Summer SchoolGlobalisierung in Lateinamerika

17. Juli 2019

Sommerschule für Doktoranden findet an der Universität Heidelberg statt

Mit den Auswirkungen der Globalisierung in Lateinamerika beschäftigt sich eine internationale Sommerschule an der Universität Heidelberg, zu der die Neuphilologische Fakultät vom 21. bis 31. Juli 2019 einlädt. Zwanzig Doktoranden europäischer und lateinamerikanischer Universitäten werden sich in diesem Zusammenhang vor allem mit Krisenerfahrungen auseinandersetzen. Dabei präsentieren sie eigene Forschungserkenntnisse und diskutieren mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Latein- und Nordamerika sowie China. Zu der Veranstaltung mit dem Titel „New World Crucibles of Globalization“ gehören auch zwei öffentliche Vorträge.

Poster zur Summer School Globalisierung in Lateinamerika

Wie die Organisatoren betonen, sollen neben wirtschaftlichen und politischen Beziehungen vor allem auch symbolische Verflechtungen zwischen Lateinamerika, Asien und Europa in Sprache, Kultur und Literatur untersucht werden. Die Teilnehmer der Sommerschule beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wie Krisenerfahrungen in verschiedenen Phasen der Globalisierung sprachlich, ästhetisch und medial aufgegriffen werden. Die Doktoranden erhalten bei Referaten und in Workshops die Möglichkeit, ihre Fachkenntnisse zu erweitern und Einblicke in neue Themenbereiche zu gewinnen. Die von Santander Universidades unterstützte Sommerschule wird durchgeführt mit dem Ziel, die Mobilität junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern und den Aufbau neuer Netzwerke in der Forschung zu unterstützen.

Die interessierte Öffentlichkeit ist im Rahmen der „Heidelberg International Summer School for Doctoral Students“ zu zwei englischsprachigen Vorträgen eingeladen. Zu Gast ist der Soziologe Prof. Dr. Fernando Escalante Gonzalbo vom Zentrum für Internationale Beziehungen des El Colegio de México. Er wird am 22. Juli zum Thema „Mexiko – eine globale Tragödie“ sprechen. Dabei geht der Wissenschaftler auf die aktuelle krisenhafte Situation in Mexiko ein und wirft die Frage auf, inwieweit sie Teil eines globalen Prozesses ist. Dieser Vortrag findet in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, statt und beginnt um 19.15 Uhr. Eine Woche später, am 29. Juli, behandelt der argentinische Philosoph, Historiker und Theologe Prof. Dr. Enrique Dussel das Thema „Dekolonisierung der Weltgeschichte“. Der Referent forscht an der Universidad Autónoma Metropolitana in Mexiko-Stadt. Diese Vorlesung findet im Hörsaal 14 der Neuen Universität statt und beginnt ebenfalls um 19.15 Uhr.

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