Doktorandenförderung Graduiertenkolleg auf dem Gebiet der Immunologie setzt erfolgreiche Arbeit fort
1. Juni 2026
DFG fördert GRK 2727 an der Medizinischen Fakultät Mannheim in der zweiten Förderperiode mit rund 5,8 Millionen Euro
Mit den Kontrollmechanismen der Immunzellaktivität und der Frage, wie sie zur Verbesserung von immuntherapeutischen Strategien genutzt werden können, beschäftigt sich ein Graduiertenkolleg an der Universität Heidelberg, das jetzt seine erfolgreiche Arbeit in einer zweiten Förderperiode fortsetzen wird. Das an der Medizinischen Fakultät Mannheim angesiedelte GRK 2727 „Checkpoints der angeborenen Immunität bei Krebs und Gewebeschaden“ (InCheck) konnte sich mit seinem Verlängerungsantrag in der jüngsten Bewilligungsrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durchsetzen. Für diese Einrichtung der Doktorandenausbildung stellt die DFG für einen Zeitraum von viereinhalb Jahren Fördermittel in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro zur Verfügung. Sprecherin ist die Mannheimer Immunbiochemikerin Prof. Dr. Adelheid Cerwenka.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten im GRK 2727 steht das angeborene Immunsystem, das die erste Verteidigungslinie im Kampf gegen Infektionen und Krebs darstellt. Als Checkpoints bezeichnete Kontrollmechanismen regulieren die Immunzellaktivität. Doch wie genau sie die Immunantwort beeinflussen, ist bislang noch wenig verstanden. Ziel der Arbeiten in der zweiten Förderperiode ist es, die Checkpoints auf verschiedenen molekularen Ebenen weiter zu entschlüsseln und die identifizierten Immun-Checkpoints im Kontext multizellulärer Interaktionen in gesundem, geschädigtem und malignem Gewebe zu verstehen. Diese Erkenntnisse sollen helfen, die Kontrollmechanismen der Immunzellaktivität therapeutisch nutzbar zu machen, indem Checkpoints bei Krebs und entzündungsbedingten Gewebeschädigungen blockiert oder aktiviert werden.
Um die Interaktion zwischen Grundlagenforschung und translationaler Forschung zu fördern, unterstützt das Kolleg Tandem-Kooperationen von Doktorandinnen und Doktoranden der Medizin mit Promovierenden, die an der Fakultät für Biowissenschaften forschen. Neben Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultäten Mannheim und Heidelberg der Universität Heidelberg sowie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg sind auch Partner der Universität Wien (Österreich) und des Karolinska-Instituts in Stockholm (Schweden) in das Graduiertenkolleg „Checkpoints der angeborenen Immunität bei Krebs und Gewebeschaden“ eingebunden.
Sprecherin Adelheid Cerwenka ist Geschäftsführende Direktorin des Mannheim Institute for Innate Immunoscience (MI3) und Professorin für Immunbiochemie an der Medizinischen Fakultät Mannheim. Als stellvertretende Sprecherin fungiert Prof. Dr. Martina Muckenthaler, Leiterin des Forschungsbereichs Molekulare Medizin an der Medizinischen Fakultät Heidelberg.