Auszeichnung DAAD-Preis für Heidelberger Studentin der Geoarchäologie
18. Dezember 2025
Diana Zhunussova aus Kasachstan erhält Auszeichnung für ihr soziales Engagement und ihre akademischen Leistungen
Mit dem DAAD-Preis für ausländische Studierende ist Diana Zhunussova ausgezeichnet worden. Der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) vergebene Preis würdigt neben bemerkenswerten akademischen Leistungen auch besonderes soziales Engagement. Die aus Kasachstan stammende Studentin der Geoarchäologie setzt sich intensiv für Chancengleichheit im Bildungssystem ein. „Mit der Auszeichnung werde ich für all das geehrt, was mir wichtig ist: Offenheit, Demokratie, Inklusion und Austausch“, freute sie sich. Überreicht wurde ihr der Preis im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, Prorektor für Internationales und Diversität der Universität Heidelberg, und Dr. Alexander Au, Leiter des Dezernats Internationale Beziehungen der Ruperto Carola.

Nach dem Schulabschluss führte Diana Zhunussovas Weg zunächst an das Internationale Studienkolleg der Universität Heidelberg. Zum Wintersemester 2017/2018 schrieb sie sich im Bachelorstudiengang Geographie an der Ruperto Carola ein. Es folgte das Masterstudium in der Geoarchäologie, das sie im Wintersemester 2025/2026 erfolgreich abschließen konnte. Studienaufenthalte führten sie an die Kyoto University (Japan), die Universität Warschau (Polen) und die National Taiwan University (Taiwan). Nun strebt die 25-Jährige eine Promotion an. „Mit ihrer offenen, integrierenden Art wirkt Diana Zhunussovas weit über das Wünschenswerte hinaus für die nationale und internationale Studierendenschaft an der Ruperto Carola, ohne dass sie dabei ihr Studium im mindesten vernachlässigt hätte“, würdigte Dr. Bertil Mächtle die Studentin. Als Koordinator des Masterstudiengangs Geoarchäologie hatte er Diana Zhunussova für den diesjährigen DAAD-Preis vorgeschlagen.
Alexander Au hob während der Preisverleihung das akademische, gesellschaftliche und interkulturelle Engagement der Studentin hervor. „Die Leistungen von Diana Zhunussova sind beachtlich – insbesondere mit Blick auf ihren Einsatz für die Studierenden“, betonte auch Prorektor Marc-Philippe Weller. Die Preisträgerin engagierte sich als Fachschaftsrätin, als Referentin für internationale Studierende und als Vorsitzende der Verfassten Studierendenschaft an der Universität Heidelberg. Unter anderem begleitete sie Studierende bei Amtsgängen und unterstützte sie im universitären Alltag, etwa durch Übersetzungen. Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war sie Mitinitiatorin eines Hilfsnetzwerks für geflüchtete ukrainische Studierende und deren Familien, vermittelte Wohnraum und gestaltete einen „Ukraine-Abend“, um den interkulturellen Dialog zu fördern. Zudem engagierte sie sich in einer Kooperation von der Stadt Heidelberg, der Polizei und dem Gleichstellungsbüro der Universität Heidelberg gegen sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt. Seit 2023 ist Diana Zhunussova studentisches Vorstandsmitglied des DAAD.
„Ich danke all den Menschen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben“, betonte Diana Zhunussova mit Blick auf die vielen Freundinnen und Freunde sowie Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die zur Preisverleihung erschienen waren. Ihr Dank galt besonders auch ihrer Mutter, die sie als junge Akademikerin in Kasachstan alleine großgezogen habe und ihr ein großes Vorbild sei. „Ich weiß, wie schwer es ist, sich als junger Mensch fernab der Heimat in einem neuen Land zurechtzufinden“, sagte die Preisträgerin. An der Universität Heidelberg gebe es viele Möglichkeiten, aber viele Studierende bräuchten Unterstützung und Orientierung, um diese Möglichkeiten zu erkennen. „Und sie brauchen Vorbilder“, so die 25-Jährige. Der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst vergebene Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.