Wettbewerb Heidelberger Jurastudierende bei internationalen Rechtswettbewerben erfolgreich

13. April 2026

Team der Ruperto Carola erringt Auszeichnungen bei Vis Moot Courts in Hongkong und Wien

Das Team der Universität Heidelberg hat bei einem studentischen Rechtswettbewerb zu schiedsrechtlichen Fragen – dem 23. Vis East Moot in Hongkong – mehrere Auszeichnungen errungen. Die Heidelberger Studentinnen und Studenten Anna Louisa Hassel, Mira Lehmann, Lilli Petirsch, Noah Rosenbohm, Emma Sendler und Vladislava Serzhenko wurden in der Simulation eines fiktiven Falls für ihren Beklagtenschriftsatz mit dem ersten Platz ausgezeichnet; mit dem Klägerschriftsatz erreichten sie den zweiten Platz. Damit setzte sich das Team gegen mehr als 180 teilnehmende Universitäten aus aller Welt durch. Auch bei einem Wettbewerb in Österreich konnten die Jurastudierenden der Ruperto Carola Erfolge erzielen.

Foto des Teilnehmerteams

Im 33. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot, der in Wien durchgeführt wurde, konnte sich das Heidelberger Team erfolgreich behaupten. Es qualifizierte sich als 17. Teilnehmerteam aus mehr als 400 studentischen Teams weltweit für die Round of 64, die sogenannte Ausscheidungsrunde. Auch individuelle Leistungen wurden bei den beiden Rechtswettbewerben gewürdigt: Lilli Petirsch in Hongkong und Anna Louisa Hassel in Wien erhielten jeweils eine „Honorable Mention“ für ihre Auftritte als Sprecherinnen. Eine weitere „Lobende Erwähnung“ ging in Wien an den Beklagtenschriftsatz des Heidelberger Teams, das in Hongkong zudem in den mündlichen Verhandlungen die Runde der besten 32 Teams erreichte.

„Die Universität Heidelberg nimmt seit 1995 mit großem Erfolg am internationalen Vis Moot teil. Seit nunmehr 30 Jahren ist der Wettbewerb fester Bestandteil unseres juristischen Ausbildungsprofils“, erklärt Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, Prorektor für Internationales und Diversität an der Ruperto Carola und Professor an der Heidelberger Rechtswissenschaftlichen Fakultät, der das Team wissenschaftlich betreut hat. „Umso mehr freut es mich, dass im Jubiläumsjahr an diese Tradition angeknüpft und erneut herausragende Ergebnisse erzielt werden konnten.“ Der Willem C. Vis Moot ist der weltweit größte und renommierteste Studierendenwettbewerb auf dem Gebiet des Privatrechts. Grundlage sind fiktive Fälle aus dem internationalen Handels- und Zivilrecht auf Basis des UN-Kaufrechts. In einer rund sechsmonatigen Vorbereitungsphase verfassen die Teams Schriftsätze und vertreten anschließend sowohl Kläger- als auch Beklagtenseite vor einem simulierten Schiedsgericht. Der Vis East Moot ist der Schwesterwettbewerb, bei dem Fragen der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und des Handelsrechts im asiatischen Kontext behandelt werden.

Den Erfolgen in Hongkong und Wien – die Wettbewerbe fanden vom 15. bis 22. März sowie vom 27. März bis 2. April 2026 statt – gingen zahlreiche starke Auftritte bei internationalen Vorbereitungswettbewerben voraus. So erreichte das Heidelberger Team unter anderem einen ersten Platz beim Istanbul Pre-Moot sowie Platz zwei bei den All Munich Rounds. Betreut wurde es von Moritz Böbel, Carolina Radke, Moritz Barth, Tobias Caspers und Elena Stegmann unter der akademischen Leitung von Prof. Dr. Christoph A. Kern, Prof. Dr. Thomas Pfeiffer und Prof. Dr. Marc-Philippe Weller vom Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg.