Veranstaltung mit Hell und KetterleFestkolloquium für Jürgen Wolfrum

Pressemitteilung Nr. 112/2019
31. Oktober 2019

Veranstaltung zum 80. Geburtstag mit den Nobelpreisträgern Hell und Ketterle

Die beiden Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell (Chemie) und Prof. Dr. Wolfgang Ketterle (Physik) – ein Schüler des Jubilars – werden das Festkolloquium gestalten, das anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Jürgen Wolfrum an der Universität Heidelberg stattfindet. Dazu lädt das Physikalisch-Chemische Institut am Freitag, 8. November 2019, ein. Die beiden Referenten werden über ihre Forschungsarbeiten – die Lasermikroskopie im 21. Jahrhundert sowie ultrakalte Atome als Quantensimulatoren für neue Materialien – berichten. Der Physikochemiker Jürgen Wolfrum ist Seniorprofessor distinctus der Ruperto Carola. Die Festveranstaltung findet in Kooperation mit der Chemischen Gesellschaft zu Heidelberg im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums der Fakultät für Physik und Astronomie statt.

Porträt Jürgen Wolfrum

Jürgen Wolfrum wurde nach dem Physikstudium in Göttingen und Hamburg an der Universität Göttingen promoviert. Nach einer Station an der Ruhr-Universität Bochum war er von 1970 bis 1982 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am damaligen Max-Planck-Institut für Strömungsforschung in Göttingen tätig. In dieser Zeit führte ihn ein Forschungsaufenthalt an die University of California in Berkeley (USA). 1975 erhielt er die Lehrbefugnis für Physikalische Chemie an der Universität Göttingen, an der er 1980 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. 1982 folgte Jürgen Wolfrum dem Ruf auf eine Professur für Physikalische Chemie an der Universität Heidelberg. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2007 wurde der Wissenschaftler zum Seniorprofessor distinctus der Ruperto Carola ernannt. Prof. Wolfrum war Gründungsdirektor des an der Universität Heidelberg angesiedelten interdisziplinären Forschungszentrums BioQuant.

Zu den Arbeitsschwerpunkten von Jürgen Wolfrum gehören laserinduzierte chemische Reaktionen sowie der Einsatz von Lasern zur Untersuchung technischer Prozesse. Neben der Entschlüsselung grundlegender Phänomene in der Chemie hat Prof. Wolfrum in der anwendungsorientierten Forschung neue Techniken entwickelt, um mithilfe der Lasertechnologie Verbrennungsprozesse zu optimieren. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2010 die „Bernard Lewis Gold Medal“, die weltweit höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Verbrennungsforschung, die alle zwei Jahre vom Combustion Institute in Pittsburgh (USA) für „brilliante Forschung“ vergeben wird. Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen verlieh dem Wissenschaftler 2014 die Ehrendoktorwürde.

Hinweis an die Redaktionen

Das hochschulöffentliche Festkolloquium – die Veranstaltung ist nicht öffentlich – anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Jürgen Wolfrum findet am Freitag, 8. November 2019, im Hörsaalgebäude der Chemie, Im Neuenheimer Feld 252, Großer Hörsaal, statt. Beginn ist um 15.15 Uhr. Vertreter der Medien sind zur Teilnahme und Berichterstattung herzlich eingeladen. Es ist eine Anmeldung erforderlich:

wf-gebkolloq@pci.uni-heidelberg.de

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