zu erweitern, betonte Nobukata Maekawa. Dass das Universitätskonsortium HeKKSaGOn Vorbildfunktion habe, unterstrich auch der Heidelberger Universitätsrektor. Dabei gebe es unter den Mitgliedern ein gemeinsames Verständnis von akademischer Freiheit und der Verantwortung von Wissenschaft für die Welt, betonte Prof. Eitel in seiner Erwiderung auf die Laudatio des Generalkonsuls. Mit seinem persönlichen Dank für die Ehrung verband der Rektor den Hinweis auf das Engagement vieler Beteiligter, die sich für den Austausch und das Netzwerk eingesetzt haben.

Während der Feierstunde zur Verleihung des Ordens wurde auch eine Grußbotschaft von Prof. Dr. Nagahiro Minato, dem Präsidenten der Kyoto University, verlesen. Er gratulierte einem „treuen Freund“ zu dieser besonderen Auszeichnung des japanischen Kaiserhauses. Enge Kontakte zwischen den Universitäten Heidelberg und Kyoto bestehen bereits seit 1990. Die bilaterale Universitätspartnerschaft war Ausgangspunkt für die Erweiterung der japanisch-deutschen Wissenschaftszusammenarbeit durch die Gründung von HeKKSaGOn. Schon vor mehr als zehn Jahren – im Juli 2010 – hatten die Rektoren und Präsidenten der beteiligten Hochschulen in Heidelberg eine Kooperationserklärung unterzeichnet. Ziel des bisher in der deutsch-japanischen Zusammenarbeit einzigartigen Konsortiums ist es, neben einer Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperation insbesondere die Nachhaltigkeit der länderübergreifenden Maßnahmen und Projekte sicherzustellen. Die sechs Universitäten des Konsortiums teilen die Überzeugung, dass wichtige globale Probleme nur durch interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und durch den offenen Austausch von Wissen gelöst werden können.

An der Ruperto Carola ist zudem das Übersee-Büro der Universität Kyoto angesiedelt. Das Kyoto University European Center betreut von Heidelberg aus die Kontakte im Bereich Forschung und Bildung in Europa. Die Universität Heidelberg wiederum unterhält eine Auslandsvertretung in Japan. Aufgabe des 2015 eröffneten Heidelberg University Office in Kyoto ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Ruperto Carola und ihren japanischen Partnerinstitutionen auf dem Gebiet von Forschung und Lehre weiter zu befördern.

An der Feierstunde anlässlich der Ordensverleihung, die am 24. November 2021 in der Aula der Alten Universität stattfand, nahmen neben Vertretern des Generalkonsulats unter anderem auch japanische Wissenschaftler an der Universität Heidelberg sowie Forscherinnen und Forscher insbesondere aus der Heidelberger Japanologie teil.