Veranstaltungsreihe  Filmvorführungen mit Einführung: „Kunst und Populärkultur im Film“

6. Mai 2026

Veranstaltungsreihe des Instituts für Europäische Kunstgeschichte startet am 6. Mai

Wie im Film künstlerische Bildsprachen, Themen und avantgardistische Techniken mit massenwirksamen Erzählweisen verknüpft werden, zeigt eine Veranstaltungsreihe, zu der das Institut für Europäische Kunstgeschichte und das Romanische Seminar der Universität Heidelberg im Sommersemester 2026 einladen. Die Filmvorführungen werden jeweils von einer Einführung und einem Publikumsgespräch begleitet. Konzipiert wurden sie von Prof. Dr. Henry Keazor und Dr. Alexandra Vinzenz sowie von Prof. Dr. Daniel Winkler; Kooperationspartner ist das GLORIA-Filmkunsttheater. Die insgesamt vier Veranstaltungen der Reihe „Kunst und Populärkultur im Film“ wenden sich insbesondere auch an die breite Öffentlichkeit. Zum Auftakt am 6. Mai 2026 steht die italienische Superheldenkomödie „Sie nannten ihn Jeeg Robot“ auf dem Programm.

Seit seinen Anfängen werden im Film Figuren, Motive und Stoffe aus Kunst und Literatur aufgegriffen, miteinander kombiniert und mit neuen Bedeutungen versehen. Zugleich prägt der Film als Medium selbst die Populärkultur, indem er ihre Ikonen bestätigt, neue schafft und künstlerische Ideen einem breiten Publikum über nationalsprachliche Grenzen hinweg zugänglich macht, so das Organisationsteam der Filmreihe „Kunst und Populärkultur im Film“. Anhand älterer sowie neuerer Werke aus unterschiedlichen Genres zeigt die Reihe die Bandbreite der möglichen filmischen Transformationen auf. Die Filmreihe „Kunst und Populärkultur im Film“ ist Teil des Projekts „Visuelle Chiffren von Heimat in Bildender Kunst, Literatur und Film“, das im Sonderforschungsbereich „Heimat(en)“ der Universität Heidelberg angesiedelt ist. Sie flankiert den Auftakt des neuen interdisziplinären Masterstudiengangs Populärkulturen, der zum Sommersemester an der Ruperto Carola gestartet ist.

Was macht einen Helden in der heutigen Zeit aus? Dieser Frage geht Gabriele Mainetti in seinem SciFi-Film „Sie nannten ihn Jeeg Robot“ nach. Die Neuinterpretation des Superheldenmythos aus dem Jahr 2025 eröffnet die Filmreihe am 6. Mai. Wie darin die durch Comic, Fernsehen und Film vermittelte internationale Populärkultur zur Vergegenwärtigung auch lokaler gesellschaftlicher Sehnsüchte genutzt wird, erklärt der Kunsthistoriker Prof. Keazor in seiner Einführung. Universelle Fluchterfahrungen und der Verlust von Heimat stehen im Mittelpunkt von Christian Petzolds Drama „Transit“ (2018), das die 1940er Jahre der Romanvorlage von Anna Seghers mit dem gegenwärtigen Marseille verschmilzt. Im Rahmen der Vorführung am 10. Juni wird der Romanist Prof. Winkler über die mediale Repräsentation von Migration und Exil sprechen.

Julie Taymors Biopic „Frida“ (2002) steht am 1. Juli auf dem Programm der Reihe. Die filmische Darstellung verknüpft Frida Kahlos Werke mit der Biografie der Künstlerin – eine der ikonischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts – und setzt ihre Bilder als erzählerisches Mittel ein, um das Innenleben Kahlos zu visualisieren, wie die Kunsthistorikerin Dr. Vinzenz erläutern wird. Mit Wolfgang Amadeus Mozart und seiner Musik als popkulturellem Phänomen befasst sich Prof. Winkler zum Abschluss der Reihe. Gezeigt wird dazu am 8. Juli Miloš Formans Filmdrama „Amadeus“ aus dem Jahr 1984, in dem der Komponist und seine Zeitgenossen als „Rockstars“ ihrer Zeit inszeniert werden.

Die Veranstaltungen der Filmreihe finden jeweils mittwochs im GLORIA-Filmkunsttheater, Hauptstraße 146, in Heidelberg statt; Beginn ist um 19.30 Uhr. Eine Ausnahme bildet die Auftaktveranstaltung am 6. Mai, sie fängt bereits um 19 Uhr an. Tickets sind jeweils zu elf Euro (ermäßigt neun Euro) erhältlich, Studierende zahlen acht Euro. Für Filme mit Überlänge wird ein Zuschlag erhoben.