Deutsche ForschungsgemeinschaftEmmy Noether-Nachwuchsgruppe für Heidelberger Physikerin

Pressemitteilung Nr. 133/2019
6. Dezember 2019

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Arbeit mit rund zwei Millionen Euro

Mit dem Kreislauf von Materie in nahen Galaxien beschäftigt sich eine neue Emmy Noether-Nachwuchsgruppe, die am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) ihre Arbeit aufgenommen hat. Das Forscherteam unter der Leitung von Dr. Kathryn Kreckel untersucht Prozesse, die bei der Umwandlung von Gas in Sterne sowie bei der „Wiederverwertung“ der stellaren Materie in der nachfolgenden Sterngeneration wirken. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Arbeiten der Physikerin über einen Zeitraum von sechs Jahren mit rund zwei Millionen Euro.

Porträt: Dr. Kathryn Kreckel

Mithilfe spezieller Beobachtungsmethoden analysiert Dr. Kreckel die Ursprünge und Eigenschaften von Strahlungsquellen, die für die Ionisation interstellaren Gases verantwortlich sind. „Diese Prozesse laufen auf kleinen Skalen ab. Unser Ziel ist es, sie mit der Entwicklung von Galaxien auf großen Skalen zu verknüpfen“, erläutert Dr. Kreckel. Für ihre Arbeit nutzt die Forschungsgruppe Aufnahmen und Daten verschiedener Teleskope, darunter das Hubble-Weltraumteleskop sowie Einrichtungen der Europäischen Südsternwarte in Chile – etwa das „Very Large Telescope“ oder das „Atacama Large Millimeter Array". Die „Baryonic Life Cycle Group“ von Dr. Kreckel ist am Astronomischen Rechen-Institut angesiedelt, das Teil des ZAH ist.

Kathryn Kreckel studierte Mathematik und Astronomie an der University of California in Berkeley (USA) sowie an der Columbia University in New York (USA), an der sie im Jahr 2011 auch promoviert wurde. Anschließend war sie als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg tätig, ehe sie 2019 an die Universität Heidelberg wechselte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Bildung und Entwicklung von Galaxien sowie die Physik des interstellaren Mediums.

Das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft eröffnet besonders qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.

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